Kommentar von NICK REIMER
Wieder steht die Oder an den Deichkronen, wieder steht Matthias Platzeck auf dem Deich, und wieder spielt der seine Rolle perfekt - so wie 1997, als Brandenburg von der Jahrhundertflut überrollt wurde. Der Unterschied zu damals ist: Diesmal halten die Deiche im Wesentlichen, und Matthias Platzeck lobt die kluge Politik - seine kluge Hochwasserschutzpolitik.
Die Bilder geben ihm recht. Allein: Sie trügen. Denn das, was seit 1997 an der Oder als Hochwasserschutz umgesetzt wurde, programmiert die nächste Katastrophe. 6.000 Hektar Rückhaltefläche sollten nach der Flut von 1997 neu eingerichtet werden - Flächen, die im Ernstfall gezielt geflutet werden können. 60 Hektar sind es seitdem tatsächlich geworden.
Statt dem Fluss mehr Raum zu geben - wie die Politik damals versprach -, wurde nur sein Korsett enger und fester geschnürt. Drei Viertel der vorgesehenen Gelder wurden in den Bau höherer und robusterer Deiche gesteckt, die nun das Wasser zurückhalten.

Nick Reimer ist Redakteur im Ressort Ökologie und Wirtschaft. Foto: taz
Dass die Deiche halten, ist allerdings kein Anlass zur Entwarnung. Flutauslöser 1997 war eine sogenannte Fünf-B-Wetterlage, die 2002 und 2006 auch die schweren Fluten an der Elbe, 2005 an der Oder und das Winterchaos in diesem März auslöste.
Fünf-B-Wetterlagen bringen in ungewöhnlich kurzer Zeit ungewöhnlich viel Niederschlag vom Mittelmeer in unsere Breiten. Und wegen der Erderwärmung nehmen hierzulande diese Wetterlagen zu.
Dass die Deiche jetzt halten, liegt daran, dass die Ursache der Oderflut 2010 keine solche Fünf-B-Wetterlage ist. So sicher wie das Amen in der Kirche aber kommt eine solche Wetterlage demnächst in das Einzugsgebiet der Oder.
Und dann wird sichtbar: Höhere Deiche allein sind keine brauchbare Lösung in den Zeiten des Klimawandels. Vielmehr brauchen die Flüsse wieder mehr Raum.
Egal ob in Ost-, West-, Südeuropa oder in Kaschmir – überall ist es kalt. Verdammt kalt. Für viele Menschen ist das dramatisch und sogar lebensgefährlich. Aber die Kälte bringt auch Schönes und Erfreuliches.

77.000 Deutsche reisen jährlich auf die Malediven. Gerade herrschen Turbulenzen im Inselparadies: Soldaten schlagen Polizisten und die schlagen den Präsidenten. Am Ende geht nicht die Insel, sondern der Präsident unter.

Ob Ei, Mehl, Schuh oder Torte, schon so mancher Politiker wurde in der Vergangenheit Opfer einer Zuschauerattacke. Wer hat was abbekommen?

Einfach nur gebrauchte Computer verkaufen ist ja wohl langweilig. In diesem Laden in Österreich gibt es außerdem Palatschinken, einen schnelldrehenden Flohmarkt und seeeeehr viele Hinweisschilder. Irre!

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