Kommentar von KAIJA KUTTER
Bei den demokratisch gewählten Parteien hat sich jetzt durchgesetzt, dass man an die Schulstruktur ran muss, weil das längere gemeinsame Lernen für die Kinder von Nutzen ist. Doch auch wenn CDU und Grüne jetzt mit SPD und Linken an einem Strang ziehen, stehen Hamburg harte Monate bevor. Denn in der Bevölkerung gibt es eine Patt-Situation.
Dabei spielt eine Rolle, dass die Springerpresse in der Stadt ihre Daueragitation gegen die Reform nicht einen Tag ruhen lässt. Und es gibt einflussreiche Kreise, die am Erhalt des Status quo Interesse haben.
Der Hamburger Schulkonflikt hat Symbolbedeutung fürs ganze Land. Hier entscheidet sich, ob auch andere Länder noch einmal das heiße Eisen der Aufteilung der Kinder nach Klasse 4 anfassen - oder nicht, weil die Gymnasialklientel zu mächtig ist. Hätte die SPD hier auf der Seite der Wohlstandsbürger gekämpft, während die CDU sich mutig die blutige Nase holt, hätte sich die Partei blamiert.
So aber hat Landeschef Olaf Scholz zur richtigen Zeit einen Kurswechsel vollzogen und nebenbei mit Büchergeld und kleinen Klassen den Schuletat mächtig aufgebessert. Das ist allemal gut für die Kinder dieser Stadt und sicher auch im Sinne der Grünen. Nun müssen die Parteien sich anstrengen, die Menschen zu überzeugen. Garantiert ist der Erfolg nicht. Aber es gibt keine Alternative.
Inklusion gelingt nicht auf Knopfdruck und bringt viele der an Schule Beteiligten an ihre Grenzen. Deshalb ist es so wichtig, dass die Schulen ausreichend Fachpersonal bekommen. von Kaija Kutter
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Leserkommentare
24.02.2010 17:52 | ichichundich
Leider ist das Quatsch. Die Reform könnte etwas gutes bringen, wenn sie konsequent und mit ausreichenden Mitteln durchgefüh ...