Kommentar von BARBARA DRIBBUSCH
Auf den ersten Blick scheint es nur ein Konflikt zwischen Sozialpolitik und Finanzen zu sein. In Wirklichkeit jedoch geht es um einen tiefen Wandel in der Lebensorganisation von Paaren, wenn jetzt um eine Erweiterung des Elterngeldes gestritten wird. Nach dem Referentenentwurf aus dem Familienministerium soll es künftig vier statt zwei der sogenannten Vätermonate geben. Außerdem soll es länger möglich sein, dass beide Eltern gleichzeitig auf Teilzeit gehen und dabei Teilelterngeld beziehen - und dies gemeinsam bis zu 14 Monate lang. Bisher ist eine solch gleichberechtigte Arbeitsteilung unattraktiv, weil dadurch schon nach sieben gemeinsamen Monaten der Anspruch auf Elterngeld verbraucht ist.
Kämen die Neuerungen, die so schon im Koalitionsvertrag vereinbart waren, könnte dies also vieles verändern, auch in der Wirtschaft: Unternehmen wären damit konfrontiert, dass viele Väter nicht mehr nur zwei, sondern vier Monate abwesend sind. Ob man länger aussetzen kann, ohne Karriereoptionen einzubüßen, ist eine der ungeklärten Fragen der männlich dominierten Unternehmenskultur. Firmen müssten sich überdies damit abfinden, dass mehr Männer für ein gutes Jahr auf Teilzeit wechseln wollen, um sich mit der gleichfalls verkürzt arbeitenden Partnerin die Erziehungsaufgaben zu teilen. Die Erweiterung des Elterngeldes fördert eine neue Ökonomie in den Geschlechterrollen. Denn gerade in den kritischen Monaten nach der Geburt eines Kindes "traditionalisieren" sich bisher viele Paare, weil die Väter Überstunden kloppen und die Mütter im Job aussetzen.
250 Millionen Euro würde das erweiterte Elterngeld zusätzlich kosten. Finanzminister Schäuble lehnt den Entwurf mit Verweis auf die verschuldete Staatskasse ab - ein Armutszeugnis im doppelten Sinne. Nun spricht man im Familienministerium über "Gegenfinanzierungen", also Einsparungen, durch die das Elterngeld finanziert werden kann. Das könnte noch heikel werden, wenn Sozialleistungen gegeneinander ausgespielt werden. An der Bedeutung des Entwurfs ändert dies jedoch nichts.
Israel und Iran führen einen Schattenkrieg. Die drei Attentate waren sicher nur ein Anfang, niemand sollte sich einbilden, das ginge ihn nichts an. von Susanne Knaul
Egal ob in Ost-, West-, Südeuropa oder in Kaschmir – überall ist es kalt. Verdammt kalt. Für viele Menschen ist das dramatisch und sogar lebensgefährlich. Aber die Kälte bringt auch Schönes und Erfreuliches.

77.000 Deutsche reisen jährlich auf die Malediven. Gerade herrschen Turbulenzen im Inselparadies: Soldaten schlagen Polizisten und die schlagen den Präsidenten. Am Ende geht nicht die Insel, sondern der Präsident unter.

Ob Ei, Mehl, Schuh oder Torte, schon so mancher Politiker wurde in der Vergangenheit Opfer einer Zuschauerattacke. Wer hat was abbekommen?

Einfach nur gebrauchte Computer verkaufen ist ja wohl langweilig. In diesem Laden in Österreich gibt es außerdem Palatschinken, einen schnelldrehenden Flohmarkt und seeeeehr viele Hinweisschilder. Irre!

Leserkommentare
05.04.2010 21:26 | affenbrot
einfach mal mehr Vätermonate ist m.E. ziemlich phantasielose Familienpolitik- das braucht niemand wirklich. Das Elterngeld ...
05.04.2010 15:45 | Comment70
Es lässt sich leicht über Paare referieren, wenn diese bereits im frühen Kindesalter wieder getrennte Wege gehen. ...
05.04.2010 12:15 | Amos
Und was kosten die neuen Beförderungsmittel, wie neue ...