Die Proteste gegen die Kohlendioxid-Einlagerung in Brandenburg bringen die regierende Linkspartei in die Bredouille.von HANNO BÖCK
Bürgerinitiativen rufen heute zu einer Kundgebung im brandenburgischen Beeskow auf. Hier will der Energiekonzern Vattenfall künftig Kohlendioxid aus seinen Kohlekraftwerken im Boden verpressen - mit Billigung der Linkspartei, die seit September 2009 zusammen mit der SPD regiert. Die Proteste könnten die Partei, die vor der Wahl noch gegen die Braunkohle-Endlagerung war, vor eine Zerreißprobe stellen.
Umweltverbände bezeichnen das sogenannte Carbon Capture and Storage (CCS) als Feigenblatt für den Erhalt der Braunkohleindustrie in der Lausitz. Dort will Vattenfall vier neue Tagebaue öffnen. Braunkohle gilt als klimaschädlichste Form der Energieerzeugung. Um den Weiterbetrieb zu rechtfertigen, setzt Vattenfall auf CCS - eine Technologie, die bislang nur auf dem Papier und in kleinen Versuchsanlagen funktioniert.
2009 versuchten Umweltverbände, die Pläne mit einem Volksbegehren zu stoppen. Unterstützung erhielten sie von der damals oppositionellen Linkspartei. Auch im Wahlkampf forderte die Linke den Braunkohle-Ausstieg und lehnte CCS ab. Nach der Landtagswahl aber wurden die Karten neu gemischt. Die Linkspartei bildete eine Koalition mit der SPD - deren Ministerpräsident Matthias Platzeck als glühender Braunkohle-Fan gilt. Der linke Wirtschaftsminister Ralf Christoffers galt schon vor der Wahl als Braunkohle-Freund. "Man muss sich fragen, warum die Linkspartei ausgerechnet einen bekennenden Braunkohle-Befürworter zum Minister macht", sagt Mike Kess, Sprecher der Bürgerinitiative "CO2-Endlager stoppen" aus dem Landkreis Oder-Spree. CCS könne zur Zerreißprobe für die Linkspartei werden, meint Kess. Bürger werden Vattenfall den Zutritt zu ihren Grundstücken verwehren. "Wenn ein linker Ministerpräsident versucht, Enteignungen mit Polizeigewalt durchzusetzen, widerspricht das dem Grundverständnis der Partei."
Auf Bundesebene wird derzeitüber die gesetzliche Grundlage der CO2- Endlagerung verhandelt. Für Vattenfall eilt es: Ohne CCS-Gesetz kann der Bau zwei neuer Kraftwerksblöcke mit Kohlendioxid-Abscheidung nicht starten. Die EU-Fördergelder dafür sind zeitplangebunden. Christoffers setzt sich dafür ein, Klagemöglichkeiten der Bevölkerung einzuschränken und Fristen zu verkürzen. Selbst in der eigenen Partei erntet er damit Protest: "Ich teile die Sorgen der BürgerInnen dass ihr Widerstand kalt ausgehebelt wird", so die linke Bundestagsabgeordnete Dagmar Enkelmann. An der Kundgebung am Samstag nimmt auch Beeskows SPD-Bürgermeister Frank Steffen teil. Christoffers und Ministerpräsident Platzeck waren eingeladen, werden aber nicht teilnehmen.
Plötzlich teilt auch der Senat die Forderung des Volksbegehrens, den S-Bahn-Vertrag zu veröffentlichen. Eine Fassung steht schon im Netz - allerdings teils geschwärzt. von Stefan Alberti

Egal ob in Ost-, West-, Südeuropa oder in Kaschmir – überall ist es kalt. Verdammt kalt. Für viele Menschen ist das dramatisch und sogar lebensgefährlich. Aber die Kälte bringt auch Schönes und Erfreuliches.

77.000 Deutsche reisen jährlich auf die Malediven. Gerade herrschen Turbulenzen im Inselparadies: Soldaten schlagen Polizisten und die schlagen den Präsidenten. Am Ende geht nicht die Insel, sondern der Präsident unter.

Ob Ei, Mehl, Schuh oder Torte, schon so mancher Politiker wurde in der Vergangenheit Opfer einer Zuschauerattacke. Wer hat was abbekommen?

Einfach nur gebrauchte Computer verkaufen ist ja wohl langweilig. In diesem Laden in Österreich gibt es außerdem Palatschinken, einen schnelldrehenden Flohmarkt und seeeeehr viele Hinweisschilder. Irre!

Leserkommentare
05.09.2010 09:48 | Ergonaut
Unheimliche Gefahr für das Leben. ...
04.09.2010 21:26 | Enzo Aduro
"Wenn ein linker Ministerpräsident versucht, Enteignungen mit Polizeigewalt durchzusetzen, widerspricht das dem Grundverstä ...