Dossier tazkongress

Schäuble und Trittin beim taz-Kongress

Grüne Publikumsbeschimpfung

Auf die Frage "Wer hat Angst vor Schwarz-Grün?" reagieren Innenminister Schäuble und Grünen-Spitzenkandidat Trittin so, als beträfe es sie nicht. VON ULRIKE WINKELMANN

Dieser Artikel ...

ist mir was wert!
  • 04.04.2011 19:13 Uhr:

    von Jasmin Pohler:

    Zu Tim Peters: Jemanden, der durch ein Attentat im Rollstuhl sitzt, paranoiden, kranken Sicherheitswahn zu unterstellen, weist in meinen Augen nicht gerade auf geistige Größe hin.

  • 04.04.2011 19:13 Uhr:

    von Northsea:

    Konnte leider nicht dabei sein, habe aber gehört, dass der Kongress auch auf hobnox.com zu sehen ist. Habe gerade mal nachgeschaut und es stimmt. Für alle, die den Kongress auch verpasst haben: tv.hobnox.com ...

  • 04.04.2011 19:13 Uhr:

    von peter kelczynski:

    innerhalb des marktes der möglichkeiten im herrschenden system des glaubens an das unendliche wachstum bleibt der rote faden sichtbar. die grünen bieten lediglich einen grünen tupfer darin. grüne teilnahme an regierungsverantwortung auf der platt(sic!)form der ganzen gegenwärtigen wirtschaftsideologie, die probleme von heute erzeugt hat, ist nur bedingt hilfreich. es braucht noch radikalere franz walters! Peter Kelczynski Koppel 24 20099 Hamburg St. Georg 040 280 30 24 0170 706 39 92 peteke.wordpress.com www.netvibes.com/peteke

  • 04.04.2011 19:13 Uhr:

    von Markus Nagler:

    Rot-grün und vielleicht irgendwann rot-rot-grün sind die einzigen Optionen, mit denen sich alle Beteiligten halbwegs wohlfühlen. Aber wenn die Wähler dieser Option nicht den nötigen Rückhalt geben, dann muss selbstverständlich versucht werden, Grüne Inhalte in einer Ampel oder Schwarz-Grün umzusetzen. Vielleicht geht es nicht. Aber alles andere als ein ernsthafter Versuch wäre feige und verantwortungslos. Ihre Wähler verpflichten die Partei (alle Parteien) zu einem Versuch, ihr Programm auch dann umzusetzen, wenn es richtig weh tut.

  • 04.04.2011 19:13 Uhr:

    von vic:

    Herr Trittin, wenn "etwas anderes nicht geht", dann geht man in Opposition. Und niemals mit der CDU unter die Decke.

  • 11.02.2011 17:51 Uhr:

    von Christian Lugerth:

    Schwarz - grün küchenpsychologisch betrachtet: der wilde Sohnemann, der damals Papis BMW 2002 bekifft in den Strassengraben gekutscht hat, wird in Ehren wieder aufgenommen, um das runtergekommene Familienunternehmen "Bürgerlichkeit" zu retten. Passt scho. "Erst kommt das Fressen und dann die Moral." Das dies sogar einem Parteienforscher (bestimmt Hartz IV gepeinigt) inzwischen auffällt. Ein zynisches Chapeau der sich auflösenden "Arbeiterklasse" sei ihm gewiß.

  • 11.02.2011 17:51 Uhr:

    von vic:

    Herr Trittin, wenn "etwas anderes nicht geht", dann geht man in Opposition. Und niemals mit der CDU unter die Decke.

