Weil "Bild"-Chef Kai Diekmann im Marokko-Urlaub sein Blog bearbeitete, verlangt die Telekom 42.000 Euro Roaming-Gebühren von ihm. Prompt bat er Telekom-Boss Obermann um Hilfe - vergebens.von Julia Niemann

BILD-Titel vom 22.6. - Zufall? Bild: taz
BERLIN taz | Kai Diekmanns Pflege seines 100-Tage-Blogs kaidiekmann.de bestand neben dem geschriebenem Wort auch aus hochgeladenen Bildern und Videos - auch aus dem Ausland. Der "Bild"-Chefredakteur war sich offenbar nicht über die bizarr hohen Tarife mobiler Daten-Verbindungen im Ausland im Klaren - und bloggte fleißig aus seinem Marokko-Urlaub. Ergebnis: 42.000 Euro Roaming-Gebühren. Und das in nur drei Tagen und obwohl Herr Diekmann das Blog laut Springer-Angaben meistens seinen Mitarbeitern in die Feder diktierte, anstatt eigenhändig zu veröffentlichen.
Nichtsdestotrotz flatterte die saftige Rechnung aus Bonn Herrn Diekmann ins Haus und die Höhe des Betrags vermochte offenbar selbst den "Bild"-Chef zu schockieren, berichtet das Branchenblatt "Kontakter". Er legte sofort gegen diese Summe Widerspruch ein - und ging auch noch auf Nummer sicher: Bei einem Management-Meeting des Springer-Verlags in Berlin soll er Gastredner René Obermann gleich persönlich auf die Angelegenheit angesprochen haben - er möge sich doch der Sache annehmen.
Doch leider ohne Erfolg. Obermann habe ihn vor versammelter Mannschaft daran erinnert, dass er ein ganz normaler Beschwerdeführer sei, der sich "hinten anstellen" muss, sagte Diekmann Süddeutsche.de. Aus einem Gentlemens Agreement wurde demnach also nichts - aber der Springer Verlag übernimmt ohnehin die Kosten, so Diekmann.
Zunächst erstaunlich stilsicher, dann ein Werbefilm für militärische Interventionen: der Jugoslawienkriegsfilm "In the Land of Blood and Honey" von Angelina Jolie. von Stefan Reinecke

77.000 Deutsche reisen jährlich auf die Malediven. Gerade herrschen Turbulenzen im Inselparadies: Soldaten schlagen Polizisten und die schlagen den Präsidenten. Am Ende geht nicht die Insel, sondern der Präsident unter.

Ob Ei, Mehl, Schuh oder Torte, schon so mancher Politiker wurde in der Vergangenheit Opfer einer Zuschauerattacke. Wer hat was abbekommen?

Einfach nur gebrauchte Computer verkaufen ist ja wohl langweilig. In diesem Laden in Österreich gibt es außerdem Palatschinken, einen schnelldrehenden Flohmarkt und seeeeehr viele Hinweisschilder. Irre!

Disney erlaubt seinen Mitarbeitern endlich offiziell das Tragen von Gesichtsbehaarung. Anlass für ein taz-Bartquiz.

Leserkommentare
25.06.2010 08:34 | Gerrot
Und jetzt kommts: Hr. Diekmann hatte ein iPhone mit T-Mobile Simlock !
24.06.2010 09:55 | Geschädigter
Ich bin in der gleichen Falle getappt. ...
23.06.2010 19:42 | Tom aus südwesten
Herr Diekmann wird wohl mit Herrn Obermann nicht schlecht bekannt sein, da er [Herr Diekmann] im Vorstand der Bild.T-Online ...