Vor Millionen Jahren lebten in der heutigen Eifel wahre Seemonster, die bis zu 2,50 Meter lang wurden. Das zeigt der Fund eines deutschen Paläontologen.

Paläontologe Markus Poschmann mit seinem Fund: Ein 46 Zentimeter langes Klauenfossil. Bild: dpa
MAINZ/LONDON dpa In der Eifel lebten vor rund 390 Millionen Jahren gigantische Meeresskorpione. Darauf deutet der Fund von Paläontologen hin, die auf das Fossil einer riesigen Kieferklaue gestoßen sind. Der deutsche Forscher Markus Poschmann entdeckte das 46 Zentimeter lange Klauenfossil in einem Steinbruch nahe Prüm bei der Westeifel.
Aus dem Fund konnten die Wissenschaftler auf die Gesamtkörperlänge des urzeitlichen Meeresskorpions schließen: Der Urskorpion war mit einer Größe von 2,5 Metern fast einen halben Meter länger als die größten bisher gefundenen Gliederfüßer. Das Exemplar der Gattung Jaekelopterus rhenaniae stelle damit einen neuen Größenrekord für Gliederfüßer auf, berichteten die Wissenschaftler in den Biology Letters der Londoner Royal Society.
Meeresskorpione, die vor rund 460 bis 255 Millionen Jahren lebten, gelten als Vorfahren der Skorpione und möglicherweise sogar als Vorfahren aller Spinnentiere. Warum urzeitliche Gliederfüßer wesentlich größer waren als die heute lebenden Exemplare, ist in der Forschung noch umstritten. Einige Wissenschaftler gehen davon aus, dass sie infolge der höheren Sauerstoffkonzentration in der Atmosphäre größer werden konnten. Andere Forscher stellten die These auf, dass sie sich parallel zu ihren Beutetieren, den Panzerfischen, entwickelten..
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