"Unter den Suhrkamp-Autoren sind ja allein zwölf Nobelpreisträger" – "Schwarze Flut ist ja leider vergriffen" – 13 schlaue Sätze über: Suhrkamp. Zum 60.

Kollektion in Regenbogenfarben – gesehen im Suhrkamp-Laden in Berlin-Mitte. Bild: dpa
"Schuld ist ja nur Bertolt Brecht!" (Der versprach nämlich dem Verlagsgründer Peter Suhrkamp, unbedingt in dem Verlag sein zu wollen, den Suhrkamp leite.)
"Da gab es doch mal diesen Begriff: Suhrkamp-Kultur" (Der fällt immer bei Suhrkamp-Jubiläen, können Sie jede Wette drauf eingehen! Aber Achtung: Inzwischen hat er einen Beigeschmack von alter Bundesrepublik.)
"Unter den Suhrkamp-Autoren sind ja allein zwölf Nobelpreisträger" (Und man könnte sie alle aufzählen, und mehr. Chronologisch.)
"S. hat einfach den geilsten Style" (O ja. Vom schlichten Coverdesign kann noch jeder angehende Grafiker viel lernen. Angucken! Reduktion üben!)
"Taxifahrer sind die Karrieretypen unter den Germanisten" (Harald Schmidt. Signalisiert gesprächsentkrampfende, angenehme Distanz zum Literaturbetrieb.)
"Kein geisteswissenschaftliches Studium ohne stw" (Im Anschluss an dieses Statement können Sie dann beliebig mit Namen von Suhrkamp-Meisterdenkern angeben: Adorno, Benjamin, Foucault, Elias, Bourdieu, Habermas, Agamben usw.)
"S. hat ja die Bachmann entdeckt" (Yep.)
"Da arbeitet doch diese Ex-Schauspielerin." Suhrkamp-Chefin Ulla Berkéwicz-Unseld hat in den 70er Jahren tatsächlich als Schauspielerin gearbeitet und war mit dem Regisseur und Bühnenbildner Wilfried Minks verheiratet. Nach dem Tod ihres zweiten Mannes Siegfried Unseld 2002 wurde sie Chefin des Verlags. Was nicht allen Betroffenen schmeckte.
"Wenn erst mal Norbert Gstrein raus ist, kocht die ganze Sache wieder hoch" (Gstreins Roman "Die ganze Wahrheit" erscheint im August und erzählt nur wenig subtil verschlüsselt von einer Verlegerwitwe.)
"Schwarze Flut ist ja leider vergriffen" (Sie sind ein Insider! Aber es stimmt nicht ganz. Das Buch von Yasushi Inoue - bildet mit "Der Stierkampf" und "Das Jagdgewehr" eine Trilogie - hat nur ein neues Cover bekommen.)
"Dieser neue Suhrkamp-Laden in der Berliner Linienstraße hat was - aber mussten sie wirklich die Sessel so regenbogenfarbenmäßig stylen wie die Edition?" (Beweist, dass man sich nicht nur für Bücher, sondern auch für Design interessiert.)
"Na ja, die Zeit, als wirklich jeder deutsche Autor, der auf sich hielt, bei Suhrkamp sein wollte, ist doch längst vorbei." (Signalisiert, dass man selbst - mit großen schriftstellerischen Ambitionen - sich auch schon woanders umsieht.)
"Wenn die Rechte für Brecht und Hesse auslaufen, wird Suhrkamp aber wirklich Probleme kriegen." (Zeugt von großem Insiderwissen und vermittelt überdies Weitblick. Außerdem stimmt es.)
taz-Bücherfreunde ordnen ihre Regale zwar nicht nach Verlagen, haben aber bunte Suhrkamp-Ausgaben, über die sie gern liebevoll streichen
Erst in Vorleistung gehen, dann gegen den Nachbarn abkacken – da streikt die Professorin. Wer was tatsächlich braucht, ist schon lang nicht mehr die Frage. von Jörg Sundermeier

Egal ob in Ost-, West-, Südeuropa oder in Kaschmir – überall ist es kalt. Verdammt kalt. Für viele Menschen ist das dramatisch und sogar lebensgefährlich. Aber die Kälte bringt auch Schönes und Erfreuliches.

77.000 Deutsche reisen jährlich auf die Malediven. Gerade herrschen Turbulenzen im Inselparadies: Soldaten schlagen Polizisten und die schlagen den Präsidenten. Am Ende geht nicht die Insel, sondern der Präsident unter.

Ob Ei, Mehl, Schuh oder Torte, schon so mancher Politiker wurde in der Vergangenheit Opfer einer Zuschauerattacke. Wer hat was abbekommen?

Einfach nur gebrauchte Computer verkaufen ist ja wohl langweilig. In diesem Laden in Österreich gibt es außerdem Palatschinken, einen schnelldrehenden Flohmarkt und seeeeehr viele Hinweisschilder. Irre!

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