Kommentar von RUDOLF WALTHER
Geldsorgen von Parteien sind nichts Neues. Graf Lambsdorff von der FDP wurde für seine Praktiken bei der Geldbeschaffung rechtskräftig verurteilt. Eine FDP-Spezialität war die illegale Geldbeschaffung nicht, doch immerhin waren die anderen so schlau, sich nicht erwischen zu lassen.
Das CDU-Geschäftsmodell beruht, wie die Ereignisse in Nordrhein-Westfalen und Sachsen zeigen, auf einer rigorosen Vermarktung von Personen ohne Rücksicht auf moralische Verluste. Für Marx war die Welt eine "ungeheure Warensammlung", und für die CDU gehören auch die Politiker dazu. Deshalb verkauft sie jetzt Gespräche und Fototermine mit Ministerpräsidenten. Die Sachsen-CDU bietet Tillich wie in einem Callgirlkatalog in vier Preislagen zwischen 500 und 8.000 Euro an, beschönigend nennt man die Arten, den Ministerpräsidenten für ordinäre Geschäftszwecke zu benutzen, "Präsentationsstufen".
"Geld stinkt nicht", antwortete Kaiser Vespasian seinen Kritikern, die sich daran stießen, dass er die Staatskasse mit einer Latrinensteuer füllte. Angesichts des CDU-Verkaufskatalogs, kann man sogar Westerwelles "spätrömischer Dekadenz" etwas abgewinnen: Der Respekt der konservativen Elite vor ihrem eigenen Personal und vor der Demokratie zerbröselt so rapide, dass man den Amtsträgern bereits ein Preisschild um den Hals hängt wie den Waren im Schaufenster. Man könnte derlei eine spätrömische Degenerationserscheinung nennen.
Die politischen Schamschwellen der Konservativen sinken wie die moralischen Skrupel: Berlusconi bucht schon Gespielinnen, Rüttgers und Tillich sind noch dabei, sich an Sponsoren zu vermieten wie Plakatwände und Litfaßsäulen. Und beide können damit rechnen, dass Wähler und Publikum diese Geldbeschaffungsmaßnahmen schnell vergessen werden.
Der Refrain, die Griechen seien Schuld, erlaubt es, Griechenland neue Zugeständnisse abzuverlangen. Auch wird die Schuldfrage geklärt, falls das Land pleite geht. von Eric Bonse
Egal ob in Ost-, West-, Südeuropa oder in Kaschmir – überall ist es kalt. Verdammt kalt. Für viele Menschen ist das dramatisch und sogar lebensgefährlich. Aber die Kälte bringt auch Schönes und Erfreuliches.

77.000 Deutsche reisen jährlich auf die Malediven. Gerade herrschen Turbulenzen im Inselparadies: Soldaten schlagen Polizisten und die schlagen den Präsidenten. Am Ende geht nicht die Insel, sondern der Präsident unter.

Ob Ei, Mehl, Schuh oder Torte, schon so mancher Politiker wurde in der Vergangenheit Opfer einer Zuschauerattacke. Wer hat was abbekommen?

Einfach nur gebrauchte Computer verkaufen ist ja wohl langweilig. In diesem Laden in Österreich gibt es außerdem Palatschinken, einen schnelldrehenden Flohmarkt und seeeeehr viele Hinweisschilder. Irre!

Leserkommentare
01.03.2010 15:59 | Amos
Sind wir doch mal ehrlich! Wer wählt diese Gier-Apostel ...
01.03.2010 03:34 | vic
Die Mietoblekte sollten künftig nur noch vor Sponsorenwänden sprechen wie Profi-Fußballtrainer. ...