Kleine Kinder singen "Nazis raus" neben ihren bebrillten Medieneltern, in Prenzlauer Berg gibts kein Bier und in Kreuzberg wummsen die Bässe: Der 1. Mai in Berlin.von Laura Ewert
is doch mal ein interessantes bild von vielen bildern. berlin halt.
03.05.2010 16:19 Uhr
von M. G.:
Toller Artikel.
02.05.2010 23:29 Uhr
von jup...:
so würde ich das auch sehen
02.05.2010 21:48 Uhr
von Kid Gravity:
Tja so ist er halt der 1.Mai, zumindest wenn man nicht genauer hinsieht, vielleicht auch sowieso wenig Ahnung hat und alles aus dem verzerrenden Blick unwissender Arroganz heraus betrachtet. Möglicherweise muss man als Mediendienstleister auch einfach eine Meinung dazu haben, weil ja eh jeder darüber redet.
Kein Bier, Techno, Karneval, Nazis, Sexshops, grüne Ballons, Popmusik und schwarze Klamotten, das ist es also!?
Mich wundert es irgendwie auch nicht das Laura Ewert dann zu dem Zwischenfazit kommt, das man zwar da steht, aber nicht weiss worauf man wartet. Gut, sie geht von ihrem eigenen Horizont etwas verallgemeinernd aus, denn ich denke das dort jeder andere ziemlich genau wusste, worauf er wartete, aber wollen wir unsere Jungschreiberin nicht zu sehr für ihr Unwissen verurteilen, als Journalist muss man ja nicht alles wissen!
So sind es halt die kleinen Dinge die ihr auffallen, was soll sie sich auch um Zusammenhänge und die grosse Politik scheren, wenn es doch so viel putziges zu entdecken gibt! Zb. die kaputten Blinkbuchstaben, das tolle bunte Konfetti, 3 Kokser, der absurde Popmusikmix oder ihr Eindruck dass "das Fest" (welches Fest eigentlich?) ja aussieht wie ein Modeshooting.
Kein Wort von einem verhinderten Naziaufmarsch, kein Wort zu einer mit 15000 Teilnehmern riesigen revolutionären 1.Mai Demo, kein Wort über Polizeigewalt. Konnte man diese etwas nicht so ganz von der Dachterasse aus sehen? Ja gut, auch einer Journalistin entgehen halt mal einige Details...
Tja, sie hat tatsächlich "keine Ahnung worum es hier geht". Mädchen, das macht auch nichts, aber warum musst du dann darüber schreiben?
02.05.2010 16:58 Uhr
von der,der,der:
sag biste mir den ganzen tag hinterher gerannt?
02.05.2010 16:57 Uhr
von M.Carriage:
... und in jeder Stadt gibt es Autoren, die beschämend unwissend und gewollt (aber leider vergeblich) humorvoll versuchen, das Geschehene in den Sumpf des Mainstreams zu gliedern und mit frech-junger Sprache die Ernsthaftigkeit dessen, was dem einen wichtig ist, an den Rand des BILD- und BZ-Niveaus zu drücken und aus der ausgepressten Sauce das Leichtverdauliche in die Tasten zu hauen. Karneval, Oktoberfest, 1.Mai. Kamelle, Bier und Brezeln, der Marsch einer Ideologie. Suchen Sie, was passt nicht in dieses Bild!? Tatsächlich, auffällig scheint die lapidare Berichterstattung. Da wird die Blockade zum Karneval der Linken, mit abstrusem Popmix und gleich danach, Maifest, Drogen, Techno und Modemeile. Und irgendwie passt auch da nichts zusammen. Wo sind die berichteten Tatsachen über Plizeigewalt auf der 18 Uhr- Demo, als "ein großer Junge" so ganz nebenbei einer Demonstrantin ins Gesicht trat? Warum, frage ich mich auch, wird die Tatsache, dass die Nazis kaum ein Stück laufen konnten, ironisch als "Sieg" abgetan? Was hat der Sexshop mit den Bemühungen von ca. 10.000 Menschen zu tun, ein Event aus dem braunen Specktrum zu verhindern? Und warum wird das alles in einem kleinen Text, fein säuberlich in Ironie und Sarkasmus verpackt, ins Lächerliche gezogen. Was bleibt dann als Erinnerung noch von diesem Tag? Und warum stößt es beim Lesen sauer auf? Nur, weil die eigene, subjektive Sicht dermaßen krachend auf die der Autorin trifft? Oder weil ganz langsam ins Bewußtsein sickert, dass alles als Party verkauft werden, dass alles nur nebensächlich sein kann, dass nichts Gewicht hat, weil ewig die Unzufriedenheit den Text beseelt, ob beim Maifest oder auf einer Aktion gegen Rechts, die anscheinend tausenden Menschen wichtig war? Fast möchte ich sagen: Ignoranz?Da gibts doch auch was von Ratiopharm. Aber irgendwie wäre das dann schon wieder zu plakativ.
02.05.2010 16:53 Uhr
von ezoo:
Gut gemacht! Mit Abstand der beste Text zum 1. Mai, den ich bislang gelesen habe (und ich habe viele gelesen). Allein: die Frauen kamen zu gut weg. Nebst den besagten Medienmamis gab es auch einen auffällig hohen Anteil kleiner und großer Mädchen, in schwarz oder grün, behelmt oder besonnenbrillt.
