Cornelius Gurlitt, geboren 1932 in Hamburg, gestorben 2014 in München, war Kunstsammler und Erbe der über 1.500 Werke umfassenden Kunstsammlung seines Vaters Hildebrand Gurlitt. 2013 wurde der so genannte Schwabinger Kunstfund öffentlich. Ein Teil der 1280 Kunstwerken, die Cornelius Gurlitts in seiner Wohnung in München-Schwabing aufbewahrt hatte, galt seit 1945 als verschollen. Andere waren in der kunstgeschichtlichen Forschung unbekannt, darunter eine Arbeit von Marc Chagall. Bei 499 Werken bestand zunächst der Verdacht, dass es sich um NS-Raubkunst handeln könnte. Dies wurde bislang jedoch nur in fünf Fällen nachgewiesen.