23. Dez. 2015 - 5. Jan. 2016 + 27. Febr.- 11. März 2016

Senegal

Reiseleitung: Ibou Coulibaly Diop (Dez.) bzw. Eric van Grasdorff (Feb.) in Kooperation mit Madjiguène Cissé

Frauen-Demo in Dakar für eine stärkere Beteiligung von Frauen in der Gesellschaft  Bild: Madjiguène Cissé

Dakar – Insel Gorée – St. Louis – Touba – Popinguine

Kooperationspartner dieser Reise: AfricAvenir International e.V. sowie das Frauennetzwerk REFDAF

2012 erlebte auch der Senegal massenhafte Jugendproteste, die den seit 12 Jahren amtierenden Präsidenten Adoulaye Wadé verjagten. Schon länger gilt das Land als das demokratischste in Westafrika. Eine lange parlamentarische Tradition, lebhafte zivilgesellschaftliche Strukturen, freie Presse und die Erfahrung zweier friedlicher Regierungs- bzw. Regimewechsel machen es autoritären Tendenzen schwer, sich langfristig durchzusetzen.

PROGRAMM

PREISE UND LEISTUNGEN

LITERATUR ZUM EINLESEN

 

PREIS: 2.990 € (DZ/HP/Flug) sowie 50 € Saison-Zuschlag im Dez. 2015

VERANSTALTER:

SKR Reisen, Köln, Tel: 0221-93 372-700, sondergruppen@skr.de

 

Die Reise kann nur beim Veranstalter gebucht werden

 

Zu den Organisatoren des „senegalesischen Frühlings” 2012 gehörten Top-Stars der Rap- und HipHop-Szene. Ihre Konzerte und Video-Clips mobilisierten landesweit in Windeseile. Auf der Reise werden Sie Akteure dieser Jugendbewegung „Y’en a marre” ('Wir haben's satt') und der nahe stehenden Organisation „M-23” („Mouvement du 23 Juin”, dt: 'Bewegung des 23. Juni') kennen lernen.

Ibou Coulibaly Diop, promovierter Romanist und Kulturwissenschaftler, Vorstandsmitglied von AfricAvenir; lebt in Berlin,

Eric van Grasdorff, Vorsitzender von AfricAvenir in Berlin; er ist in Dakar gebor- en und aufgewachsen

Madjiguène Cissé, Präsidentin des senegalesischen Frauennetzwerks für nachhaltige Entwicklung REFDAF in Dakar

 

Ein anderer Schwerpunkt sind Begegnungen mit verschiedenen  Frauenrechtsgruppen und Frauenkooperativen im Großraum Dakar, in Popinguine und in einem Fischerdorf am Senegal-Fluss bei St. Louis.

In Touba, der heiligen Stadt der Sufi-Bruderschaft der Mouriden, erleben Sie einen friedvollen, toleranten Islam. Diese Bruderschaft ist heute eine der wirtschaftlich und gesellschaftlich einflussreichsten Kräfte im Senegal und hat ihre Wurzeln im antikolonialen Kampf gegen die französische Herrschaft.

Eine Nacht bleibt die Reisegruppe auf der Insel Gorée in der Bucht von Dakar, früher Zentrum des Sklavenhandels nach Amerika. Ein traditioneller Bänkelsänger, ein „Griot”, wird die Geschichte des Sklavenhandels erzählen, wie sie in den lokalen Überlieferungen erhalten ist.

Küstenstraße "Corniche" in Dakar   Bild: Jenny Baese

Abstecher ins historisch und architektonisch interessante Saint Louis im Norden (die erste französische Stadtgründung in Afrika) und an die „Petite Côte”, den Sandstrand am Atlantik südlich von Dakar, runden die Reise ab.

Möglich wird diese Reise dank zweier Kooperationen: mit dem Verein AfricAvenir International e.V., dessen Internet-Portal eine Plattform für afrikanische und diasporische Perspektiven bietet und dessen Mitglieder die Reise leiten: im Februar Eric van Grasdorff, im Dezember Hanna Prenzel; sowie der Kooperation mit Madjiguène Cissé, der Leiterin des senegalesischen Frauennetzwerks REFDAF; sie wurde Ende der 1990er Jahre als Sprecherin der Migrantenbewegung der „sans papiers” („Papierlosen”) in Frankreich auch bei uns bekannt; 1998 erhielt sie in Berlin die Carl-von-Ossietzky-Medaille der Internationalen Liga für Menschenrechte.

Wahlkundgebung von "Y'en a marre" zur Abwahl von Präsident Wadé, Frühjahr 2012 in Dakar   Bild: Archiv