Kommentar von SEBASTIAN HEISER
Die Eigentümer der Wohnungsbaugesellschaft GSW führen die Koalition aus SPD und Linkspartei vor: Erst konnte den Finanzinvestoren Cerberus und Goldman Sachs die Zustimmung zu den Börsenplänen gar nicht schnell genug kommen, jetzt sagen sie selbst den Börsengang ab. Dabei hatten die Spitzen der Koalition viel Mühe damit, alle Abgeordneten zu einer Zustimmung zu bewegen.
Insbesondere in der SPD hatten sich einige Kritiker gemeldet, die davon überzeugt waren, dass die Mieter mit Preissteigerungen zu rechnen haben, wenn die GSW an die Börse geht. Eine Woche vor der Abstimmung im Parlament votierten mehr als zehn SPD-Abgeordnete in der Fraktion gegen die Pläne. Aus den Reihen der Betroffenen heißt es, die Fraktionsführung um Michael Müller und Christian Gaebler habe mit nicht unerheblichem Druck dafür gesorgt, dass die Zustimmung am Ende doch noch stand. Doch der politische Preis dafür war hoch. Schließlich nutzten auch Grüne und CDU im Parlament die Gelegenheit, um dem Senat unsoziale Mietenpolitik vorzuwerfen.
Und das alles, damit die GSW-Eigentümer es sich zwei Wochen später doch noch anders überlegen? Sobald klar war, dass sich der Gang an die Börse doch nicht lohnt, wurde er abgeblasen. So ein Verhalten ist legitim für Kasinospieler, aber unwürdig für den größten Immobilienbesitzer in der Stadt. Die Mieter der rund 50.000 GSW-Wohnungen dürfen einen verlässlichen Eigentümer erwarten. Auch die Politik ist für eine soziale Stadtentwicklung auf seriöse Ansprechpartner in der privaten Immobilienwirtschaft angewiesen - und nicht auf Zocker.
Während Multiplexe ihre Filme bald nur noch digital zeigen, haben die Programmkinos Probleme mit der Finanzierung. von Sebastian Puschner

Egal ob in Ost-, West-, Südeuropa oder in Kaschmir – überall ist es kalt. Verdammt kalt. Für viele Menschen ist das dramatisch und sogar lebensgefährlich. Aber die Kälte bringt auch Schönes und Erfreuliches.

77.000 Deutsche reisen jährlich auf die Malediven. Gerade herrschen Turbulenzen im Inselparadies: Soldaten schlagen Polizisten und die schlagen den Präsidenten. Am Ende geht nicht die Insel, sondern der Präsident unter.

Ob Ei, Mehl, Schuh oder Torte, schon so mancher Politiker wurde in der Vergangenheit Opfer einer Zuschauerattacke. Wer hat was abbekommen?

Einfach nur gebrauchte Computer verkaufen ist ja wohl langweilig. In diesem Laden in Österreich gibt es außerdem Palatschinken, einen schnelldrehenden Flohmarkt und seeeeehr viele Hinweisschilder. Irre!

Leserkommentare
06.05.2010 09:29 | unprivat
"Auch die Politik ist für eine soziale Stadtentwicklung auf seriöse Ansprechpartner in der privaten Immobilienwirtschaft an ...