Dossier Revolte und Liebe – die 68er

Contra- Warum Dutschke überholt ist

Der große Erzähler

Was bleibt von Dutschke? Der Glaube an Utopie und Revolution ist vorbei. Zwar fehlt manchmal die sinnstiftende, große Erzählung. Aber nur sonntags. VON STEFAN REINECKE

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  • 12.04.2008 16:02 Uhr:

    von Norbert Franz Schaaf:

    Die 68er sind an allem schuld! Vor allem Dutschke, Cohn-Bendit und Konsorten! Insbesondere an dem bedenklich schlechten Zustand der Gesellschaft. Die 68er, diese langhaarigen, faulen, sexsüchtigen und arbeitsscheuen Leistungsverweigerer, haben die Umwelt vergiftet mit ihren Industrieanlagen, sie haben Automobile in Massen fabriziert und Autobahnen dafür gebaut, sie haben Schienenstrecken stillgelegt, das Just-in-time-System erfunden und LKW-Flotten dafür beschafft, des weiteren eine Reihe Startbahnen und dabei das Flugbenzin unversteuert gelassen, sie haben unsere Sozialsysteme für die Kranken, Rentner und Beschäftigungslose finanziell zerrüttet, sie haben Millionen von sogenannten Gastarbeitern ins Land geholt und dann als Migranten hier angesiedelt, sie haben Atomkraftwerke ohne Entsorgungsmöglichkeit gebaut und den Klimawandel in Gang gesetzt, sie haben das Privatfernsehen eingeführt und lassen unsere Kinder bei den PISA-Studien schlecht aussehen, sie haben die Medien unterwandert und versorgen die Bürger mit Halbwahrheiten, Lügen und gefälschten Statistiken. Die 68er liefern die Bürger der Mafia und dem organisierten Verbrechen aus, sie treiben die Lebensmittel- und Energiepreise hoch, sie verlagern Arbeitsplätze ins Ausland, schaffen Billigjobs, bespitzeln die arbeitenden Menschen heimlich mit Kameras, und nicht zuletzt verzocken diese linken 68er Gelder in Billionenhöhe an den Börsen und enteignen die Kleinaktionäre, nachdem sie unter anderen die Kriege in Vietnam, Afghanistan und dem Irak angezettelt haben. An alldem sind allein die 68er schuld!

  • 11.04.2008 14:41 Uhr:

    von Andreas Remstedt:

    "Die historische Zentralperspektive, an der auch der postmarxistische Dutschke festhielt, der sich Ende der 70er-Jahre den Grünen annäherte, ist heute jedenfalls zerbrochen." Sie scheint in viele kleine Linien zerbrochen, ja - wweil wir zu nahe am utopischen Bild von damals leben.

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