Mit der Beteiligung des Bundes an der Commerzbank werden die Steuerzahler unfreiwillig Bankbesitzer. Die Verstaatlichung stößt bei Linken auf Skepsis.von Nicola Liebert
Das war doch mal ein Schnäppchen. 18 Milliarden Euro für 25 Prozent eines Unternehmens, daß an der Börse weniger als vier Milliarden Wert ist. Respekt! :-)
18.01.2009 19:12 Uhr
von Derek:
Woher resultieren die enormen Defizite die von vielen Banken ausgewiesen werden? Wer da glaubt das Kriege wo auch immer sie stattfinden ordentlich kalkuliert und finanziert werden, gibt sich doch etwas zu blauäugig. Nicht nur im Kongo wird der Krieg mit Blutdiamanten und Coltan finanziert. Auch die Länder (USA,Israel etc.),die sich als human titulieren, finanzieren ihre Eskapaden nicht seriös sondern durch den naiven Glauben der Bürger, die an Stabilität ihrer Währungen und ethische Grundsätze glauben. Um dem einen Riegel vorzuschieben, sollten die Pleitebanken gegen Geringes aufgekauft und nach Grundsätzen der Ethik und Nachhaltikeit in Verantwortung der Parlamentarier betrieben werden, da die bisherigen Verantwortlichen sich in unentschuldbarer Weise an den Volksvermögen vergangen haben. Die dadurch frei werdenden Mittel können sinnvoll z.B. in Lehre und Forschung investiert werden, was übrigens keine Vererbung auf die kommenden Generationen bedeutet, sondern eine notwendige Investition in die Zukunft. Wir sind kein Rohstoff reiches Land und imperialistisches Gehabe steht uns nicht gut zu Gesicht. Bush ist auch daran gescheitert und nicht nur an seinem eigenen Interlekt. Wünschen wir dem neuen Präsidenten die Weisheit die erforderlich ist sich selbst richtig zu erkennen.
10.01.2009 19:11 Uhr
von Martin Wöhrle:
Überall in den Blättern stößt man derzeit auf die "Kreditklemme". Auch in dem Artikel wird das unkommentiert zitiert. Aber weder bei euch noch sonstwo habe ich dazu mal Zahlen gesehen: Wieviele Kredite werden denn abgewiesen? Und wieviele davon wiederum sinnigerweise, denn gerade die übermäßige Vergabe von Krediten (bzw. Hypotheken) war ja wohl der Kern des aktuellen Übels. Muss man sich das so vorstellen: Ein Journalist hat mal davon gehört, und weil es plausibel klingt, schreiben es seither alle anderen? Mir jedenfalls scheint es fast so.
10.01.2009 18:29 Uhr
von Karl Ilnyzckyj:
Würde man der neoliberalen Doktrin der Chicagoer Schule folgen, dann müssten die Commerzbank und noch viele andere eigentlich den Weg von Lehman Brothers gehen. Aber die Erfahrung zeigt, dass der Kapitalismus bei der Bedrohung seiner Existenz sehr anpassungsfähig ist. Der Turbokapitalismus der heute vor dem Bankrott steht, folgte vor 30 Jahren auf den keynesianischen. Wie wird es weitergehen? Die Neoliberalen sind noch an der Macht und versuchen, die Verlusste an die Steuerzahler weiter zu geben. Müssen wir uns das wehrlos gefallen lassen?
10.01.2009 17:27 Uhr
von Schulz:
Liest sich doch richtig gut. Endlich kann jeder fuer 6 Euro Aktionaer werden. Ausserdem sind die internat. Abenteuer vorhanden. Wieviel kostet ein Girokonto? Im Vergleich zur N....Bank, welche Testiger ist und gleich am Waffenhaendler liegt, aber nur 2 Schulbanken besetzt und eine Kinderservicekarte anbietet... muss man schon mal CommerzKohle heissen.
