Warum kommt Rainer Langhans immer mit den Themen an die Öffentlichkeit, die nicht besonders spannend sind? Er sagt: Weil man ihn immer danach fragt. VON PETER UNFRIED
Ein taz.de-Dossier von 2008 anlässlich des 40. Jahrestages.
Das Jahr 1968 steht für einen immensen gesellschaftlichen Wandel – weltweit. Doch der damalige Traum von einer sozialistischen Revolution blieb im wirklichen Leben auf eine Revolte beschränkt. Vielleicht auch, weil die Hoffnungen der Studenten, die "Proletarier" für ihren Traum vom Sozialismus zu gewinnnen, nicht in Erfüllung ging, nur ein Aufstand ohne Lärm.
Der sich jedoch in kulturell bis heute auswirkt: Zumindest mehr Sex, Selbst und Rock'n Roll sind übrig geblieben. Ob 1968 nun mehr Gutes oder Schlechtes mit sich brachte, darüber diskutieren Historiker Götz Aly und Publizistin Katharina Rutschky - in einem Streitgespräch von Massenmörder Mao und bis zur Erfindung von Kinderläden.
Die Kulturrevolution hatte aber schließlich auch Spaß gemacht, wie sich Mathias Bröckers erinnert: Das war Leben! Und auch Uschi Obermaier musste mal zum Friseur - ein Gespräch mit Udo Walz, der sich damals an den Haaren der Zeitgeist-Ikone zu schaffen machte. Noch mehr in Mode als Uschi Obermaier war damals nur Theodor W. Adorno.
Doch manche seiner Jünger blieben bei der Rezeption nur an der Obefläche - es reichte aber für den intellektuellen Plausch beim Friseur. Aber während 1968 Nonkonformismus noch so richtig Spaß gemacht hat, ist es heute richtig schwierig geworden, sich modisch von der Masse abzuheben - und ziemlich ätzend noch dazu.
Leserkommentare
20.04.2008 11:59 Uhr:
von Rüdiger Kalupner:
Wer keine Ahnung von der inneren Steigerungsgesetzlichkeit des Evolutionsprozess hat und all das ausschließt, was als wirksames GEISTFELD - katholisch, mit Papst Benedikt XVI. Ursprungsmacht/GOTT zu benennen - mit allem und mit uns wechselwirkt und in der menschlichen Erleuchtungserfahrung bewußt werden kann, der muß Rainer Langhans für einen Schwätzer halten. Dieses Urteil sagt aber nur eines: der Urteilende hat eben noch keine Erleuchtungserfahrung erlebt, bzw. dieses Geschehen einfach vergessen oder er hat noch nicht zu Ende gedacht, 'was die Welt im innersten zusammenhält'. Die Wechselwirkungen im Evolutionsprozess (= Seinssysteme) und ihre Steigerungstendenz können als GEISTFELDGETRIEBEN modellartig angenommen werden - vergleichbar dem Spiel zwischen elektrischem und magnetischem Feld. Ein solches EISTFELD erregt und generiert mit evolutionsgesetzlicher Gewißheit immer vernetztere, immer komplexere und schließlich höchstkomplexe Seinssysteme, die spirituelle Erfahrungen (= die Wechselwirkungen mit dem GEISTFELD9 bewußt wahrnehmen und auch darüber 'reden' können. Rainer Langhans ist mit seinen spirituellen Erfahrungen und Erkenntnissen im Prozess der Evolution OFFENTSICHTLICH schon eine Stufe weiter als viele von uns. Das hat dramatische Folgen. Wer ohne Bewußtsein dieser umfassendsten Seinsrealiät politisch kämpft, und dadurch die übermächtige KREATIVITÄT im Evolutionsprozess mit ihrem geniepunktpolitischen KLEINE-URSACHE-größte Wirkungs-Angebot nicht in den Blick bekommt, obwohl es in der weltindustriellen Evolutionsstufe herangewachsen ist, der ist dem Globalisierungsprozess hilflos ausgeliefert. Wer als LINKER davon keine Ahnung hat, der hat in der politischen Konkurrenz schon verloren, der wird in dem anstehenden Übergang in die evolutionsprozess-logisch folgende Weltordnung des Schöpferischen keine Rolle spielen, und erst nach seinem Start, d.h. nach der Revolution, erkennen, was möglich war, was Rainer Langhans uns mitzuteilen versuchte. Die politischen Parolen des Übergangs in die nächste Weltordnung könnten lauten: 'Die KREATIVEN in die Parlamente und in die Regierung! 'Heitere Erleuchtung für alle'. Übrigens ist Angela Merkel nach meiner Analyse eine Geniepunktpolitiker, die die hiewr angedeuteten Erkenntnisse der Chaos- und Evolutionsprozess-Physik voll drauf hat. Angela Merkel wird wahrscheinlich ebenfalls der Meinung sein, dass Rainer Langhans der interessanteste und relevanteste Denker der 68er ist. Von Papst Benedikt XVI. ganz zuschsweigen. Ken Wilber fordert in seinem Buch 'Das Wahre, Schöne, Gute' einen spirituellen Liberalismus. Dieser ist mit den hier Gesagten angedeutet und könnte unter dem Begriff 'evolutionsprozess-logischer, kreativer ORDOliberalismus' in die Reformdiskussion in Deutschland eingeführt werden. Dank an die taz-Redaktion für diesen Beitrag zum geistigen 68er Erbe.
20.04.2008 09:14 Uhr:
von der_rex:
"Warum kommt Rainer Langhans immer mit den Themen an die Öffentlichkeit, die nicht besonders spannend sind? Er sagt: Weil man ihn immer danach fragt." also, mal unter uns, fragen sie ihn doch bitte nicht mehr. ich weiss jetzt, das seine einzigen leistungen weisse klamotten tragen und nichtskönnen sind. ach ja, und dumme provinzhasen vernaschen (damals junge, heute nicht mehr ganz so junge...). boring!!! he´s just another old oxygene thief. :)