Kommentar von SEBASTIAN HEISER
Was ist eigentlich so schlimm am Geschäftsgebaren der Treberhilfe? Der Geschäftsführer hatte als Dienstwagen einen Maserati und soll ein Gehalt von mehr als 30.000 Euro im Monat bezogen haben - das alles bezahlt aus öffentlichen Geldern. Na und? Das Geld hat die Treberhilfe schließlich bekommen, um dafür eine Leistung zu erbringen, etwa Obdachlose zu betreuen. Und die Qualität der Arbeit der Treberhilfe wurde noch von niemandem in Zweifel gezogen.
Aber darf es denn sein, dass jemand Profit mit der Hilflosigkeit anderer Menschen macht? Natürlich: Mein Hausarzt finanziert sich auch hauptsächlich aus öffentlichen Geldern, die er von den gesetzlichen Kassen erhält. Vor seiner Praxistür steht ein Auto, das ziemlich teuer aussieht. Die Bayer HealthCare AG machte mit verschreibungspflichtigen Arzneimitteln einen Milliardengewinn, die Vorstandsmitglieder erhalten 1,3 Millionen Euro pro Jahr. Auch Baukonzerne erhalten viele Aufträge von der öffentlichen Hand - und dürfen Gewinn machen.
Wer das nicht will, muss es staatlich organisieren. Dann gäbe es keine freien Träger mehr wie die Treberhilfe, sondern eine Obdachlosenbehörde, die die Betroffenen verwaltet und ihnen einheitliche Unterkünfte anbietet. Allerdings arbeiten Behörden nicht unbedingt effizienter - sie sind nicht nur bürokratischer, sondern auch teurer.
Besser ist es dagegen, die Leistungen im Wettbewerb zu organisieren. Das heißt: Der Staat kontrolliert die Qualität, aber er garantiert keine Einnahmen. Wer nicht genug Geld einnimmt, geht dann in die Insolvenz. Wer hingegen erfolgreich ist, darf dann auch ein dickes Autos fahren und viel Geld verdienen.
Plötzlich teilt auch der Senat die Forderung des Volksbegehrens, den S-Bahn-Vertrag zu veröffentlichen. Eine Fassung steht schon im Netz - allerdings teils geschwärzt. von Stefan Alberti

Egal ob in Ost-, West-, Südeuropa oder in Kaschmir – überall ist es kalt. Verdammt kalt. Für viele Menschen ist das dramatisch und sogar lebensgefährlich. Aber die Kälte bringt auch Schönes und Erfreuliches.

77.000 Deutsche reisen jährlich auf die Malediven. Gerade herrschen Turbulenzen im Inselparadies: Soldaten schlagen Polizisten und die schlagen den Präsidenten. Am Ende geht nicht die Insel, sondern der Präsident unter.

Ob Ei, Mehl, Schuh oder Torte, schon so mancher Politiker wurde in der Vergangenheit Opfer einer Zuschauerattacke. Wer hat was abbekommen?

Einfach nur gebrauchte Computer verkaufen ist ja wohl langweilig. In diesem Laden in Österreich gibt es außerdem Palatschinken, einen schnelldrehenden Flohmarkt und seeeeehr viele Hinweisschilder. Irre!

Leserkommentare
15.03.2010 10:47 | Herr Bu.mann
@ Herr Lehmann, ...
13.03.2010 11:17 | Markus Strobl
Bitte um durchdachte Kommentare zu diesem Thema ...
12.03.2010 13:45 | Ertsaunter
Interessante Einschätzung durch die Autorin(?): dass über den Markt gesteuerte (Sozial!)Leistungen prinzipiell effizienter ...