Kommentar von KAI VON APPEN
Da freuen sich die Medien und die Politik: Besser hätte es im Sommerloch nicht kommen können. Die Auflage steigt und rhetorische Vorschläge der Politik-Hardliner haben auf der Basis der Angst Hochkonjunktur - weil drei Ex-Knackis nach langer Zeit aus der Sicherheitsverwahrung entlassen worden sind und sich nun im Norden aufhalten.
Boulevardreporter stöbern sie auf und heften sich an ihre Fersen, die Polizei hilft bereitwillig mit, um im Gegenzug mediale Unterstützung für Personalaufstockungen zu fordern. Einige Innenpolitiker träumen davon, die Männer mit elektronischen Fußfesseln und GPS-Sendern auszustatten, wodurch eine Sexualstraftat präventiv aber auch nicht verhindert wird.
Selbst wenn es einem nicht passt: Die drei Männer sind nach Recht und Gesetz in die Freiheit entlassen worden. Die deutsche Politik glaubte 1998, leichtfertig Grundsätze wegkehren zu können, in dem sie die zehnjährige Sicherheitsverwahrung verlängerte. Dafür wurde sie nun vom Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte getadelt.
Es ist jetzt die Aufgabe der Sachverständigen, zu prüfen, ob den Betroffen zum Schutz der Öffentlichkeit besondere Auflagen auferlegt werden müssen - aber nicht die der Medien. Denn werden Menschen einer regelrechten Jagd ausgesetzt, macht es sie nicht ungefährlicher, sondern schon deshalb gefährlich.
Preise für Mittagessen und Randbetreuung an der Ganztagsgrundschule hängen künftig vom Einkommen ab. Eltern der Pilotschulen laut Evaluation zufrieden. von Kaija Kutter

In der Ausstellung "Neue Heimaten" präsentieren Studierende konkrete architektonische Vorschläge für sechs soziale Brennpunkte Bremens von Jan Zier

Pop-Archäologie im Bremer Umland: Eine CD-Box über die Anfänge der Country-Musik könnte dem Plattenlabel Bear Family Records aus Holste-Oldendorf nun zwei Grammy Awards einbringen. von Andreas Schnell

Egal ob in Ost-, West-, Südeuropa oder in Kaschmir – überall ist es kalt. Verdammt kalt. Für viele Menschen ist das dramatisch und sogar lebensgefährlich. Aber die Kälte bringt auch Schönes und Erfreuliches.

77.000 Deutsche reisen jährlich auf die Malediven. Gerade herrschen Turbulenzen im Inselparadies: Soldaten schlagen Polizisten und die schlagen den Präsidenten. Am Ende geht nicht die Insel, sondern der Präsident unter.

Ob Ei, Mehl, Schuh oder Torte, schon so mancher Politiker wurde in der Vergangenheit Opfer einer Zuschauerattacke. Wer hat was abbekommen?

Einfach nur gebrauchte Computer verkaufen ist ja wohl langweilig. In diesem Laden in Österreich gibt es außerdem Palatschinken, einen schnelldrehenden Flohmarkt und seeeeehr viele Hinweisschilder. Irre!

Leserkommentare