Am 28. März 1979 kommt es im US-AKW bei Harrisburg zu einer Kernschmelze. Der Super-GAU wird nur knapp abgewendet. Erst 30 Jahre später beginnt die Diskussion darüber.von Sven Stillich
Sehr geehrter Herr Dr. Georg Löser, die Eigenwerbung am Ende hat Sie zum Glück entlarft! Als Physiker und "Energieexperte" sollten sie dann aber auch dazu sagen, dass es in der Umgebung von Harrisburg natürlicherweise erhöhte Radon Konzentrationen gibt! ;-) Wie ist das mit den Studien und dem Churchill?! ;-) Für Ihren tollen Aufsatz müssten sie doch auch Zahlenmaterial haben! Wieviel Bq an Edelgasen, Jod und rad. Schwebstoffen sind denn emittiert worden?! Zu Welcher Dosis kann das geführt haben?! Und wie Wahrscheinlich ist eine Erkrankung daraus?! Vorab schonmal Danke für die Infos!
06.04.2009 15:53 Uhr
von Dr. Georg Löser:
Hallo liebe Leute, es ist in der Ingenieurwissenschaft und -Technik bekannt, dass man mit sehr hohen Strahlendosisleistungen Luftverschmutzung kann, z.B. aus Rauchgasen. Deshalb ist das mit den beobachteten Nicht-Schneeflöckchen nahe dem Unfallreaktor gar nicht unglaublich wie einige meinen. Schließlich sprachen auch andere Indikatoren für vorübergehende sehr hohe Strahlenbelastung durch radioaktive Edelgase schon am 1. Tag nach Unfallbeginn in schmalen Sektoren um den Unfallreaktor. Nuklearingenieur A. Gundersen hat das eingehend rekonstruiert und am 26.3.2009 im Capitol in Harrisburg vorgetragen. Auch das deutlich erhöhte Vorkommen von Krebs nach dem Unfall ist inzwischen mehrfach nachwiesen durch eingehende Universitätsstudien zuletzt und am eingehendsten von Prof. Steve Wing und Mitarbeitern in 1997 und 2003. Viel mehr in: http://www.ecotrinova.de/infos/5012499be00b18503.html
30.03.2009 15:05 Uhr
von Gepino:
@Jan Rehberg: Für taz-Verhältnisse finde ich den Artikel sogar relativ neutral. Was mich aber immer wieder (in allen Medien) ärgert, sind Fehler wie dieser: "Konkret sind das bislang 57.000 Tonnen verbrauchte Brennstäbe, 2.000 Tonnen kommen pro Jahr und Kraftwerk hinzu". Wenn das richtig wäre, dann wären Kernkraftwerke in den USA bisher rechnerisch erst 30 Tage betrieben worden. Es sind wohl eher 2000 Tonnen pro Jahr (insgesamt für alle US-Kraftwerke), die dazu kommen.
30.03.2009 04:21 Uhr
von Laluna:
@ Bürger G: Das ist erstmal eine Aussage über etwas, das Leute damals zu sehen glaubten, nicht was der Autor selbst zu sehen glaubte. Es sollte ja vielleicht eher die bis zu Halluzinationen reichende Panik der Leute veranschaulichen.
Allgemein: Wer sich für die Alterativen zum AKW Wahnsinn interessiert, sei - z. B. - folgende Studie empfohlen: ISUSI (Harry Lehmann, Stefan Peter): Erneuerbare Energien und Energieeinsparung als Ersatz überalterter Kraftwerke in Deutschland, Aachen, 2005 Allein z. B. die Geothermie könnte demnach in Deutschland ab 2020 mehr als 110 TWh Elektrizität erzeugen. Bei Repowering und offhsore Ausbau nach anderen Studien die Windenergie mehr als 90 TWh, die Solarenergie weit mehr als 25 TWh, die Wasserkraft in Flüssen und die offshore Wellenkraft zusammen ebenfalls mehr als 25 TWh. Nordeuropa, z. B. Skandinavien könnte so viel EE erzeugen, z. B. aus Wasserkraft, Wellekraft, Windkraft und Geothermie, dass allein von dort mehrere Dutzend TWh importiert werden könnten und diese Ländern dennoch 100% ihres Stroms immer noch für sich selbst aus EE erzeugen könnten. Der Ausbau müsste natürlich schneller erfolgen, als bisher. Auch Stromsparen und Effizienzsteigern wäre angesagt.
29.03.2009 22:00 Uhr
von Jan rehberg:
An Bürger G.
leise rieselt der Schnee... vielleicht war ja Winter.
Sogern ich die TAZ auch lese. Bei bstimmten Themen braucht bei der TAZ nun wirklich nicht annähernd mit Objektivität und korrekter Berichterstattung rechnen.
Atomkraft ist so ein Thema.
29.03.2009 17:30 Uhr
von Bürger G.:
"Bürger berichten von weißen Flocken, die wie Schnee vom Himmel rieseln." -> an diesem Satz merkt man, dass der Autor nicht viel Ahnung von Radioaktivität hat!
