Der Bild-Chef mag die taz nicht mehr und baggert stattdessen an "Zapp" (TV-Sendung) rum. Vielleicht ist es die Liebe zur These, die die beiden zusammengeführt hat.von DANIEL SCHULZ

Klettet sich jetzt an "Zapp" – zum Glück: Kai Diekmann. Bild: screenshot/kaidiekmann.de
BERLIN taz | Danke, "Zapp"! Endlich sind wir diesen Streuner los. Ständig hing er bei uns an der Hausecke rum, manche meinen, er täte es noch. Aber wie wir lesen können, beschäftigt er sich jetzt mit dir. Kai Diekmann, taz-Genosse und nebenbei Bild-Chef, schreibt dir, NDR-Mediensendung, selbstironische Themenvorschläge, ein Werben um Aufmerksamkeit, mithin Liebesbriefe. Denn wie wir wissen, die wir ja Eigentum des Genossen sind, schreibt er vor allem jenen, die er liebt.
Als der Horst Köhler, so was wie der Diekmann für die Bundesrepublik, zurücktrat, mailte es aus dem Springer-Haus: "Horst weg: Warum Bild den Bundespräsidenten auf dem Gewissen hat?" Und als Bild den Einsatz von Leserreportern verkündete, schlug Diekmann dir, liebes "Zapp", als Thema vor: "Voyeure reloaded: Wie Bild die Landplage Leserreporter jetzt auf deutsche Gerichtssäle loslässt."
Hihi. Wenn der Mann nicht der wäre, der er ist, dann könnte er einem schon recht sympathisch sein. Lasst uns nur mal kurz auf deine letzte Themenvorschau gucken, liebes Zapp, die wir am 27. Juli per Mail bekommen haben. Nach kurzer Begrüßung steht da:
- "Love-Parade: Unterschätzte Warnungen, dreistes Schweigen"
- "Bahn-Fiasko: Brutale Hitze, peinliche Erklärungen"
- "Sachsensumpf: Hartes Strafrecht, versuchte Einschüchterung"
Wir dachten erst, das wäre eine Mail des Genossen Kai und waren verwirrt. Und als wir später die Bild-Zeitung in die Hand nahmen, waren wir wieder verwirrt, weil wir dachten, das wäre deine Programmankündigung. War es aber gar nicht, war ja die Bild-Zeitung, aber auf den ersten Blick … na ja … ne?
Vielleicht kann man sagen, es ist die Liebe zur These, die Dich und Kai zusammengeführt hat. So was haben wir hier, im Nirwana der Ausgewogenheit, halt nicht.
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Es ist ein echtes großes Drama, das sich da in Griechenland abspielt. Ein Drama über die Demokratie, die Unregierbarkeit. Dieses Wort muss man sich auf der Zunge zergehen lassen. Und das Drama genießen.

Leserkommentare
29.07.2010 11:28 | micha
wo is das sommerlochkrokodil, da gäbs wenigstens was zu berichten... ...
29.07.2010 08:54 | Die Freud am lesen
An Klaus: ...
29.07.2010 07:37 | Freesemann
Hey TAZ,