Sie war mutig, mächtig und sie hatte einmal viele Mitglieder. Bevor sie verschwindet: Zehn gefühlte und nicht-realpolitische Gründe, weshalb die SPD als Volkspartei bleiben muss.von Natalie Tenberg
Die SPD war immer von Flügelkämpfen geprägt. Aber sie hatte markante und teilweise sogar große Köpfe. Die hat sie jetzt nicht mehr. Die letzte markante Figur in der SPD war Schröder, nur hat der ein kaum zu kittendes Chaos in der SPD hinterlassen. Die Berliner Führung hat er mit seinen auf Blairs New Economy getrimmten Gefolgsleuten besetzt, die haben jedoch kaum Rückhalt an der Basis und insbesondere nicht in den Landesbezirken. Dort sitzen die alten Malocher, denen das Gestelze der Zentrale stinkt. Und deswegen läuft die Basis in Scharen zur Linken über und der SPD fehlen die Köpfe und wegen ihrer Zerissenheit ein parteiintern akzeptiertes Konzept, diesen Trend zu wenden. Ob Steinmeier den Karren aus dem Dreck ziehen kann, wenn der die SPD als rosa angehauchte CDU verkaufen will, darf bezweifelt werden.
24.06.2008 10:05 Uhr
von Stefan Notter:
Ich persönlich bin gegen den Verkauf von Teilen der DB. Laut Umfragen die Mehrheit der Bevölkerung auch. Die Mehrheit der Parteimitglieder ist dagegen.
Im Bundestag stimmt die ?PD dafür !
Warum soll ich sie wählen? Vielleicht geht es anderen genauso?
24.06.2008 01:46 Uhr
von vic:
Eine SPD mit Steinmeier am Ruder ist eine Alternative für Merkelwähler. Mehr aber auch nicht. "you better start swimming or you sink like a stone-´couse the times they are a changin´" Die SPD vergaß rechtzeitig zu schwimmen.
23.06.2008 22:40 Uhr
von Robert Meyer:
Es gibt 1000 gute Gründe die nächsten hundert Jahre lang keine SPD mehr zu wählen. Doch wenn die Sozialdemokratie in vielen ostdeutschen Kreisen unter 10 Prozent rutscht, dann gibt es für Kurt Beck, die Nummer 1 auf dem Feld, nur einen Weg:Die Nullnummer bei der Bundestagswahl 2009 verhindern und abzutreten.
23.06.2008 20:13 Uhr
von DerSozialist:
Insgesamt eher eine gefühlte Glosse, denn ein gescheiter Beitrag. Lediglich letzter Punkt des Beitrags verdient eine ernsthafte Betrachtung. Sicher, die SPD stimmte der Kriegskreditbewilligung 1914 zu. Dies war aber zugleich Ursache für eine Abspaltung zu einer USPD im Jahre 1917. Diese wiederum war Sediment für die Gründung einer KPD. Die SPD war nach dem 1.Weltkrieg als "gespaltene" Arbeiterbewegungspartei Reparationszahlungsregierung in einer parlamentarisch-demokratischen Weimarer Republik. Während das gutbürgerliche Zentrum und die aufkommende Rechte entweder die Monarchie wiederherstellen oder einem italienischen Faschismus nacheifern wollte, hat sich eine KPD lediglich mit Revolutionsphantasien beschäftigt. Die Kärrnerarbeit der zarten Pflanze Demokratie unter schlechten Rahmenbedingungen aber blieb allein der SPD vorbehalten. Dies hat sie historisch betrachtet bis zur Rede von Otto Wels in der Kroll-Oper und später noch in der Illegalität verdienstvoll unternommen.
Evtl. bleibt es unserer Generation zur Aufgabe gestellt, die "alte Tante" SPD auf eine neue, sozialistische Grundlage zu stellen.
Leserkommentare
24.06.2008 17:08 Uhr
von B. Schwerer:
Die SPD war immer von Flügelkämpfen geprägt. Aber sie hatte markante und teilweise sogar große Köpfe. Die hat sie jetzt nicht mehr. Die letzte markante Figur in der SPD war Schröder, nur hat der ein kaum zu kittendes Chaos in der SPD hinterlassen. Die Berliner Führung hat er mit seinen auf Blairs New Economy getrimmten Gefolgsleuten besetzt, die haben jedoch kaum Rückhalt an der Basis und insbesondere nicht in den Landesbezirken. Dort sitzen die alten Malocher, denen das Gestelze der Zentrale stinkt. Und deswegen läuft die Basis in Scharen zur Linken über und der SPD fehlen die Köpfe und wegen ihrer Zerissenheit ein parteiintern akzeptiertes Konzept, diesen Trend zu wenden. Ob Steinmeier den Karren aus dem Dreck ziehen kann, wenn der die SPD als rosa angehauchte CDU verkaufen will, darf bezweifelt werden.
24.06.2008 10:05 Uhr
von Stefan Notter:
Ich persönlich bin gegen den Verkauf von Teilen der DB.
Laut Umfragen die Mehrheit der Bevölkerung auch.
Die Mehrheit der Parteimitglieder ist dagegen.
Im Bundestag stimmt die ?PD dafür !
Warum soll ich sie wählen?
Vielleicht geht es anderen genauso?
24.06.2008 01:46 Uhr
von vic:
Eine SPD mit Steinmeier am Ruder ist eine Alternative für Merkelwähler. Mehr aber auch nicht.
"you better start swimming or you sink like a stone-´couse the times they are a changin´"
Die SPD vergaß rechtzeitig zu schwimmen.
23.06.2008 22:40 Uhr
von Robert Meyer:
Es gibt 1000 gute Gründe die nächsten hundert Jahre lang keine SPD mehr zu wählen. Doch wenn die Sozialdemokratie in vielen ostdeutschen Kreisen unter 10 Prozent rutscht, dann gibt es für Kurt Beck, die Nummer 1 auf dem Feld, nur einen Weg:Die Nullnummer bei der Bundestagswahl 2009 verhindern und abzutreten.
23.06.2008 20:13 Uhr
von DerSozialist:
Insgesamt eher eine gefühlte Glosse, denn ein gescheiter Beitrag. Lediglich letzter Punkt des Beitrags verdient eine ernsthafte Betrachtung. Sicher, die SPD stimmte der Kriegskreditbewilligung 1914 zu. Dies war aber zugleich Ursache für eine Abspaltung zu einer USPD im Jahre 1917. Diese wiederum war Sediment für die Gründung einer KPD. Die SPD war nach dem 1.Weltkrieg als "gespaltene" Arbeiterbewegungspartei Reparationszahlungsregierung in einer parlamentarisch-demokratischen Weimarer Republik. Während das gutbürgerliche Zentrum und die aufkommende Rechte entweder die Monarchie wiederherstellen oder einem italienischen Faschismus nacheifern wollte, hat sich eine KPD lediglich mit Revolutionsphantasien beschäftigt.
Die Kärrnerarbeit der zarten Pflanze Demokratie unter schlechten Rahmenbedingungen aber blieb allein der SPD vorbehalten. Dies hat sie historisch betrachtet bis zur Rede von Otto Wels in der Kroll-Oper und später noch in der Illegalität verdienstvoll unternommen.
Evtl. bleibt es unserer Generation zur Aufgabe gestellt, die "alte Tante" SPD auf eine neue, sozialistische Grundlage zu stellen.