10.01.2009 15:21 Uhr
von mensch meier:
Der Börsenrestwert ist doch gar kein Maßstab für den Gesamtwert mehr. Der Bund hat der Bank einen Kredit von rund 20 Mrd gegeben. Dafür sind Zinsen zu zahlen. Außerdem wurde ein Viertel der Aktien durch "Kauf" der Neuemission übernommen.
All das ist doch schon in den Börsenwert eingeflossen!
Es herrscht dort also die allg. Einschätzung, die Bank ist sowohl in der Lage die Summe zurückzuzahlen als auch dann noch zusätzliche 3,5 Mrd. wert.
Zu Kritisieren ist höchstens, dass der Bund das Risiko eingeht, die ganannte Summe bei einer Pleite der Bank zu verlieren. Nun, genau dieses Risiko abzudecken war ja Sinn der gesamten Finanzmarktrettungsaktion...
10.01.2009 14:50 Uhr
von Ottisimo:
...nix als Flickschusterei!
10.01.2009 13:51 Uhr
von flömpi:
so ist sie, unsere kapitalistische gesellschaft. den staat so weit wir möglich auf distanz halten und wenns kracht dann um hilfe flehen. unsere tolle regierung macht das natürlich mit - selbstverständlich auf kosten der bürger. das geld wird wohl zur abzahlung fauler kredite und wertpapiere dienen - also faktisch in den sand gesetzt-, es sei denn die regierung sollte 2 kompetente aufsichtsratmitglieder stellen, die darauf achten, dass das geld zur sanierung des konzerns genutzt wird. sicher ist jedoch, dass es wohl ein verschenktes geldgeschenk sein wird, da die abzahlung dieses geldes jahrzenhnte dauern dürfte, und der staat wohl irgendwann die schulden erlässt - oder zumindest die zinsen.
10.01.2009 11:44 Uhr
von David Großfuss:
Gute Nacht Commerzbank!!! Wenn sich Nichtskönner und Laienchauspieler denen nichts anderes mehr übrig bleibt als sich im öffentlichen Dienst und der Politik zu verstecken, weil sie in der freien Wirtschaft, oftmals trotz Studium, keine Chance haben, bestenfalls als Lobbyistenknecht in diversen Nebentätigkeiten (amtsbedingt), mal eben als Banker ausprobieren, sollte eigentlich klar sein was dabei herauskommt. Bsp. Landesbank Berlin, die Hauptstadt wird über Jahrhunderte aus den Schulden nicht mehr raus kommen und Landowsky beschwerte sich noch über eine Bewährungsstrafe, Unrechtsbewußtsein null Komma null, der Steuerzahler und Wähler kann's ja blechen. Weiter so armes Deutschland!
10.01.2009 03:45 Uhr
von Jack Salinger:
Witzig: Die betrogenen Betrüger wollen nun die betrogenen Betrüger kontrollieren. Und wie soll das weitergehen?
10.01.2009 00:20 Uhr
von vic:
Ach ich mag nicht mehr. Ich muss jede Niete stützen, doch wer stützt mich?
09.01.2009 17:54 Uhr
von Marion Manneck:
Eine Korrektur. Angeblicher Wert der Commerzbank zwischen 400 Millionen und 4 Milliarden Euro.
09.01.2009 17:51 Uhr
von Marion Manneck:
So wie sich der Artikel liest, macht die Bundesregierung mit unseren Steuergeldern ein sehr schlechtes Geschäft. Angeblich ist die Commerzbank derzeit 40 Milliarden Euro Wert. Nach den Geldern die schon geflossen sind, müsste die Commerzbank mit der Dresdener Bank in 100 %igem Staatsbesitz sein. Die Rückzahlung samt Zinsen sollte auf keinen Fall ein Minusgeschäft sein.
09.01.2009 17:40 Uhr
von Juergen:
70 Jobs für 400 Mio (taz Artikel : Allianz Manager Bonus)
Mir wäre lieber: 1 Mio Jobs a 400 Euro
Falls es helfen sollte: Es wäre mir entschieden lieber.