  • 21.04.2009 18:01 Uhr:

    von Felix Guthammer:

    Ich habe ein anderes Problem als schwarz-grün oder pink-lila: Ich kann ‘die Linke’ nicht wählen: a) zu viele selbstgerechte Linke und Stasileute b)Lafontaine’s Ego. Ich kann aber auch die SPD nicht wählen: a)sie sind wie New Labour, hinken nur etwas hinterher b) Steinmeier hat Murat Kurnaz’ Aufenthalt in Guantanamo verlängert. Die CDU und FDP kann ich sowieso nicht wählen (meine soziale Restverantwortung - trotz Blümchen, Leutheuser-Schnarrenberger oder Baum). Bleiben die Grünen. Anstatt gemeinsam Schröder über Afghanistan im Regen stehen zu lassen, haben sie sich über den Tisch ziehen lassen. Sie sind als Tiger gesprungen und als Bettvorleger gelandet. Sie haben sich sehr billig verkauft und AKW’s gibts immer noch. Noch einmal tue ich mir das nicht an. Ich wähle diesmal gar nicht, sondern engagiere mich stattdessen bei NGO’s oder was früher mal Basis-Bewegung hieß. Mit anderen Worten: Die Linke hat ein massives Vertrauensproblem.

  • 21.04.2009 15:53 Uhr:

    von Tim Peters:

    "Warum sollte ein Rollstuhlfahrer keine Paranoia haben dürfen/können? " Das ist gar nicht die Frage. Es geht auch nicht um den Rollstuhl. Es geht darum, ob jemand mit einer so ausgeprägten Paranoia ein Ministeramt inne haben sollte. Ich meine nein.

  • 21.04.2009 12:45 Uhr:

    von Mirko:

    Wieso soll eigentlich nur Rot-Grün gehen? Die SPD ist doch genauso zerrissen wie die CDU. Letztendlich verfolgen doch der konservativ-bürgerliche Teil der CDU/CSU und der "soziale" Teil der SPD ähnliche Ziele: Sicherheit für den "kleinen Mann", Familien, etc. So ungern ich Schäuble zustimme: Innerhalb der Parteien sind die Flügel weitaus weiter auseinander als zwischen den Parteien. Inhaltlich wäre eine Koalition aus Linken und bodenständigen CDU-Teilen genauso möglich wie eine zwischen dem eher neoliberalen SPD-Flügel (Münte & Co.) und FDP. Es würde nur niemand zugeben, weil man die längst nicht mehr zutreffenden Klischee-Lager für den Wahlkampf braucht (oder das zumindest glaubt). Und wenn ich die Kommentare hier lese, scheint das alte Image ja irgendwie sogar zu funktionieren... Ach ja, zu Schäuble: Warum sollte ein Rollstuhlfahrer keine Paranoia haben dürfen/können? Inwiefern das Attentat mit Schäubles paranoid wirkenden Entscheidungen zu tun hat, mag ich nicht beurteilen. Vielleicht liegt's ja auch an irgendwelchen Geheimdienstinfos (die natürlich Kohle und Arbeit haben wollen...) oder seiner Kindheit. Da ich aber nicht mit ihm sondern ggf. mit seinen Entscheidungen leben muss, interessiert mich das Was mehr als das Warum.

  • 20.04.2009 17:21 Uhr:

    von Tim Peters:

    @Jasmin Pohler Wenn man mal unemotional an die Sache herangeht, ist es offensichtlich, dass dieser Sicherheitswahn vorhanden ist. Dass Schäuble in dieser, natürlich menschlich sehr schlimmen, Situation Innenminister ist, ist das Problem an der ganzen Sache. Er überträgt sein persönliches, schlimmes Schicksal auf seinen Beruf und versucht zum größten Teil sich selber zu schützen, in dem er uns alle überwacht.

  • 20.04.2009 15:08 Uhr:

    von Ben:

    @Dennis: ne, is klar... 6 Parteien im Parlament warten, bis bei den anderen 5 "die notwendigen Erkenntnisprozesse zufriedenstellend absolviert sind", und so lange wird eben die nächsten 20, 30, 100 Jahre nicht regiert und die Politik ist nur mit sich selbst beschäftigt.

  • 20.04.2009 14:59 Uhr:

    von thd:

    Also mich würde ja interessieren, was die Überschrift mit dem Artikelinhalt zu tun hat - war es doch allem Anschein nach Herr Walter, der die Publikumsbeschimpfung von sich gab - und kein/e Grünen-Politiker/in Andererseits - "Walters Publikumsbeschimpfung" klingt natürlich längst nicht so fetzig wie der Originaltitel. Und, wenn man den Artikel wirklich liest, weiß man dann ja auch, was wirklich passiert ist, ne? Ein Schelm, wer dabei "Sensationslust" denkt...

