Die Linke verliert im Saarland mehr als 1000 Mitglieder. Bei einer Karteibereinigung wollten diese ihre säumigen Mitgliedsbeiträge nicht bezahlen - und flogen raus.von K.-P. KLINGELSCHMITT

Wenigstens muss sich bei der Saar Linken niemand mehr Sorgen um zu wenig Stühle machen. Bild: apn
Frankfurt/M. taz | Noch vor der Wahl im Saarland 2009 platzten Linksparteilandeschef Rolf Linsler und Spitzenkandidat Oskar Lafontaine fast vor Stolz über den "rasanten Anstieg" der Mitgliederzahlen der Linken Saar. Über 3.500 Menschen, darunter hunderte von der SPD konvertierte Genossen, hätten Beitrittserklärungen unterschrieben, hieß es. Und die Parteiführung freute sich diebisch über den Coup mit den Bus- und Bahnfahrern, die gleich "in Massen" in die Linkspartei eingetreten seien.
Jetzt räumt die Parteiführung ein, dass von den noch vor einem halben Jahr vermeldeten 3.610 Mitgliedern nach einer "Karteibereinigung" nur noch 2.519 übrig geblieben seien. Nach einem Parteivorstandsbeschluss vom Mai waren 1.070 säumige Beitragszahler angeschrieben und darauf aufmerksam gemacht worden, dass ihre Mitgliedschaft in der Partei ende, falls sie ihre Rückstände nicht innerhalb von vier Wochen beglichen. Kaum einer zahlte nach. Dabei kostet die Mitgliedschaft bei der Linken Saar etwa Hartz-IV-Empfänger nur den Mindestbeitrag von 1,50 Euro pro Monat.
Dass es bei der Saar-Linken in manchen Orts- und Kreisverbänden "Scheinmitglieder und Karteileichen" geben würde, war der Linken Saar parteiintern und von konkurrierenden Parteien immer wieder vorgeworfen worden. Nach taz-Informationen drängte letztendlich auch der Bundesvorstand auf eine "Bereinigung der Mitgliederzahlen".
Die CDU Saar moniert jetzt, dass diese "Bereinigung" erst nach den Wahlen für den Bundesvorstand der Linken stattfand. Offenbar habe man sich bei der Linken Saar auf der falschen Grundlage von mehr als 3.500 Mitgliedern über den Delegiertenschlüssel einen größeren Einfluss auf diese Wahlen auf dem Bundesparteitag in Rostock sichern wollen, mutmaßt CDU-Generalsekretär Roland Theis. Tatsächlich wurde dort mit Heinz Bierbaum ein Mitglied des Landesvorstandes der Saarlinken zum Vize-Bundesvorsitzenden gewählt.
Die achtjährige Mariam muss in einem Flüchtlingsheim leben, obwohl sie krank ist. Die Regierung in Mecklenburg-Vorpommern will ihr nun eine Wohnung organisieren. von Emilia Smechowski

Egal ob in Ost-, West-, Südeuropa oder in Kaschmir – überall ist es kalt. Verdammt kalt. Für viele Menschen ist das dramatisch und sogar lebensgefährlich. Aber die Kälte bringt auch Schönes und Erfreuliches.

77.000 Deutsche reisen jährlich auf die Malediven. Gerade herrschen Turbulenzen im Inselparadies: Soldaten schlagen Polizisten und die schlagen den Präsidenten. Am Ende geht nicht die Insel, sondern der Präsident unter.

Ob Ei, Mehl, Schuh oder Torte, schon so mancher Politiker wurde in der Vergangenheit Opfer einer Zuschauerattacke. Wer hat was abbekommen?

Einfach nur gebrauchte Computer verkaufen ist ja wohl langweilig. In diesem Laden in Österreich gibt es außerdem Palatschinken, einen schnelldrehenden Flohmarkt und seeeeehr viele Hinweisschilder. Irre!

Leserkommentare
06.08.2010 12:00 | Parteischnecke
Wie würden andere Parteien da reagieren ? Zudem kein Wunder, da die "Linke" sich ja mehr und mehr zum Kapitalismus bekennt.
06.08.2010 05:19 | Rod
Die CDU macht es doch genauso. Das weiß ich deshalb so genau, weil ich früher einmal CDU-Mitglied und Ortsvorstand war.
05.08.2010 21:51 | reblek
"Über 3.500 Menschen, darunter hunderte von der SPD konvertierte Genossen, hätten Beitrittserklärungen unterschrieben, hieß ...