Ganz Berlin

Gegenproteste zum rechtsextremen Trauermarsch am 9.11.

Wann: 9. November, ab 16 Uhr

Wo: Verschiedene Orte in bzw. ganz Berlin

Zum 9. November, dem Jahrestag der Novemberpogrome 1938, planen Organisator*innen um die rechtsextremen Vereub "Wir für Deutschland" (WfD) einen "Trauermarsch für die Opfer von Politik" in Berlin (9.11., 18:30 Uhr, Washingtonplatz). Vergangene Veranstaltungen von WfD haben gezeigt, dass diese insbesondere für rechtsradikale Hooligans, Neonazis und rechtsextreme Kameradschaften anschlußfähig sind. Die Wahl des Datums ist kein Zufall, eher eine Provokation.

Seit Wochen organisieren antifaschistische Gruppen, Projekte wie "Berlin gegen Nazis", Initiativen und Bündnisse vielseitige Gegenproteste, um am 9. November den Nazis nicht die Straße zu überlassen.

Um 17 Uhr findet von der Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes – Bund der Antifaschistinnen und Antifaschisten VVN-BdA am Mahnmal in der Levetzowstraße eine Gedenkkundgebung an die Ermordeten im Nationalsozialismus statt, denn die Pogromo um den 9.11.1938, während welcher ca. 1.300 Jüd*innen ermordet wurden, markieren den Auftakt der möderischen Vernichtung. Weiter Infos - 9.11., 17 Uhr, Mahnmal Levetzowstraße/Moabit - Für eine gemeinsame Anreise gibt es folgende Vortreffpunkt: 16.00 Uhr Leopoldplatz/Vor der Nazarethkirche für Wedding / 16.15 Uhr Hansaplatz/Vor dem GripsTheater für Moabit

Das Bündnis für ein weltoffenes und tolerantes Berlin, ein Bündnis von Kirchen, Gewerkschaften, Wohlfahrtsverbänden und weiteren zivilgesellschaftlichen Organisationen ruft ebenfalls unter dem Motto „Es ist geschehen, und folglich kann es wieder geschehen. Primo Levi“ zu einer Kundgebung um 18.00 Uhr am Spreebogenpark auf. Die Kundgebung ohne Redner_innen wird mit einem großen Banner des Satzes von Primo Levi, Plakaten und Leuchtstäben ihren Protest ausdrücken. Das Bündnis bittet ruft dazu auf Taschen- oder Fahrradlampen mitzubringen.

- 9.11., 18 Uhr, Spreebogenpark

Die Initiativen aus Mitte TanzVersammlungRosenthaler – Tanzen gegen Rechts und die Anwohner_inneninititive für Zivilcourage – Gegen Rechts, die zuletzt die Anwohner_innenproteste gegen den WFD-Aufmarsch am 3. Oktober organisiert haben, rufen um 18.00 Uhr zu einer Demonstration unter dem Motto „Licht an gegen Nazis, Ein leuchtender Protestzug – gegen Rechts“ mit Startpunkt an der Marshallbrücke auf, die entlang beider Spreeufer zur Kundgebung vom Bündnis für ein weltoffenes und tolerantes Berlin am Spreebogenpark laufen wird.

-9.11. 18Uhr, Marshallbrücke

Eine Veranstaltungsübersicht stellt Berlin gegen Nazis bereit

Das Netzwerk "Reclaim Club Culture" ruft an diesem Tag unter dem Motto "Faschismus wegbeamen - Reclaim Resistance. #Gedenkenheißthandeln" auch zum Gegenprotest auf. Dieser startet um 16 Uhr am Rosa-Luxemburg-Platz vor der Volksbühne und wird dann als Demozug in Richtung der WfD-Veranstaltung ziehen. Die Organisator*innen von Reclaim Club Cultur rufen Teilnehmer*innen auf, auf der Demonstration den öffentlichen Raum für kreative Interventionen zu nutzen. Mehr erfahrt ihr hier

- 9.11., 16 Uhr, Rosa-Luxemburg-Platz