Dossier Revolte und Liebe – die 68er

Kulturrevolution

Das war das Leben!

Nicht Politkader, die Hippies waren die eigentlichen Revolutionäre wider die Spießer - zumindest für Jugendliche in der Provinz. VON MATHIAS BRÖCKERS

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  • 29.12.2007 23:09 Uhr:

    von Rüdiger Kalupner:

    Der Aufruf von Mathias Bröckers zur nächsten Revolution (=Weltrevolution der KREATIVEN) trifft auf eine vorrevolutionären Lage, die noch unter dem Namen Klimaschutzpolitik verdeckt ist. Kreativität an die Macht! So wird die übermächtige Parole des Jahres 2008 lauten. KREATIVITÄT soll die organisierende Macht in unserer Kultur sein, die sie als die nachhaltige Macht-Nr.1 im Evolutionsprozess überall sonst schon ist. Wo die politisch organisiertenn Kreativen, das sind die evolutionslogisch-genialen Auflöser der Dauerkonflikte und deren Macht-Gegenmachtsysteme, wie 'Kapital contra Arbeit', ins Macht- und Konkurrenzspiel evolutionsprozess-theoriegestützt eingreifen können und gehört werden, da und nur da setzte sich der kulturrevolutionäre Ansatz 'der 68er', den Mathias Bröckers so herrlich beschrieben hat, fort. Und zwar diesmal im globalen Maßstab. Im Rahmen der weltweiten Standortkonkurrenz werden alle Staaten gezwungen sein, die effizienteste und erregendste aller Steuerungsstrukturen zu installieren. Und das ist die evolutionslogische Gesellschaftsordnung, die die Konkurrenzmacht der KREATIVEN in der Wirtschaft und in der Politik maximiert. Damit ist die anstehende Weltrevolution beschrieben. Die Vorherrschaft des KREATIVEN wird an die Stelle der globalen Vormacht der Kapitalstockmaximierer treten. Diese Weltrevolution wird via Klimaschutzpolitik angestoßen werden. Der Zusammenahng ist einfach. Weniger Energie- und Sachkapitaleinsatz (= Fremdleistung, die Selbstleistung ersetzt) bedeutet nichts anderes als eine gesellschaftliche Knapppheit an Fremdleistungen. Sie generiert jene wirtschaftsmächtige NOT, die alle Menschen und alle Institutionen erfinderisch macht. Diese gesellschaftliche Not kann simuliert werden - durch die Umfinanzierung der Staats- und Sozialleistungen auf Energie- und Sachkapitaleinsatz via Energie- und Sachkapitalsteuern. Diese Steuersystemrevolution realisiert die schöpferisch machende Knappheit. Das Aufkommen aus der Energie- und Sachkapitalsteuer muß nur so hoch sein, dass ein Teil davon als bedingungsloses Grundeinkommen an die Bürger zurückfließt. Das ist der ökonomische Anreiz- und Prämierungshebel, mit der die nächste Kulturrrevolution alle Widerstände wegräumen wird. Man muß in der Klimaschutzpolitik nur den kreativen Energie- und Sachkapitalsteuer-Ansatz an die Stelle des High-Tech-Ansatz der herrschenden Kapitalstockmaximierer setzen. So einfach ist's wirklich! Wie sagte Hölderlin: 'Nah ist, und schwer zu fassen der Gott. Wo aber Gefahr ist, wächst das Rettende auch.'

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