Leserkommentare
03.05.2010 17:34 Uhr
von biernot:
is doch mal ein interessantes bild von vielen bildern. berlin halt.
03.05.2010 16:19 Uhr
von M. G.:
Toller Artikel.
02.05.2010 23:29 Uhr
von jup...:
so würde ich das auch sehen
02.05.2010 21:48 Uhr
von Kid Gravity:
Tja so ist er halt der 1.Mai, zumindest wenn man nicht genauer hinsieht, vielleicht auch sowieso wenig Ahnung hat und alles aus dem verzerrenden Blick unwissender Arroganz heraus betrachtet. Möglicherweise muss man als Mediendienstleister auch einfach eine Meinung dazu haben, weil ja eh jeder darüber redet.
Kein Bier, Techno, Karneval, Nazis, Sexshops, grüne Ballons, Popmusik und schwarze Klamotten, das ist es also!?
Mich wundert es irgendwie auch nicht das Laura Ewert dann zu dem Zwischenfazit kommt, das man zwar da steht, aber nicht weiss worauf man wartet. Gut, sie geht von ihrem eigenen Horizont etwas verallgemeinernd aus, denn ich denke das dort jeder andere ziemlich genau wusste, worauf er wartete, aber wollen wir unsere Jungschreiberin nicht zu sehr für ihr Unwissen verurteilen, als Journalist muss man ja nicht alles wissen!
So sind es halt die kleinen Dinge die ihr auffallen, was soll sie sich auch um Zusammenhänge und die grosse Politik scheren, wenn es doch so viel putziges zu entdecken gibt! Zb. die kaputten Blinkbuchstaben, das tolle bunte Konfetti, 3 Kokser, der absurde Popmusikmix oder ihr Eindruck dass "das Fest" (welches Fest eigentlich?) ja aussieht wie ein Modeshooting.
Kein Wort von einem verhinderten Naziaufmarsch, kein Wort zu einer mit 15000 Teilnehmern riesigen revolutionären 1.Mai Demo, kein Wort über Polizeigewalt. Konnte man diese etwas nicht so ganz von der Dachterasse aus sehen? Ja gut, auch einer Journalistin entgehen halt mal einige Details...
Tja, sie hat tatsächlich "keine Ahnung worum es hier geht". Mädchen, das macht auch nichts, aber warum musst du dann darüber schreiben?
02.05.2010 16:58 Uhr
von der,der,der:
sag biste mir den ganzen tag hinterher gerannt?
02.05.2010 16:57 Uhr
von M.Carriage:
... und in jeder Stadt gibt es Autoren, die beschämend unwissend und gewollt (aber leider vergeblich) humorvoll versuchen, das Geschehene in den Sumpf des Mainstreams zu gliedern und mit frech-junger Sprache die Ernsthaftigkeit dessen, was dem einen wichtig ist, an den Rand des BILD- und BZ-Niveaus zu drücken und aus der ausgepressten Sauce das Leichtverdauliche in die Tasten zu hauen. Karneval, Oktoberfest, 1.Mai. Kamelle, Bier und Brezeln, der Marsch einer Ideologie. Suchen Sie, was passt nicht in dieses Bild!?
Tatsächlich, auffällig scheint die lapidare Berichterstattung. Da wird die Blockade zum Karneval der Linken, mit abstrusem Popmix und gleich danach, Maifest, Drogen, Techno und Modemeile. Und irgendwie passt auch da nichts zusammen.
Wo sind die berichteten Tatsachen über Plizeigewalt auf der 18 Uhr- Demo, als "ein großer Junge" so ganz nebenbei einer Demonstrantin ins Gesicht trat?
Warum, frage ich mich auch, wird die Tatsache, dass die Nazis kaum ein Stück laufen konnten, ironisch als "Sieg" abgetan?
Was hat der Sexshop mit den Bemühungen von ca. 10.000 Menschen zu tun, ein Event aus dem braunen Specktrum zu verhindern?
Und warum wird das alles in einem kleinen Text, fein säuberlich in Ironie und Sarkasmus verpackt, ins Lächerliche gezogen. Was bleibt dann als Erinnerung noch von diesem Tag? Und warum stößt es beim Lesen sauer auf? Nur, weil die eigene, subjektive Sicht dermaßen krachend auf die der Autorin trifft? Oder weil ganz langsam ins Bewußtsein sickert, dass alles als Party verkauft werden, dass alles nur nebensächlich sein kann, dass nichts Gewicht hat, weil ewig die Unzufriedenheit den Text beseelt, ob beim Maifest oder auf einer Aktion gegen Rechts, die anscheinend tausenden Menschen wichtig war?
Fast möchte ich sagen: Ignoranz?Da gibts doch auch was von Ratiopharm. Aber irgendwie wäre das dann schon wieder zu plakativ.
02.05.2010 16:53 Uhr
von ezoo:
Gut gemacht! Mit Abstand der beste Text zum 1. Mai, den ich bislang gelesen habe (und ich habe viele gelesen). Allein: die Frauen kamen zu gut weg. Nebst den besagten Medienmamis gab es auch einen auffällig hohen Anteil kleiner und großer Mädchen, in schwarz oder grün, behelmt oder besonnenbrillt.
02.05.2010 16:24 Uhr
von sinnlos:
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Leider habe ich ihn bisher nicht finden können.