23. Dez. 2017 - 5. Jan. 2018 / 24. Febr. - 9. März 2018

Senegal

Reiseleitung: Ibou C. Diop (Dez.) / Eric v. Grasdorff (Febr.)

Frauen-Demo in Dakar für eine stärkere Beteiligung von Frauen in der Gesellschaft Bild: Madjiguène Cissé

Dakar – Insel Gorée – St. Louis – Thiès – Popinguine - Dakar

2012 erlebte auch der Senegal massenhafte Jugendproteste, die den seit 12 Jahren amtierenden Präsidenten Adoulaye Wadé verjagten. Schon länger gilt das Land als das demokratischste in Westafrika. Eine lange parlamentarische Tradition, lebhafte zivilgesellschaftliche Strukturen, freie Presse und die Erfahrung zweier friedlicher Regierungs- bzw. Regimewechsel machen es autoritären Tendenzen schwer, sich langfristig durchzusetzen.

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PREIS  

hier bis Ende Juni 2017              . (ca. 2.900 €) DZ/HP/Flug

VERANSTALTER:

SKR Reisen, Köln, Tel: 0221-93 372-700, sondergruppen@skr.de

 

Die Reise kann nur beim Veranstalter gebucht werden

Zu den Organisatoren des „senegalesischen Frühlings” 2012 gehörten Top-Stars der Rap- und HipHop-Szene. Ihre Konzerte und Video-Clips mobilisierten landesweit in Windeseile. Auf der Reise werden Sie Akteure dieser Jugendbewegung „Y’en a marre” ('Wir haben's satt') und der nahe stehenden Organisation „M-23” („Mouvement du 23 Juin”, dt: 'Bewegung des 23. Juni') kennen lernen.

Ibou Coulibaly Diop, promovierter Romanist und Kulturwissenschaftler, ehem. Mitglied von AfricAvenir e.V., lebt in Berlin.

Eric van Grasdorff, Politologe, Mitbegründer von AfrikAvenir e.V. in Berlin, im Senegal geboren und aufgewachsen.

Dank der Zusammenarbeit mit der Präsidentin des Frauennetzwerks REFDAF, Madjiguène Cissé, sind Begegnungen mit verschiedenen  Frauenrechtsgruppen und Frauenkooperativen im Großraum Dakar, in Popinguine und in einem Fischerdorf am Senegal-Fluss bei St. Louis ein weiterer Schwerpunkt dieser Reise.

Sie lernen auch Mitglieder der Sufi-Bruderschaft der Mouriden und ihren friedvollen, toleranten Islam kennen. Diese Bruderschaft ist heute eine der wirtschaftlich und gesellschaftlich einflussreichsten Kräfte im Senegal und hat ihre Wurzeln im antikolonialen Kampf gegen die französische Herrschaft.

Wahlkundgebung von "Y'en a marre" zur Abwahl von Präsident Wadé, Frühjahr 2012 in Dakar Bild: Archiv

Eine Nacht bleibt die Reisegruppe auf der Insel Gorée in der Bucht von Dakar, früher Zentrum des Sklavenhandels nach Amerika. Ein traditioneller Bänkelsänger, ein „Griot”, wird die Geschichte des Sklavenhandels erzählen, wie sie in den lokalen Überlieferungen erhalten ist.

Abstecher ins historisch und architektonisch interessante Saint Louis im Norden (die erste französische Stadtgründung in Afrika), in die Provinzhauptstadt Thiès und an die „Petite Côte”, den Sandstrand am Atlantik südlich von Dakar, runden die Reise ab.

Diese Reise wurde bis 2016 fünf Mal in Kooperation mit dem in Berlin ansässigen Internet-Portal und bildungspolitischen Verein "AfricAvenir International e.V." durchgeführt, der auch die Reiseleiter stellte: Eric van Grasdorff und Ibou Diop. Diese Kooperation besteht nicht mehr, aber die interessante Reise bieten wir weiterhin mit den beiden erfahrenen Reiseleitern an - auch wenn diese keine taz-Korrespondenten sind. Das ist eine Ausnahme bei taz-Reisen.

Die Reise war mit konzipiert worden von Madjiguène Cissé in Dakar, der Gründerin und Präsidentin des Frauennetzwerks für nachhaltige Entwicklung in Afrika (REFDAF) - und 1996 bis 2000 in Paris Sprecherin der französischen sans-papiers-Bewegung. Sie hat sich aus der Reiseleitung zurückgezogen, wird aber als Gesprächspartnerin mehrfach bei der Reise zur Verfügung stehen - und weiterhin die Kontakte zu REFDAF-Frauengruppen vermitteln, die wir bei der Reise besuchen.