Kommentar von ULRIKE HERRMANN
FDP und Union sehen in den Umfragen ihre Mehrheit in Nordrhein-Westfalen schwinden - also werben sie um Stimmen, indem die schwarz-gelbe Bundesregierung baldige Steuererleichterungen verspricht. Dieses Gerücht war am Donnerstag in der Süddeutschen Zeitung zu lesen, und naheliegend ist dieser Gedanke ja. Wenig später dementierten Liberale und Union diese Meldung zwar energisch. Trotzdem wurde im Wirrwarr der Stellungnahmen deutlich: Eine Steuerreform kommt - wenn auch nicht unbedingt noch vor der NRW-Wahl.
Die Reformdetails mögen noch strittig sein, doch der ideologische Rahmen steht. Den Bürgern wird eingehämmert, es gebe eine "kalte Progression" und einen "Mittelstandsbauch", die beide dringend zu bekämpfen seien. Nie fehlt zudem der Hinweis, dass man vor allem die Geringverdiener und die Mittelschicht entlasten wolle.
Diese Robin-Hood-Attitüde der Regierung ignoriert wissentlich die Fakten. Mit einer Reform der Einkommensteuer kann man Geringverdiener und weite Teile der Mittelschicht gar nicht entlasten, weil sie schlicht gar keine Einkommensteuer mehr zahlen. Die untere Hälfte der Einkommensbezieher verdient so wenig, dass sie nur etwa fünf Prozent zum Gesamtaufkommen bei den Einkommensteuern beitragen. Jede Entlastung kommt also vor allem den Besserverdienenden zugute.

Ulrike Herrmann ist Finanzredakteurin der taz. Foto: taz
Bleibt die Frage, wie eine solche Steuererleichterung überhaupt finanziert werden soll. Die vergangenen Reformen waren jedenfalls bitter: Erst wurde die Einkommensteuer gesenkt, wovon vor allem die Eliten profitierten. Anschließend stieg die Mehrwertsteuer, die jeder zahlen muss. So dumm können die Wähler doch gar nicht sein, dass sie auf diesen Trick schon wieder reinfallen.
Der Refrain, die Griechen seien Schuld, erlaubt es, Griechenland neue Zugeständnisse abzuverlangen. Auch wird die Schuldfrage geklärt, falls das Land pleite geht. von Eric Bonse
Egal ob in Ost-, West-, Südeuropa oder in Kaschmir – überall ist es kalt. Verdammt kalt. Für viele Menschen ist das dramatisch und sogar lebensgefährlich. Aber die Kälte bringt auch Schönes und Erfreuliches.

77.000 Deutsche reisen jährlich auf die Malediven. Gerade herrschen Turbulenzen im Inselparadies: Soldaten schlagen Polizisten und die schlagen den Präsidenten. Am Ende geht nicht die Insel, sondern der Präsident unter.

Ob Ei, Mehl, Schuh oder Torte, schon so mancher Politiker wurde in der Vergangenheit Opfer einer Zuschauerattacke. Wer hat was abbekommen?

Einfach nur gebrauchte Computer verkaufen ist ja wohl langweilig. In diesem Laden in Österreich gibt es außerdem Palatschinken, einen schnelldrehenden Flohmarkt und seeeeehr viele Hinweisschilder. Irre!

Leserkommentare
20.03.2010 12:42 | Amos
Ein hirnloses Unterfangen dieser Möchtegern-Regierung um an Wählerstimmen zu kommen-, nichts weiter bedeutet diese durchsch ...
19.03.2010 08:06 | Besserverdiener?
Ich verdiene 1450 Euro netto. Ich bin überrascht, dass ich damit bereits zu den Besserverdienern zu rechnen bin. Die Existe ...
19.03.2010 07:56 | anni
Beweisen die Wähler nicht ununterbrochen und bei jeder sich bietenden Gelegenheit, dass sie sehr wohl so dumm waren, sind u ...