  • 20.04.2009 12:00 Uhr:

    von Jasmin Pohler:

    Zu Tim Peters: Jemanden, der durch ein Attentat im Rollstuhl sitzt, paranoiden, kranken Sicherheitswahn zu unterstellen, weist in meinen Augen nicht gerade auf geistige Größe hin.

  • 20.04.2009 11:00 Uhr:

    von Dennis:

    Gehen die Grünen jetzt in eine Regierung (mit wem auch immer) werden sie sich zwangsläufig in einem ihrer maßgeblichen Politikfelder unglaubwürdig machen müssen - je nach Partner verschieden. Das hat nichts mit Verantwortung zu tun. Verantwortlich wäre es sich seine Glaubwürdigkeit zu erhalten um parat zu stehen wenn in SPD, PDL (oder von mir aus auch notfalls CDU) die notwendigen Erkenntnisprozesse zufriedenstellend absolviert sind. Das dies nicht jedem Grünling der evtl. schon auf einen Posten als Mitarbeiter oder sonstwas für 2009 geschielt hat gefällt interessiert die Mehrheit der Partei nicht die Bohne. Hoffe ich.

  • 20.04.2009 10:38 Uhr:

    von Martin:

    Würde es um Inhaltsschnittmengen gehen, käme als realistische Option für Rot, Grün und Rot nur Rot-grün-rot in Frage.

  • 20.04.2009 09:57 Uhr:

    von Northsea:

    Konnte leider nicht dabei sein, habe aber gehört, dass der Kongress auch auf hobnox.com zu sehen ist. Habe gerade mal nachgeschaut und es stimmt. Für alle, die den Kongress auch verpasst haben: tv.hobnox.com ...

  • 20.04.2009 00:48 Uhr:

    von Tim Peters:

    Ich war auf dem Kongress und fande es super toll, großes Lob erstmal an die taz. Bei dieser Veranstaltung allerdings fragte ich mich, warum ihr als kritisches Medium Schäubles paranoiden, kranken Sicherheitswahn mittragt und es zulasst, dass vom BND, BKA oder wer auch immer das veranlasst hat, den Saal komplett räumen lasst, damit dort nach Sprengsätzen, Atombomben und ähnlichem gefahndet werden kann. Und anschließend müssen alle ihre Taschen, Jacken, Wasserflaschen und Laptops abgeben. Das finde ich echt nicht lustig und ich war kurz davor den Kongress an dieser Stelle zu verlassen. Da ich aber extra mein Stasi 2.0 T-Shirt anhatte, wollte ich das natürlich demonstrativ in der 1. Reihe zur Schau stellen. Zum Thema: Ich sehe keinerlei Möglichkeit mit der CDU in absehbarer Zeit zu koalieren. Wenn man sich schon Schäuble als Gesprächspartner holt, sollte mnan auch das Thema der inneren Sicherheit ausführlich diskutieren und nicht nur kurz die Onlinedurchsuchung anstreifen. Klar, dass Trittin da nicht viel zu sagt. Es ist doch ganz einfach: die Grünen wollen die Freiheit, die CDU will mehr über die Bürger wissen, als sie es selbst tun. Diese perfide, antidemokratische Ansichten, die insbesondere Schäuble vertritt in so einer Diskussion kaum zu beachten ist fatal. Fazit: nächstes mal entweder mit einem anderen CDU Mensch, oder mit einem Schäuble ohne BND, BKA und kranke Sicherheitsvorkehrungen.

