Billy Bob Thornton lässt die Sechziger in "Jane Mansfield's Car" erfreulich ungeschliffen wieder aufleben. Der eigentliche rote Faden des Films ist der Zweite Weltkrieg. von Barbara Schweizerhof

Im Dokumentarfilm "Revision" erinnert Regisseur Philip Scheffner an zwei Männer, die 1992 an der polnisch-deutschen Grenze getötet wurden. von Ulrich Gutmair

In "Angriff auf die Demokratie - eine Intervention" werden neun intellektuelle Statements zur Krise des Euro und des Politischen zum Film montiert. Zum Augen schließen. von Stefan Reinecke

Krisenstimmung auch im Independentkino: "Kid-Thing" von David und Nathan Zellner zeigt das amerikanische Hinterland voll verstörender Energie und Anarchismus. von Andreas Busche

Der Regisseur des Films "Les Adieux à la reine", Benoît Jacquot, über sein Interesse für Frauenfiguren, goldene Salons und die erotisierende Wirkung von Panik.

Peter Kern reckt in "Glaube, Liebe, Tod" auf der mecklenburg-vorpommerschen Seenplatte den Mittelfinger. Gegen die Familie und das risikoscheue Förderkino. von Lukas Foerster

Berlinale-Liebling Léa Seydoux ist auch in dem bislang klügsten Wettbewerbsbeitrag "Sister" zu sehen. Der Film erzählt von prekären Vermögensverhältnissen. von Andreas Busche

Christian Petzold erzählt eine melodramatische, glaubwürdige und berührende Geschichte aus der Provinz der DDR: "Barbara" im Wettbewerb. von Dirk Knipphals

Perfekt für den Festivalparcours: "Captive" von Brillante Mendoza ist eine internationale Koproduktion mit Isabelle Huppert und nach wahren Begebenheiten (Wettbewerb). von Bert Rebhandl

"Ich weiß selber nicht, wie ich das mache", antwortet Isabelle Huppert auf die Frage nach ihrem Erfolgsgeheimnis. "Ich denke nicht zu viel." Vielleicht sei das das Geheimnis. von David Denk

Kann man über Homophobie und Nationalismus in Serbien eine Komödie machen? In "Parada" versucht Regisseur Srdjan Dragojevic Unterhaltung als Therapie.

Der britische Regisseur Kevin Macdonald zeichnet die Karriere der Legende "Marley" nach. Er tut das methodisch genau und mit dem Segen von Marleys Familie. von Julian Weber

Auch Täter sind Menschen: In seiner Dokumentation "Death Row" interviewt Werner Herzog fünf Todeskandidaten und erklärt sich höflich als Gegner der Todesstrafe. von Andreas Busche

Skateboarder in der DDR, Poetry Slam auf deutschen Bühnen: "This ain't California" und "Dichter und Kämpfer" behandeln US-Kulturimporte ins Deutsche. von Julian Weber

Der Regisseur Christian Petzold über Heimweh, Krankenhäuser in der DDR und die Bedeutung von Make-up in seinem neuen Film "Barbara", der im Wettbewerb läuft.

Zunächst erstaunlich stilsicher, dann ein Werbefilm für militärische Interventionen: der Jugoslawienkriegsfilm "In the Land of Blood and Honey" von Angelina Jolie. von Stefan Reinecke

Max von Sydow erträgt den halbstündigen Spuk einer Pressekonferenz mit in 60 Berufsjahren antrainiertem Gleichmut. Allein seine Landsleute rühren ihn. von David Denk

Ein gutes Leben im Sinne des Kinos? Pah! Patrick Banush erklärt, warum es in Deutschland nur Staatsfilme gibtund was anders werden muss.

First we take Mumbai, than we take Berlin: "Don - The King is Back" mit Shah Rukh Khan (Berlinale Special). Eine Berlinale-Verfolgungsjagd mit Sightseeing. von Ekkehard Knörer

Drei Filme aus Japan zeigen, wie die Gesellschaft auf die Katastrophe in Fukushima reagiert: mit Trauer und Resignation, weniger mit Wut. von Stefan Reinecke

Der Berlinale-Eröffnungsfilm könnte für Léa Seydoux der internationale Durchbruch sein. Bis dahin sieht sie einfach entzückend aus. von Enrico Ippolito

Viel duftige Mädchen- und Frauenhaut und Französische Revolution: Mit "Les Adieux de la Reine" von Benoît Jacquot eröffnet der Wettbewerb der Berlinale. von Diedrich Diederichsen

Heute stellt man Tiere auf verschiedene Arten dar. Der kanadische Filmemacher Denis Côté über seine lebenden Organismen im Zoo in "Bestiaire" im Berlinale Forum.

In "Xingu" erzählt Regisseur Cao Hamburger die Geschichte von Brasiliens berühmtestem Indianergebiet und von den Versuchen weißer Pioniere, die Ureinwohner zu schützen. von Gerhard Dilger

Klaus Lemke hat einen neuen Film gedreht: "Berlin für Helden". Die Berlinale hat ihn verschmäht, das nervt Lemke. Überhaupt hält er die Stadt für überbewertet.

Tony Gatlif, ein Regisseur aus dem Maghreb, folgt in "Indignados" der Spur der Massenbewegungen in Madrid, Paris und Marseille. Er träumt von einem mediterranen Kulturraum. von Claudia Lenssen

Keine Kontroversen, keine Skandale. Und alle scheinen sich über ihre gute Leistung einig zu sein. Ja, Meryl Streep ist extrem vielfältig. von Enrico Ippolito

Von großen Filmerfolgen, ideologischen Missverständnissen und von erstaunlicher Blindheit erzählt die Retrospektive der Berlinale: "Die Rote Traumfabrik". von Oksana Bulgakowa

Die 62. Berlinale zeigt vielversprechende Beiträge, die das oftmals verkündete Politische einlösen könnten. Kritiker klagen über die mangelnde Bedeutung des Programms. von Cristina Nord

Ein Junge, ein Metallmann und viele Uhren. In "Hugo Cabret" nutzt Regisseur Scorsese die 3-D-Technik bravourös, um einen alten Meister zu preisen: George Méliès. von Sven Von Reden

Egal ob in Ost-, West-, Südeuropa oder in Kaschmir – überall ist es kalt. Verdammt kalt. Für viele Menschen ist das dramatisch und sogar lebensgefährlich. Aber die Kälte bringt auch Schönes und Erfreuliches.

77.000 Deutsche reisen jährlich auf die Malediven. Gerade herrschen Turbulenzen im Inselparadies: Soldaten schlagen Polizisten und die schlagen den Präsidenten. Am Ende geht nicht die Insel, sondern der Präsident unter.

Ob Ei, Mehl, Schuh oder Torte, schon so mancher Politiker wurde in der Vergangenheit Opfer einer Zuschauerattacke. Wer hat was abbekommen?

Einfach nur gebrauchte Computer verkaufen ist ja wohl langweilig. In diesem Laden in Österreich gibt es außerdem Palatschinken, einen schnelldrehenden Flohmarkt und seeeeehr viele Hinweisschilder. Irre!

Kommentar von Julia Seeliger
In Dresden laufen Bürger am Jahrestag der Bombardierung mit weißen Rosen herum. Purer Opferkult! Selbsttäuschung! Das muss kritisiert werden.