Anhand von Genspuren soll die eventuelle Mittäterschaft der Ex-RAF-Terroristin Verena Becker neu überprüft werden. Der Sohn des 1977 ermordeten Bundesanwalts Siegfried Buback hatte Hinweise auf sie gegeben.

Am 3. April 1968 wollten Baader & Ensslin zwei Frankfurter Kaufhäuser brennen lassen. Begann damit die Geschichte der RAF?von WOLFGANG GAST

Wie war das noch mit dem Establishment in der alten BRD? Die Auseinandersetzung um die RAF und den Deutschen Herbst hat mehr als eine kriminalistische Debatte verdient.von ANDREAS FANIZADEH

Nach mehr als 30 Jahren tauchen Mitschnitte aus den Prozessen gegen die RAF-Gründer Baader und Meinhof auf. Eigentlich sollten sie gelöscht werden.von WOLFGANG GAST

Am 5. September 1977 begann der Deutsche Herbst. Aus dem RAF-Konflikt könnten Lehren gezogen werden, doch Rachsucht sei stärker, so die Grüne Vollmer.

Grundlegenden Antisemitismus könne man den Terroristen auch nicht vorwerfen, meint Journalist Willi Winkler. Über die Beziehung der RAF zu Medien, Intellektuellen und Regierung.

Der Terror und die Sicherheitshysterie der 70er Jahre treffen uns noch heute. Denn die damals erlassenen Gesetze schränken die Freihheitsrechte immer noch ein.von CHRISTIAN RATH

Die Textsammlung "Ein deutscher Herbst" prägte 1978 den Begriff. Jetzt gibt es einen Reprint. Inklusive Psychotest für Eltern: "Schlummert in meinem Kind ein Terrorist?"von CHRISTOPH TWICKEL

Ortstermin: In Köln versuchten Wolfgang Kraushaar, Gerhart Baum und Jan Philipp Reemtsma eine "Revision des linken Terrorismus". Hätte spannend sein können, wurde eine Verkaufsveranstaltungvon PASCAL BEUCKER
Ursprünglich propagierte der Terror Revolution, Aufstand und Anarchie. Heute verbreitet er nur noch Furcht und Schreckenvon HERFRIED MÜNKLER
Das Private ist immer politisch, so Ulrike Meinhof. Das wollten die RAF-Frauen in die Tat umsetzenvon KATRIN HENTSCHEL
Am 5.9.1977 entführte die RAF Arbeitgeberpräsident Schleyer. Tage später fand der Beamte Schmitt das Versteck. Aber niemand wollte auf ihn hören.von LUTZ DEBUS

Das Bild ging um die Welt: Souhaila Andrawes, blutüberströmt, auf einer Bahre liegend, reckt die Finger zum Victory-Zeichen. "Kill me, kill me", ruft sie dabei.von WOLF SCHMIDT

