Nur im Fußgängertempo

"Du bist zu schnell!"

Auf Jeepsafari in Gambia. Was von einer schwierigen Reise durch das Land in Erinnerung bleibt: die Schönheit der westafrikanischen Flusslandschaft, die sozialen und politischen Missstände, das Bier und die schlechten Straßen VON CARSTEN OTTE

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ist mir was wert!
  • 19.12.2009 02:23 Uhr:

    von Trofobi.de.vu:

    Lieber Herr Otte, auch wenn es löblich scheint sich im Schritttempo chauffieren zu lassen, so empfehle ich doch eher andere Orte als Urlaubsziel, wenn Bier der wichtigste Inhalt einer Reise ist. Und Lollies an Kinder zu verteilen, die keine Kariesprophylaxe, dafür aber sicher bessere und industriezuckerfreie Nahrungsmittel in Reichweite haben, verursacht bei mir genausoviel Magengrummen wie Beschwerden über miesen fremdländischen Brei. Wenn Sie Länder danach beurteilen, ob sie mit IHREM Anspruch an Gaumenfreude, Alkohol und Bespaßung dienen können, dann verzeihen Sie mir, berichten Sie doch bitte nächstes Mal vom Ballermann. Echt erschreckend, daß die taz sowas druckt - nur weil mal wieder was über das arme schmuddelige Afrika getipselt werden mußte?? Oder um potentiell greengewashten Touristen zu sagen, daß man auch dort ganz toll besoffen sein kann? Gruß aus Xberg, Klaus Trofobi www.trofobi.de.vu facebook.com/trofobi

  • 14.12.2009 12:30 Uhr:

    von Ihr Name kd:

    Wer durch Gambia reist, hat sicher mehr zu erzählen, als der Autor dieses Artikel, der außer schlechten Straßen und rotznäsigen Kindern wohl nicht viel wahrgenommen hat-wahrscheinlich war er einfach zu benebelt vom Jul Brew und trug dazu noch zuviele Afrika-Stereotypen in seinem Hirn spazieren. Gambia ist ein wunderschönes Land, dessen BewohnerInnen den BesucherInnen ihres Landes mit viel Offenheit entgegentreten. Natürlich ist es, gemessen an westeuropäischen Maßstäben arm, wirkliches Elend, wie hinter den Bahnhöfen westdeutscher Großstädte zu sehen, ist jedoch nicht zu finden, da die Gesellschaft eine Solidarität und einen Gemeinsinn aufweist, der hier nahezu unbekannt ist.Gambia ist wunderschön, mit dem blühenden Frangipani an den Häusermauern, den Waranen, die durch die Gärten spazieren, den herrlichen Stränden des Atlantik, einem Klima, das außerhalb der Regensaison für Europäer gut geeignet ist, den uralten Baobab-Bäumen, dem gemächlichen Lebensrhythmus der Menschen und seiner ganzen sprichwörtlichen Farbigkeit... Klar,die Probleme eines typischen Entwicklungslandes gibt es, ein Stichwort ist hier sicherlich die Umweltproblematik, wie die Abholzung der Wälder oder mangelhafte Möglichkeiten der Müllentsorgung. Doch die GambierInnen mühen sich und Schritt für Schritt gibt es durchaus Erfolge zu sehen, vor allem im Bildungsbereich. Seit einigen Jahren gibt es eine Universität im Lande und Mädchen können nunmehr kostenlos die Schule besuchen. Es gibt noch viel zu tun, doch es bewegt sich etwas im Lande. Als Urlaubsland für jene Leute zu empfehlen, die den Kontakt zu Einheimischen nicht scheuen und fähig sind die trotz der sozialen Problematik vorhandenen positiven Signale zu sehen. Und die Erholung kommt ganz sicher auch nicht zu kurz.

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