Kommentar von SEBASTIAN HEISER
Viel zu lange hat der Vorsitzende der Berliner SPD geschwiegen. Erst jetzt fordert Michael Müller den Ausschluss von Thilo Sarrazin aus der Partei - jetzt, wo das alle fordern. Der richtige Zeitpunkt für diese Forderung wäre spätestens in diesem Frühjahr gewesen: Damals lief bereits ein Parteiausschlussverfahren gegen Sarrazin wegen rassistischer Äußerungen.
Anlass des Verfahrens war ein Interview Sarrazins, in dem er unter anderem gesagt hatte, Araber und Türken hätten "keine produktive Funktion, außer für den Obst- und Gemüsehandel". Sie seien weder integrationswillig noch integrationsfähig. Der Spandauer SPD-Kreisvorsitzende Raed Saleh zeigte Courage: Er nannte Sarrazins Äußerungen rassistisch und brachte das Parteiausschlussverfahren in Gang.
Heute wird der Landesvorstand unter Michael Müller sich wahrscheinlich wünschen, er hätte schon damals auf Raed Saleh gehört. Doch damals schloss er sich dem Ausschlussverfahren nicht an. Er schwieg auch, als die Landesschiedskommission im März ihr Urteil fällte: Sarrazins Aussagen könnten kein Rassismus sein, weil er nicht alle Migranten gleichermaßen abwerte, sondern Unterschiede zwischen Arabern und Türken auf der einen Seite und Vietnamesen und Osteuropäern auf der anderen Seite mache. Zu dieser skandalösen Rassismusdefinition wurde keine kritische Stimme aus dem Landesvorstand laut. Sarrazin blieb also weiterhin Parteimitglied und konnte sich darauf berufen, dass das Ausschlussverfahren gescheitert war. Weil der Berliner Landesverband nicht damals schon den Bruch mit Sarrazin gewagt hat, hat heute die ganze SPD ein Problem.
Der Justizsenator will die elektronische Fußfessel auch für Untersuchungshäftlinge nutzen. Die Opposition ist skeptisch. von Stefan Alberti

Egal ob in Ost-, West-, Südeuropa oder in Kaschmir – überall ist es kalt. Verdammt kalt. Für viele Menschen ist das dramatisch und sogar lebensgefährlich. Aber die Kälte bringt auch Schönes und Erfreuliches.

77.000 Deutsche reisen jährlich auf die Malediven. Gerade herrschen Turbulenzen im Inselparadies: Soldaten schlagen Polizisten und die schlagen den Präsidenten. Am Ende geht nicht die Insel, sondern der Präsident unter.

Ob Ei, Mehl, Schuh oder Torte, schon so mancher Politiker wurde in der Vergangenheit Opfer einer Zuschauerattacke. Wer hat was abbekommen?

Einfach nur gebrauchte Computer verkaufen ist ja wohl langweilig. In diesem Laden in Österreich gibt es außerdem Palatschinken, einen schnelldrehenden Flohmarkt und seeeeehr viele Hinweisschilder. Irre!

Leserkommentare
30.08.2010 21:19 | Kai
Ist doch klar das sich die SPD da schwer tut. Die Wähler stehen zu großer Zahl hinter Sarrazin. Man wie die ja nicht vergra ...
30.08.2010 20:17 | A.Grech
Nun kriegt euch mal langsam wieder ein! Sarrazin's gewagte Hypothesen sind vielleicht nicht jedermans Sache, aber den Zirku ...