Kommentar von RUDOLF BALMER
Wie auswendig gelernt spielen alle Sprecher der Regierungspartei die Wahlschlappe herab. Proportional zur schwachen Wahlbeteiligung sei auch die Bedeutung dieser Ergebnisse gering. Dem widersprechen alle französischen Medien, selbst der sehr regierungsnahe Figaro-Chef Etienne Mougeotte konstatiert: "Niemand kann leugnen, dass dieser erste Durchgang der Regionalwahlen einen Rückschlag für die UMP, eine Genugtuung für die PS und einen Grund zur Hoffnung für die Grünen darstellt." Die Desavouierung der UMP an der Wahlurne gilt der Regierungspartei ebenso wie Nicolas Sarkozy.
Auch das viel beachtete Wiedererstarken des rechtsextremen Front National möchten die Konservativen wegreden. Vor sechs Jahren sei Le Pen noch viel stärker gewesen. Im Vergleich zu den Wahlen der letzten drei Jahre aber ist dessen Wiederauferstehung von den politisch Totgesagten geradezu spektakulär.
Wie früher kann die FN jetzt bei den Stichwahlen wieder den Spielverderber geben. Nach den Regionalwahlen von 1998 war die bürgerliche Rechte der Versuchung erlegen, mit der FN einige Allianzen einzugehen, und es war ihr schlecht bekommen. Dass es ihr nicht mehr einbringt, fremdenfeindliche Ideen und islamophobe Ressentiments durch die Hintertür einer Debatte über die nationale Identität salonfähig zu machen, sollte ihr zu denken geben.
Durch dieselbe Hintertür tritt nun die radikale Rechte wieder ins Rampenlicht. Sarkozy und seine Regierung haben da erneut auf Kosten der eingewanderten Mitbürger mit diesen Ressentiments Roulette gespielt - und prompt verloren. Und man kann bereits darauf wetten, dass der Präsident nichts daraus lernen wird. Er klammert sich lieber an den Strohhalm einer möglichen Schadensbegrenzung bei den Stichwahlen am kommenden Sonntag.
Der brachiale Sparkurs in Griechenland verstärkt die Wirtschafts- und Schuldenkrise. Wie soll das Land seine Schulden abbauen, wenn die Wirtschaft am Boden liegt? von Nicola Liebert
Egal ob in Ost-, West-, Südeuropa oder in Kaschmir – überall ist es kalt. Verdammt kalt. Für viele Menschen ist das dramatisch und sogar lebensgefährlich. Aber die Kälte bringt auch Schönes und Erfreuliches.

77.000 Deutsche reisen jährlich auf die Malediven. Gerade herrschen Turbulenzen im Inselparadies: Soldaten schlagen Polizisten und die schlagen den Präsidenten. Am Ende geht nicht die Insel, sondern der Präsident unter.

Ob Ei, Mehl, Schuh oder Torte, schon so mancher Politiker wurde in der Vergangenheit Opfer einer Zuschauerattacke. Wer hat was abbekommen?

Einfach nur gebrauchte Computer verkaufen ist ja wohl langweilig. In diesem Laden in Österreich gibt es außerdem Palatschinken, einen schnelldrehenden Flohmarkt und seeeeehr viele Hinweisschilder. Irre!

Leserkommentare
16.03.2010 11:47 | Frankreichschnecke
In D'schland hätte Herr Sarkozy mit rassistischen oder sozialdarwinistischen Äußerungen wohl keine Verluste erleiden müssen ...