Die Sprache der RAF und ihres Umfelds zeigt vor allem eines: den innigen Wunsch, sich von der eigenen Herkunft loszusagen.von CHRISTIAN SCHNEIDER
Deutscher Herbst, bleierne Zeiten? Blödsinn. Die sich selbst lockernde Bundesrepublik wollte nur Ruhe vor diesen Kriminellen.von JAN FEDDERSEN
1998 hat sich die RAF offiziell aufgelöst. Seitdem geistert sie als Gespenst durch die Medien. Und wird maßlos überschätztvon STEFAN REINECKE
Der blinde Fleck in der Aufarbeitung des linken Terrorismus: die abschätzige Behandlung der Opfer der Roten Armee Fraktion.von ANNE SIEMENS
Nach dem Jahr 1977 war klar: Das Land braucht eine unabhängige Zeitung. Die taz entstand - und musste dem Druck von Staat und RAF-Unterstützern standhalten.von JÜRGEN GOTTSCHLICH
25 Gründe, alle deutschen Terroristen sofort aus dem Gefängnis zu entlassen.von MAXIM BILLER
Die RAF löst sich nach 28 Jahren des bewaffneten Kampfes gegen den Staat selbst auf. Die taz dokumentiert die Begründung
Stefan Wisniewski, wegen der Schleyer-Entführung verurteilt, spricht im ersten Interview aus dem Gefängnis heraus darüber, weshalb die RAF im Oktober 1977 keinen Ausweg aus der militärischen Eskalation fand
Die Sicherheitsbehörden wollten keine politische Lösung, sie wollten einen Fahndungserfolg. VON ANTJE VOLLMER
Die Art, wie der Showdown im mecklenburgischen Bad Kleinen ablief, ist typisch für die unerbittliche Konfrontation zwischen Staat und RAF. VON MICHAEL SONTHEIMER
Die RAF erklärt den Verzicht auf Gewalt. Die taz dokumentiert das Schreiben, das 1992 bei der Nachrichtenagentur AFP in Bonn einging
Hamburgs oberster Verfassungsschützer Christian Lochte plädiert für die Zusammenlegung der RAF-Gefangenen. Er behauptet, ohne die derzeitigen Haftbedingungen würde es die RAF nicht mehr geben.
Der Chef der Deutschen Bank ist gestern Opfer eines Bombenattentats in Bad Homburg geworden. Ein "Kommando Wolfgang Beer" bekannte sich zu der Tat.
Am 10. Oktober 1986 wurde der deutsche Diplomat Gerold von Braunmühl in Bonn erschossen. Ein Offener Brief VON DEN BRÜDERN VON GEROLD VON BRAUNMÜHL an die RAF
Die Rote Armee Fraktion (RAF) versuchte seit 1970, mit Anschlägen gegen Symbolfiguren und Einrichtungen der Politik und Wirtschaft einen Umsturz in der BRD zu erreichen. Sie betrachtete sich als "Stadtguerilla" und ging auf radikale Teile der Studentenbewegung zurück.
Als Geburtsstunde der RAF gilt der 14. Mai 1970, an dem u.a. Ulrike Meinhof und Gudrun Ensslin gewaltsam Andreas Baader aus der Haft befreiten. Nach Überfällen und Anschlägen wurden sie 1972 festgenommen.
1977 tötete eine zweite RAF-Generation Generalbundesanwalt Siegfried Buback, Dresdner-Bank-Chef Jürgen Ponto und Arbeitgeber-Präsident Hanns Martin Schleyer. Kurz nach einer gescheiterten Flugzeugentführung zur Freipressung inhaftierter RAF-Mitglieder durch palästinensische Terroristen wurden Baader, Ensslin und Gründungsmitglied Jan-Carl Raspe 1977 im Gefängnis tot aufgefunden. Sie begingen Selbstmord.
Bevor es 1992 zum Gewaltverzicht der RAF kam, tötete eine dritte Generation u.a. Deutsche-Bank-Vorstandssprecher Alfred Herrhausen und Treuhand-Chef Detlev Karsten Rohwedder. 1993 wurden in Bad Kleinen beim misslungenen Einsatz zur Verhaftung der Terrorist Wolfgang Grams und ein Beamter getötet.
1998 erklärte die RAF offiziell ihre Auflösung. Beim "bewaffneten Kampf" starben 61 Menschen, davon 34 Opfer der RAF und 27 Mitglieder der Gruppe.
Für Griechenland sieht es nicht gut aus - nur noch Ramschniveau. Aber es gibt noch viele andere Dinge, deren Zukunft düster aussieht.

Die vier besten Teams der WM, über die wir uns noch bis Sonntag freuen.

Die Deutschen sind rausgeflogen – im Viertelfinale. Ein Schock für die Mädels, überraschend für alle, erfrischend im Rückblick – ist eben Fußball.

Am 9. Juli wird mit dem Südsudan ein neuer Staat geboren. Ein historisches Ereignis – und ein seltenes! Wir zeigen Ihnen die jüngsten Länder der Welt. Und wo die nächste Staatengründung ansteht.

LE MONDE diplomatique
LE MONDE diplomatique ist die größte Monatszeitung für internationale Politik. Sie erscheint weltweit in 61 Ausgaben – und liegt am 2. Freitag im Monat der tageszeitung bei.>