Kommentar von MALTE KREUTZFELDT
Rhetorisch ist es eine Meisterleistung: Auch die Bundesregierung ist nun dafür, die Finanzmärkte zu besteuern. Diese Botschaft hat die Union erfolgreich platziert, um das Wahlvolk einzufangen - das über die bisherige Untätigkeit der Regierung empört ist -wie auch die Oppositionsparteien, auf deren Zustimmung zum Euro-Rettungspaket die Kanzlerin großen Wert legt. Doch was genau sich hinter der wohlklingenden Ankündigung verbirgt, bleibt auch nach Merkels Regierungserklärung völlig offen.
So nennen Union und FDP als Alternative zur lange geforderten Finanztransaktionssteuer nun eine Finanzaktivitätssteuer. Die Hoffnung, die Öffentlichkeit werde den Unterschied nicht wahrnehmen und froh sein, dass überhaupt etwas passiert, darf sich nicht erfüllen. Denn trotz des ähnlichen Namens geht es um grundverschiedene Dinge. Finanztransaktionen zu besteuern hilft gegen kurzfristige, spekulative Geschäfte - und würde in Deutschland jährlich 26 Milliarden Euro bringen. Zur so genannten Finanzaktivitätssteuer, die auf Gewinne und Gehälter von Banken erhoben werden soll, gibt es bisher keine detaillierten Pläne. Finanzminister Schäuble schätzt die Einnahmen auf gut 1 Milliarde Euro.
Doch dieser mögliche Etikettenschwindel, der unter dem Namen Finanzmarktsteuer zwei grundverschiedene Dinge zusammenfasst, ist nicht die einzige Unwägbarkeit. Während Merkel von einer Einführung in Europa spricht, setzen Schäuble und die FDP auf eine - so unwahrscheinliche wie unnötige - globale Einigung.

Malte Kreutzfeldt ist Leiter des Ressorts Ökologie und Wirtschaft. Foto: taz
Ob die Ankündigung irgendwelche Konsequenzen haben wird, ist demnach völlig offen. Die Opposition hat also allen Grund, gegenüber dieser Unverbindlichkeit skeptisch zu bleiben - und der Wähler erst recht.
Egal, was nun kommt in Griechenland – für die meisten wird es weiter abwärts gehen. Für die Demokratie ist das gefährlich. von Klaus Hillenbrand
Egal ob in Ost-, West-, Südeuropa oder in Kaschmir – überall ist es kalt. Verdammt kalt. Für viele Menschen ist das dramatisch und sogar lebensgefährlich. Aber die Kälte bringt auch Schönes und Erfreuliches.

77.000 Deutsche reisen jährlich auf die Malediven. Gerade herrschen Turbulenzen im Inselparadies: Soldaten schlagen Polizisten und die schlagen den Präsidenten. Am Ende geht nicht die Insel, sondern der Präsident unter.

Ob Ei, Mehl, Schuh oder Torte, schon so mancher Politiker wurde in der Vergangenheit Opfer einer Zuschauerattacke. Wer hat was abbekommen?

Einfach nur gebrauchte Computer verkaufen ist ja wohl langweilig. In diesem Laden in Österreich gibt es außerdem Palatschinken, einen schnelldrehenden Flohmarkt und seeeeehr viele Hinweisschilder. Irre!

Leserkommentare
23.05.2010 17:13 | Hannes
"26 Mrd. Euro nur für Deutschland." Lächerlich und reine Propaganda. Wenn durch die Steuer Kurzfristspekulationen unrentabe ...
20.05.2010 17:12 | Amos
26 : 1, was gibt es da noch groß zu überlegen, wenn man selbst nichts zu verbergen hat. Was will der Staat dann mit einer l ...
20.05.2010 10:57 | o aus h
1-Milliarden-mal überzeichnet! ...