Kommentar von KIRSTEN REINHARDT
Roman Polanskis Hausarrest ist beendet. Der Regisseur darf die Fußfessel abstreifen, die ihn seit neun Monaten an sein Gstaader Chalet gebunden hat, und wieder über Filmfeste tingeln - ohne Angst, an die USA aufgeliefert zu werden. Dort hatte der Regisseur, wie inzwischen weitläufig bekannt, 1977 in Jack Nicholsons Villa eine 13-Jährige mit Alkohol und Beruhigungsmitteln ausgeschaltet und durchgevögelt.
Halt, Pardon - um im Duktus bestimmter Nachrichtenagenturen und Medien zu bleiben, muss es natürlich heißen: Er hat sich an dem Mädchen "vergangen". Diesem Euphemismus folgen in Berichten über das Auslieferungsgesuch der USA gerne Sätze wie "… obwohl sie ihm inzwischen verziehen hat" oder "… obwohl die Tat schon über 30 Jahre her ist".
Aber bleiben wir bei der Formulierung des "Sichvergehens". Haben Sie dabei nicht auch einen kleinen Jungen im Kopf, der mit dem Finger in der Marmelade in der Speisekammer steht? Klingt das nicht wie ein Kavaliersdelikt? Ein kleines "Vergehen" eben? Im sexuellen Kontext denkt man dabei vielleicht an penetrierte Kürbisse oder schlimmstenfalls Schafe (Roberto Benigni in "Night on Earth"), aber nicht an eine vergewaltigte 13-Jährige.
Trotzdem werden sie wieder lesen: "Polanski soll sich an einer Minderjährigen vergangen haben." Korrigieren Sie das doch, zumindest in Ihrem Kopf.
Der brachiale Sparkurs in Griechenland verstärkt die Wirtschafts- und Schuldenkrise. Wie soll das Land seine Schulden abbauen, wenn die Wirtschaft am Boden liegt? von Nicola Liebert
Egal ob in Ost-, West-, Südeuropa oder in Kaschmir – überall ist es kalt. Verdammt kalt. Für viele Menschen ist das dramatisch und sogar lebensgefährlich. Aber die Kälte bringt auch Schönes und Erfreuliches.

77.000 Deutsche reisen jährlich auf die Malediven. Gerade herrschen Turbulenzen im Inselparadies: Soldaten schlagen Polizisten und die schlagen den Präsidenten. Am Ende geht nicht die Insel, sondern der Präsident unter.

Ob Ei, Mehl, Schuh oder Torte, schon so mancher Politiker wurde in der Vergangenheit Opfer einer Zuschauerattacke. Wer hat was abbekommen?

Einfach nur gebrauchte Computer verkaufen ist ja wohl langweilig. In diesem Laden in Österreich gibt es außerdem Palatschinken, einen schnelldrehenden Flohmarkt und seeeeehr viele Hinweisschilder. Irre!

Leserkommentare
17.07.2010 13:35 | Dirk Dotzert
Genau. Aber Deutschland ist das egal: "Most of Europe has arrangements with Washington on sending wanted individuals back a ...
15.07.2010 12:59 | Andreas
"Ausschalten und durchvögeln"? Die schlechtgewählte, vulgäre Wortwahl ist eine Frechheit jeder sexuell missbrauchten Person ...
14.07.2010 00:55 | zweiter Versuch
Zitat: "Halt, Pardon - um im Duktus bestimmter Nachrichtenagenturen und Medien zu bleiben, muss es natürlich heißen: Er hat ...