  • 20.04.2009 00:10 Uhr:

    von peter kelczynski:

    innerhalb des marktes der möglichkeiten im herrschenden system des glaubens an das unendliche wachstum bleibt der rote faden sichtbar. die grünen bieten lediglich einen grünen tupfer darin. grüne teilnahme an regierungsverantwortung auf der platt(sic!)form der ganzen gegenwärtigen wirtschaftsideologie, die probleme von heute erzeugt hat, ist nur bedingt hilfreich. es braucht noch radikalere franz walters! Peter Kelczynski Koppel 24 20099 Hamburg St. Georg 040 280 30 24 0170 706 39 92 peteke.wordpress.com www.netvibes.com/peteke

  • 19.04.2009 23:35 Uhr:

    von Christian Lugerth:

    Schwarz - grün küchenpsychologisch betrachtet: der wilde Sohnemann, der damals Papis BMW 2002 bekifft in den Strassengraben gekutscht hat, wird in Ehren wieder aufgenommen, um das runtergekommene Familienunternehmen "Bürgerlichkeit" zu retten. Passt scho. "Erst kommt das Fressen und dann die Moral." Das dies sogar einem Parteienforscher (bestimmt Hartz IV gepeinigt) inzwischen auffällt. Ein zynisches Chapeau der sich auflösenden "Arbeiterklasse" sei ihm gewiß.

  • 19.04.2009 23:08 Uhr:

    von D.R.:

    @h.h. Berlin oder doch Bonn?

  • 19.04.2009 22:11 Uhr:

    von Markus Nagler:

    Rot-grün und vielleicht irgendwann rot-rot-grün sind die einzigen Optionen, mit denen sich alle Beteiligten halbwegs wohlfühlen. Aber wenn die Wähler dieser Option nicht den nötigen Rückhalt geben, dann muss selbstverständlich versucht werden, Grüne Inhalte in einer Ampel oder Schwarz-Grün umzusetzen. Vielleicht geht es nicht. Aber alles andere als ein ernsthafter Versuch wäre feige und verantwortungslos. Ihre Wähler verpflichten die Partei (alle Parteien) zu einem Versuch, ihr Programm auch dann umzusetzen, wenn es richtig weh tut.

  • 19.04.2009 20:16 Uhr:

    von Skaninchen:

    Also nach meiner Sicht hat sich die SPD doch auch schon spaetestens seit Schroeder als kleine Kopie der Union erwiesen und ist fuer mich genau so wenig ein Koalitionspartner... Naja... inziwschen heisst es doch auch Qual der Wahl (wen waehl ich, wer baut die wenigste Scheisse).. Vertrauen in die Politik adde!

  • 19.04.2009 18:12 Uhr:

    von Sebastian Christoffer:

    Die SPD und vielleicht noch die Linkspartei sind die einzigen Koalitionspartner für die Grünen - es sei denn, sie wollen sich lächerlich machen.

  • 19.04.2009 17:10 Uhr:

    von H.H:

    Kinder wie die Zeit vergeht. Wie recht hat dieser Franz Walter, wenn er diese Klientel maßnimmt. Übrigens, ein solcher Satz in der damaligen "taz": "Wobei ein Blick auf diejenigen, die dem demonstrativ ungepflegten Politologen am Pult zustimmten, allerdings unterschiedliche Motivationen nahelegte." "Demonstrativ, ungepflegte Politologe". Erinnert sich noch jemand an den erbärmlichen, äußerlichen Eindruck den diese Parteifunktionäre der Grünen bei ihrem ersten Auftritt im Bundestag hinterließen? Im Abgeordnetenhaus von Berlin? Alles so widerlich.

  • 19.04.2009 17:00 Uhr:

    von vic:

    Herr Trittin, wenn "etwas anderes nicht geht", dann geht man in Opposition. Und niemals mit der CDU unter die Decke.

Ihr Name:*

Email:*

Kommentar:*

Bitte geben Sie hier das Wort ein, das im Bild angezeigt wird. Dies dient der Spamvermeidung Wenn Sie das Wort nicht lesen konnten, bitte hier klicken.

CAPTCHA Bild zum Spamschutz

Wenn Sie auf "Abschicken" klicken, wird ihr Kommentar ohne weitere Bestätigung an taz.de verschickt. Er wird veröffentlicht, sobald ein Redakteur ihn freigeschaltet hat. taz.de behält sich vor, beleidigende, rassistische oder aus ähnlichen Gründen unangemessene Beiträge nicht zu publizieren.

*Pflichtfelder