Die Abhängigkeit von fossiler Energie sieht Josef Braml in seinem Buch „Der amerikanische Patient“ als Ursache für die Schwäche der USA. Er rät zu einer Energiepartnerschaft. von Hannes Koch

Da ist es, das neue Buch von Thilo Sarrazin. Er plädiert für weiter bestehende europäische Nationalstaaten. Wie beeinflusst es die rechtspopulistische Agenda? von Micha Brumlik

Erich Honeckers Aufzeichnungen aus dem Gefängnis Berlin-Moabit sind ein Bestseller. Der einst mächtigste Mann der DDR schreibt nüchtern, knapp und unbeirrbar. von Barbara Bollwahn

Maximilien Le Roys Comic „Die Mauer“ erzählt von der Konfrontation in Israel und Palästina. Er ist arg ideologisch, zeichnerisch aber reizvoll. von Christoph Haas

James Franco, bislang vor allem als Schauspieler bekannt, hat Erzählungen über das Teenagerdasein in Kalifornien geschrieben. Dabei ist stets Gewalt im Spiel. von Cristina Nord

Er gehörte zu den Großen der spanischsprachigen Gegenwartsliteratur: Carlos Fuentes. Nun ist der Autor von „Der alte Gringo“ und „Terra Nostra“ mit 83 Jahren gestorben.

Holocaust-Überlebender, Textilhändler, Historiker – das eigene Schicksal trieb Arno Lustiger zur Geschichtsforschung. Im Alter fand er hohe Anerkennung. Jetzt ist Lustiger gestorben. von Jan Feddersen

Die Neuerfindung des eigenen Lebens als Roman: Felicitas Hoppe, die neue Georg-Büchner-Preisträgerin, hat mit „Hoppe“ eine Traumbiografie geschrieben. von Christoph Schröder

Die 51-jährige Schriftstellerin Felicitas Hoppe wird mit der wichtigsten literarischen Auszeichnung in Deutschland geehrt. Ihre „melancholische Erzählkunst“ wurde von der Jury gelobt.

Martin Walser möchte kein Nazi sein. In Hamburg trifft man sich deswegen vor Gericht. Es geht darum, wie deutlich man beim Thema Walser und Juden werden darf. von René Martens

Die ukrainische Schriftstellerin Oksana Sabuschko im Gespräch über die postkoloniale Ukraine, die Nacktproteste der Femen-Aktivistinnen und die Fußball-EM.

Der Schriftsteller Rainald Goetz hielt am Donnerstag seine Antrittsvorlesung an der FU Berlin. Er sprach über Schreiben-über, das „weise Orakel“ Internet und Spiegelneuronen. von Detlef Kuhlbrodt

Maurice Sendak, einer der wichtigsten Kinderbuchautoren der Welt, ist im Alter von 83 Jahren gestorben. „Wo die Wilden Kerle wohnen“ ist sein bekanntestes Werk. von Julia Niemann

Das Buch „NarcoZones“ informiert gut über die Geschäfte mit dem Geld aus dem Drogenhandel. Auf der ganzen Welt werden damit Staaten und Ökonomien unterwandert. von Jörg Sundermeier

T. C. Boyle ist für seine literarische Liebe zu Umweltaktivisten, Marihuana und Hippies berühmt geworden. Wenn er die Bühne betritt, ist der Jubel groß. von Susanne Messmer

Benjamin Stein stellt in seinem Science-Fiction-Roman „Replay“ die großen Streitfragen der digitalen Gegenwart: Was ist persönlich, was öffentlich? Welche Daten gebe ich preis? von Maik Söhler

Der marokkanische Autor Mahi Binebine erzählt in „Die Engel von Sidi Moumen“ von jugendlichen Selbstmordattentätern. Es gab Tage, an denen sie noch Fußball spielten. von Katharina Borchardt

Patricia Görg beherrscht Weitblick und Detail, Komisches und Gespenstisches. Neu ist ihr „Handbuch der Erfolglosen. Jahrgang zweitausendelf“. von Jochen Schimmang

Mit den Aufständen von Kairo bis New York beschreibt Wolfgang Kraushaar die erste globale Protestbewegung seit 1968. Ist die Revolte schon wieder vorbei? von Stefan Reinecke

„Das Museum der Unschuld“ in Istanbul zeigt Alltagsdinge der 60er und 70er Jahre, die in Pamuks Roman wichtig sind. Es ist das erste Museum der Welt, das ein Buch visualsiert. von Jürgen Gottschlich

Wegen seines Romans „Allahs Töchter“ stand Nedim Gürsel in der Türkei vor Gericht. Ein Gespräch über Parallelen zur Rushdie-Affäre und Prophet Mohammed als Romanfigur.

Mit „Platon in Bagdad“ hat der amerikanische Autor John Freely eine aufregende Kulturgeschichte verfasst. Sie erzählt, wie das antike Wissen nach Europa zurückkehrte. von Najem Wali

Ein Editionsstreit um einen Klassiker: Der „Der zerbrochne Krug“ von Heinrich von Kleist sorgt für Aufruhr bei den Verlagen Stroemfeld und Reclam. von Lavinia Meier-Ewert

Kristina Schröder stellt ihr Buch in der Backfabrik Berlin vor. Dort erhält sie eine goldene Kochschürze und verkauft den Status quo als Fortschritt. von Sonja Vogel

Eine Mordakte und ein Gepäckstück führten Eva Züchner auf die Spur der jüdischen Kaufmannsfamilie Caro. In ihrem Buch „Der verbrannte Koffer“ rekonstruiert sie deren Leben. von Alexandra Senfft

Der irakische Exilschriftsteller Najem Wali reiste 2003 mit Günter Grass in den Jemen. Bis heute hat er dessen missionarische Moralpredigten im Ohr. von Najem Wali

Der irakische Schriftsteller Najem Wali über seine Jemenreise mit dem Nobelpreisträger, dessen SS-Outing und die Schwierigkeit, vor Islamisten übers Onanieren zu sprechen.

Es hätte ein Buch über Lösungen für die Vereinbarkeit von Beruf und Familie werden können. Aber danach sucht Ministerin Schröder nicht. Sie kämpft lieber gegen Windmühlen. von Heide Oestreich

Aufwachsen als Teenager inmitten der Lügen des Jugoslawienkrieges: Der Debütroman der kroatischen Schriftstellerin Ivana Bodrozic. von Doris Akrap

Jörg Brüggemann hat Metalfans in der ganzen Welt fotografiert. „Metalheads“ zeigt die Codes und die Politik einer heimlichen Gemeinde. von Julia Niemann

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Starre Rituale, öde Debatten, ein Haus der Langeweile? Nicht in der Ukraine! Hier werden Parlamentsdebatten noch mit Leidenschaft, Herzblut und handfesten Argumenten geführt!

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Weltraumtouristen, Satelliten und Versorgungsflüge zur ISS – die Raumfahrt wird privatisiert und kommerzialisiert.

Es ist ein echtes großes Drama, das sich da in Griechenland abspielt. Ein Drama über die Demokratie, die Unregierbarkeit. Dieses Wort muss man sich auf der Zunge zergehen lassen. Und das Drama genießen.

Kommentar von Cristina Nord
Passend zum kühlen Wochenende an der Croisette: Michael Haneke frappiert mit seinem dichten Film „Amour“. Darin sind die Menschen den Kräften der Natur ausgeliefert.