Leserkommentare
06.04.2009 17:55 Uhr
von Bürger G.:
Sehr geehrter Herr Dr. Georg Löser,
die Eigenwerbung am Ende hat Sie zum Glück entlarft!
Als Physiker und "Energieexperte" sollten sie dann aber auch dazu sagen, dass es in der Umgebung von Harrisburg natürlicherweise erhöhte Radon Konzentrationen gibt! ;-) Wie ist das mit den Studien und dem Churchill?! ;-)
Für Ihren tollen Aufsatz müssten sie doch auch Zahlenmaterial haben! Wieviel Bq an Edelgasen, Jod und rad. Schwebstoffen sind denn emittiert worden?! Zu Welcher Dosis kann das geführt haben?! Und wie Wahrscheinlich ist eine Erkrankung daraus?! Vorab schonmal Danke für die Infos!
06.04.2009 15:53 Uhr
von Dr. Georg Löser:
Hallo liebe Leute, kann, z.B. aus Rauchgasen. Deshalb ist das mit den beobachteten Nicht-Schneeflöckchen nahe dem Unfallreaktor gar nicht unglaublich wie einige meinen. Schließlich sprachen auch andere Indikatoren für vorübergehende sehr hohe Strahlenbelastung durch radioaktive Edelgase schon am 1. Tag nach Unfallbeginn in schmalen Sektoren um den Unfallreaktor. Nuklearingenieur A. Gundersen hat das eingehend rekonstruiert und am 26.3.2009 im Capitol in Harrisburg vorgetragen. Auch das deutlich erhöhte Vorkommen von Krebs nach dem Unfall ist inzwischen mehrfach nachwiesen durch eingehende Universitätsstudien zuletzt und am eingehendsten von Prof. Steve Wing und Mitarbeitern in 1997 und 2003.
es ist in der Ingenieurwissenschaft und -Technik bekannt, dass man mit sehr hohen Strahlendosisleistungen Luftverschmutzung
Viel mehr in: http://www.ecotrinova.de/infos/5012499be00b18503.html
30.03.2009 15:05 Uhr
von Gepino:
@Jan Rehberg:
Für taz-Verhältnisse finde ich den Artikel sogar relativ neutral. Was mich aber immer wieder (in allen Medien) ärgert, sind Fehler wie dieser: "Konkret sind das bislang 57.000 Tonnen verbrauchte Brennstäbe, 2.000 Tonnen kommen pro Jahr und Kraftwerk hinzu". Wenn das richtig wäre, dann wären Kernkraftwerke in den USA bisher rechnerisch erst 30 Tage betrieben worden. Es sind wohl eher 2000 Tonnen pro Jahr (insgesamt für alle US-Kraftwerke), die dazu kommen.
30.03.2009 04:21 Uhr
von Laluna:
@ Bürger G: Das ist erstmal eine Aussage über etwas, das Leute damals zu sehen glaubten, nicht was der Autor selbst zu sehen glaubte. Es sollte ja vielleicht eher die bis zu Halluzinationen reichende Panik der Leute veranschaulichen.
Allgemein: Wer sich für die Alterativen zum AKW Wahnsinn interessiert, sei - z. B. - folgende Studie empfohlen: ISUSI (Harry Lehmann, Stefan Peter): Erneuerbare Energien und Energieeinsparung als
Ersatz überalterter Kraftwerke in Deutschland, Aachen, 2005 Allein z. B. die Geothermie könnte demnach in Deutschland ab 2020 mehr als 110 TWh Elektrizität erzeugen. Bei Repowering und offhsore Ausbau nach anderen Studien die Windenergie mehr als 90 TWh, die Solarenergie weit mehr als 25 TWh, die Wasserkraft in Flüssen und die offshore Wellenkraft zusammen ebenfalls mehr als 25 TWh. Nordeuropa, z. B. Skandinavien könnte so viel EE erzeugen, z. B. aus Wasserkraft, Wellekraft, Windkraft und Geothermie, dass allein von dort mehrere Dutzend TWh importiert werden könnten und diese Ländern dennoch 100% ihres Stroms immer noch für sich selbst aus EE erzeugen könnten. Der Ausbau müsste natürlich schneller erfolgen, als bisher. Auch Stromsparen und Effizienzsteigern wäre angesagt.
29.03.2009 22:00 Uhr
von Jan rehberg:
An Bürger G.
leise rieselt der Schnee... vielleicht war ja Winter.
Sogern ich die TAZ auch lese. Bei bstimmten Themen braucht bei der TAZ nun wirklich nicht annähernd mit Objektivität und korrekter Berichterstattung rechnen.
Atomkraft ist so ein Thema.
29.03.2009 17:30 Uhr
von Bürger G.:
"Bürger berichten von weißen Flocken, die wie Schnee vom Himmel rieseln."
-> an diesem Satz merkt man, dass der Autor nicht viel Ahnung von Radioaktivität hat!