Kommentar von MARTIN KAUL
Wer in Berlin nicht gänzlich unpolitisch ist, weiß: Kaum bist du auf einer Demo, wirst du auch schon gefilmt. Diese polizeiliche Selbstverständlichkeit hat das Verwaltungsgericht jetzt infrage gestellt. Mit seinem Urteil setzt es Maßstäbe: Bereits die permanente Präsenz eines Kamerawagens, so die Richter, kann eine Einschränkung der Demonstrationsfreiheit darstellen - weil sich friedliche ProtestlerInnen von der Dauerüberwachung abgeschreckt fühlen könnten.
Dass Richter die Polizei zurückpfeifen, ist durchaus üblich und völlig normal. Erschreckend ist jedoch, wie weitreichend der Korrekturbedarf in letzter Zeit ist. Der Bundesgerichtshof rügte vor wenigen Wochen das Bundeskriminalamt für die illegale Bespitzelung von drei linken Berlinern; nun erklärten die hiesigen Verwaltungsrichter nahezu jeden Demonstranten für betroffen: Ihr Urteil bemängelt, dass es schon zur Normalität geworden ist, Protestierer jeglicher Couleur massenhaft und ohne Grund zu überwachen.
Wann darf gedreht werden?

Martin Kaul ist Bewegungsredakteur bei der taz. Foto: taz
Es ist wichtig, diese Ausbreitung der Überwachungspraxis scharf zu kritisieren. Das Problem ist damit jedoch keineswegs gelöst. Wann sie filmen darf und wann nicht, wird die Polizei auch in Zukunft weitgehend selbst definieren. Denn die Grundlage, ob eine Demo als friedlich gilt, ist die davor erstellte Gefahrenanalyse. Und die schreibt die Polizei. Will heißen: Wenn sie filmen will, muss sie nur das Drehbuch ändern.
Das Verwaltungsgericht hat damit einen wunden Punkt aufgezeigt - nun liegt es an den Demonstranten, ihre eigene Überwachung zu überwachen. Und die Polizei nicht nur zu filmen, wenn sie schlägt, sondern auch, wenn sie filmt.
Das ZDF kann leider keine vollständigen Sätze, die "Bunte" dafür prima Kundenbefriedigung. Immer schön alles Opa sicher! von Silke Burmester
Egal ob in Ost-, West-, Südeuropa oder in Kaschmir – überall ist es kalt. Verdammt kalt. Für viele Menschen ist das dramatisch und sogar lebensgefährlich. Aber die Kälte bringt auch Schönes und Erfreuliches.

77.000 Deutsche reisen jährlich auf die Malediven. Gerade herrschen Turbulenzen im Inselparadies: Soldaten schlagen Polizisten und die schlagen den Präsidenten. Am Ende geht nicht die Insel, sondern der Präsident unter.

Ob Ei, Mehl, Schuh oder Torte, schon so mancher Politiker wurde in der Vergangenheit Opfer einer Zuschauerattacke. Wer hat was abbekommen?

Einfach nur gebrauchte Computer verkaufen ist ja wohl langweilig. In diesem Laden in Österreich gibt es außerdem Palatschinken, einen schnelldrehenden Flohmarkt und seeeeehr viele Hinweisschilder. Irre!

Leserkommentare
28.07.2010 11:59 | unib
Was schreiben Sie denn hier für einen Unsinn? Die Gefahrenprognose ist im vollem Umfange gerichtlich nachprüfbar (hat man j ...
28.07.2010 11:03 | ich
Kommentatoren wie dieser haben in Wahrheit nur vor einem Angst: Dass nicht nur die Videos über die Polizei sondern auch die ...