Kommentar von STEFAN ALBERTI
Auf den ersten Blick sieht es natürlich aus wie eine Luftnummer. Was soll eine grundsätzliche Beschränkung auf Tempo 30, wenn auf den Hauptstraßen doch weiter Tempo 50 möglich sein soll? Da scheint die CDU gar nicht so falsch zu liegen, wenn sie von einer "Schaufensterinitiative" spricht. Zumal dieser neueste Vorstoß aus der SPD-geführten Senatsverwaltung für Stadtentwicklung eine Bundesratsinitiative werden soll - und dort sind die Mehrheitsverhältnisse nicht so, dass rot-rote Vorschläge eine Chance haben.
Berlin will andere deutsche Städte für sein Verkehrskonzept mit möglichst vielen Tempo-30-Zonen begeistern. In der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung habe es Überlegungen gegeben, zu diesem Thema eine Bundesratsinitiative anzustoßen, sagte Sprecher Mathias Gille. Er bestätigte damit einen Bericht der Berliner Zeitung. Danach soll Tempo 30 in Kommunen zur Regel werden, höhere Geschwindigkeiten zur Ausnahme. In der Hauptstadt aber soll alles bleiben, wie es ist: 25 Prozent Hauptstraßen mit Tempo 50, 75 Prozent Nebenstraßen mit Tempo 30. Für die Vorbereitung einer Bundesratsinitiative stehe jedoch weder ein Zeitplan fest, noch habe die Suche nach Bündnispartnern begonnen, sagte Gille. (dpa)
Spätestens auf den zweiten Blick aber sieht das schon anders aus. Da wird klar, dass hier eine ökonomische Betrachtungsweise falsch ist. Zwar gäbe es unterm Strich in Berlin tatsächlich nicht mehr Tempo-30-Zonen als bislang, einen Gewinn aber gäbe es trotzdem: einen Gewinn in den Köpfen.
Denn wenn die Grundlage beim Autofahren innerorts nicht mehr 50 Kilometer pro Stunde wäre, könnte sich das verinnerlichen. Nicht heute und auch nicht morgen, aber über die Jahre schon. Wenn das von Grund auf in den Fahrschulen so vermittelt würde, dann könnte mit jedem neuen Führerscheinjahrgang eine Generation mit dem Gedanken heranwachsen: Tempo 50 ist die Ausnahme, die Regel ist 30. Dann würden vielleicht auch mehr Autofahrer tun, was jetzt die Ausnahme ist, nämlich tatsächlich in Nebenstraßen nur 30 zu fahren, statt mit 50 durchzubrausen.
In der Politik wird gern der Begriff vom Mentalitätswechsel benutzt. Meistens ist das eine reine Sprechblase. Bei der Tempo-30-Initiative aber ist er wirklich berechtigt.
Die neue Wirtschaftssenatorin Sybille von Obernitz, parteilos für die CDU im Senat, setzt auf Eigenverantwortung und Einsatzbereitschaft.

Egal ob in Ost-, West-, Südeuropa oder in Kaschmir – überall ist es kalt. Verdammt kalt. Für viele Menschen ist das dramatisch und sogar lebensgefährlich. Aber die Kälte bringt auch Schönes und Erfreuliches.

77.000 Deutsche reisen jährlich auf die Malediven. Gerade herrschen Turbulenzen im Inselparadies: Soldaten schlagen Polizisten und die schlagen den Präsidenten. Am Ende geht nicht die Insel, sondern der Präsident unter.

Ob Ei, Mehl, Schuh oder Torte, schon so mancher Politiker wurde in der Vergangenheit Opfer einer Zuschauerattacke. Wer hat was abbekommen?

Einfach nur gebrauchte Computer verkaufen ist ja wohl langweilig. In diesem Laden in Österreich gibt es außerdem Palatschinken, einen schnelldrehenden Flohmarkt und seeeeehr viele Hinweisschilder. Irre!

Leserkommentare
23.03.2010 13:15 | Kerstin
Als leidgeplagte Anwohnerin an einer Rennstrecke (=Ortsdurchgangsstraße) einer kleinen Gemeinde von Schleswig-Holstein würd ...
19.03.2010 12:54 | Poqa 'Ko
Um die Attraktivität der Hauptstraßen zu erhalten, könnte man natürlich auch - die jetzigen 30er Zonen zu Spielstraßen umwa ...
19.03.2010 12:00 | Johannes111
Wenn als Regelgeschwindigkeit innerorts Tempo 30 gelten würde, wäre doch absehbar, dass nur noch auf wenigen "richtig brei ...