Leserkommentare
16.08.2009 11:03 Uhr
von Gisela Schmidt:
Das war doch mal ein Schnäppchen. 18 Milliarden Euro für 25 Prozent eines Unternehmens, daß an der Börse weniger als vier Milliarden Wert ist. Respekt! :-)
18.01.2009 19:12 Uhr
von Derek:
Woher resultieren die enormen Defizite die von vielen Banken ausgewiesen werden?
Wer da glaubt das Kriege wo auch immer sie stattfinden ordentlich kalkuliert und finanziert werden, gibt sich doch etwas zu blauäugig.
Nicht nur im Kongo wird der Krieg mit Blutdiamanten und Coltan finanziert. Auch die Länder (USA,Israel etc.),die sich als human titulieren, finanzieren ihre Eskapaden nicht seriös sondern durch den naiven Glauben der Bürger, die an Stabilität ihrer Währungen und ethische Grundsätze glauben.
Um dem einen Riegel vorzuschieben, sollten die Pleitebanken gegen Geringes aufgekauft und nach Grundsätzen der Ethik und Nachhaltikeit in Verantwortung der Parlamentarier betrieben werden, da die bisherigen Verantwortlichen sich in unentschuldbarer Weise an den Volksvermögen vergangen haben. Die dadurch frei werdenden Mittel können sinnvoll z.B. in Lehre und Forschung investiert werden, was übrigens keine Vererbung auf die kommenden Generationen bedeutet, sondern eine notwendige Investition in die Zukunft. Wir sind kein Rohstoff reiches Land und imperialistisches Gehabe steht uns nicht gut zu Gesicht. Bush ist auch daran gescheitert und nicht nur an seinem eigenen Interlekt. Wünschen wir dem neuen Präsidenten die Weisheit die erforderlich ist sich selbst richtig zu erkennen.
10.01.2009 19:11 Uhr
von Martin Wöhrle:
Überall in den Blättern stößt man derzeit auf die "Kreditklemme". Auch in dem Artikel wird das unkommentiert zitiert. Aber weder bei euch noch sonstwo habe ich dazu mal Zahlen gesehen: Wieviele Kredite werden denn abgewiesen? Und wieviele davon wiederum sinnigerweise, denn gerade die übermäßige Vergabe von Krediten (bzw. Hypotheken) war ja wohl der Kern des aktuellen Übels. Muss man sich das so vorstellen: Ein Journalist hat mal davon gehört, und weil es plausibel klingt, schreiben es seither alle anderen? Mir jedenfalls scheint es fast so.
10.01.2009 18:29 Uhr
von Karl Ilnyzckyj:
Würde man der neoliberalen Doktrin der Chicagoer Schule folgen, dann müssten die Commerzbank und noch viele andere eigentlich den Weg von Lehman Brothers gehen.
Aber die Erfahrung zeigt, dass der Kapitalismus bei der Bedrohung seiner Existenz sehr anpassungsfähig ist.
Der Turbokapitalismus der heute vor dem Bankrott steht, folgte vor 30 Jahren auf den keynesianischen.
Wie wird es weitergehen?
Die Neoliberalen sind noch an der Macht und versuchen, die Verlusste an die Steuerzahler weiter zu geben.
Müssen wir uns das wehrlos gefallen lassen?
10.01.2009 17:27 Uhr
von Schulz:
Liest sich doch richtig gut.
Endlich kann jeder fuer 6 Euro Aktionaer werden.
Ausserdem sind die internat. Abenteuer vorhanden.
Wieviel kostet ein Girokonto?
Im Vergleich zur N....Bank, welche Testiger ist und gleich am Waffenhaendler liegt, aber nur 2 Schulbanken besetzt und eine Kinderservicekarte anbietet... muss man schon mal CommerzKohle heissen.
10.01.2009 15:21 Uhr
von mensch meier:
Der Börsenrestwert ist doch gar kein Maßstab für den Gesamtwert mehr.
Der Bund hat der Bank einen Kredit von rund 20 Mrd gegeben. Dafür sind Zinsen zu zahlen.
Außerdem wurde ein Viertel der Aktien durch "Kauf" der Neuemission übernommen.
All das ist doch schon in den Börsenwert eingeflossen!
Es herrscht dort also die allg. Einschätzung, die Bank ist sowohl in der Lage die Summe zurückzuzahlen als auch dann noch zusätzliche 3,5 Mrd. wert.
Zu Kritisieren ist höchstens, dass der Bund das Risiko eingeht, die ganannte Summe bei einer Pleite der Bank zu verlieren. Nun, genau dieses Risiko abzudecken war ja Sinn der gesamten Finanzmarktrettungsaktion...
10.01.2009 14:50 Uhr
von Ottisimo:
...nix als Flickschusterei!
10.01.2009 13:51 Uhr
von flömpi:
so ist sie, unsere kapitalistische gesellschaft. den staat so weit wir möglich auf distanz halten und wenns kracht dann um hilfe flehen. unsere tolle regierung macht das natürlich mit - selbstverständlich auf kosten der bürger. das geld wird wohl zur abzahlung fauler kredite und wertpapiere dienen - also faktisch in den sand gesetzt-, es sei denn die regierung sollte 2 kompetente aufsichtsratmitglieder stellen, die darauf achten, dass das geld zur sanierung des konzerns genutzt wird. sicher ist jedoch, dass es wohl ein verschenktes geldgeschenk sein wird, da die abzahlung dieses geldes jahrzenhnte dauern dürfte, und der staat wohl irgendwann die schulden erlässt - oder zumindest die zinsen.
10.01.2009 11:44 Uhr
von David Großfuss:
Gute Nacht Commerzbank!!!
Wenn sich Nichtskönner und Laienchauspieler denen nichts anderes mehr übrig bleibt als sich im öffentlichen Dienst und der Politik zu verstecken, weil sie in der freien Wirtschaft, oftmals trotz Studium, keine Chance haben, bestenfalls als Lobbyistenknecht in diversen Nebentätigkeiten (amtsbedingt), mal eben als Banker ausprobieren, sollte eigentlich klar sein was dabei herauskommt. Bsp. Landesbank Berlin, die Hauptstadt wird über Jahrhunderte aus den Schulden nicht mehr raus kommen und Landowsky beschwerte sich noch über eine Bewährungsstrafe, Unrechtsbewußtsein null Komma null, der Steuerzahler und Wähler kann's ja blechen.
Weiter so armes Deutschland!
10.01.2009 03:45 Uhr
von Jack Salinger:
Witzig: Die betrogenen Betrüger wollen nun die betrogenen Betrüger kontrollieren. Und wie soll das weitergehen?
10.01.2009 00:20 Uhr
von vic:
Ach ich mag nicht mehr.
Ich muss jede Niete stützen, doch wer stützt mich?
09.01.2009 17:54 Uhr
von Marion Manneck:
Eine Korrektur.
Angeblicher Wert der Commerzbank zwischen 400 Millionen und 4 Milliarden Euro.
09.01.2009 17:51 Uhr
von Marion Manneck:
So wie sich der Artikel liest, macht die Bundesregierung mit unseren Steuergeldern ein sehr schlechtes Geschäft.
Angeblich ist die Commerzbank derzeit 40 Milliarden Euro Wert. Nach den Geldern die schon geflossen sind, müsste die Commerzbank mit der Dresdener Bank in 100 %igem Staatsbesitz sein.
Die Rückzahlung samt Zinsen sollte auf keinen Fall ein Minusgeschäft sein.
09.01.2009 17:40 Uhr
von Juergen:
70 Jobs für 400 Mio
(taz Artikel : Allianz Manager Bonus)
Mir wäre lieber:
1 Mio Jobs a 400 Euro
Falls es helfen sollte:
Es wäre mir entschieden lieber.