Die schwarz-gelbe Bundesregierung besteht nicht mehr auf die umstrittene Sperrung von Internetseiten, um gegen Kinderpornografie vorzugehen. Dies geht aus einem Brief des Kanzleramtes hervor.

Abschied vom Stoppschild: Die Netzsperren gingen zurück auf Ursula von der Leyen. Bild: dpa
BERLIN dpa | Im Kampf gegen Kinderpornografie will die Bundesregierung ein Gesetz zur Löschung solcher Internetseiten schaffen und nicht weiter auf der Sperrung dieser Seiten bestehen.
Ein Sprecher des Justizministeriums bestätigte am Dienstagmorgen, dass dies in einer Stellungnahme des Kanzleramtes an Bundespräsident Horst Köhler übermittelt worden sei. Zum weiteren Inhalt der Stellungnahme wollte sich der Sprecher nicht äußern. Er verwies aber auf den Koalitionsvertrag, in dem vereinbart wurde, dass die Regierung ein Löschen der Seiten bevorzugt.
Das von Bundestag und Bundesrat beschlossene Internetsperren-Gesetz war von der damaligen Familienministerin Ursula von der Leyen (CDU) auf den Weg gebracht worden und auf viel Kritik gestoßen. Von der Internetgemeine wurde von der Leyen daraufhin der Spitzname "Zensursula" verpasst. Das Sperren der Seiten sei zudem wirkungslos. Köhler hatte das Gesetz nicht unterschrieben und von der neuen Bundesregierung ergänzende Informationen verlangt.
Die Antwort enthält Spiegel Online zufolge eine klare Abkehr vom alten Sperrkurs. Bis man zu einem neuen Löschgesetz komme, werde man sich auf Basis des bisherigen Gesetzentwurfs "ausschließlich und intensiv für die Löschung derartiger Seiten einsetzen, Zugangssperren aber nicht vornehmen", heißt es demnach in der Antwort der Regierung. Sie soll Ende vergangener Woche im Bundespräsidialamt eingegangen sein.
Hosting-Provider können nicht verpflichtet werden, auf ihren Seiten mit Filtersystemen nach Urheberrechtsverletzungen zu suchen. Das haben die Luxemburger Richter entschieden. von Christian Rath

Egal ob in Ost-, West-, Südeuropa oder in Kaschmir – überall ist es kalt. Verdammt kalt. Für viele Menschen ist das dramatisch und sogar lebensgefährlich. Aber die Kälte bringt auch Schönes und Erfreuliches.

77.000 Deutsche reisen jährlich auf die Malediven. Gerade herrschen Turbulenzen im Inselparadies: Soldaten schlagen Polizisten und die schlagen den Präsidenten. Am Ende geht nicht die Insel, sondern der Präsident unter.

Ob Ei, Mehl, Schuh oder Torte, schon so mancher Politiker wurde in der Vergangenheit Opfer einer Zuschauerattacke. Wer hat was abbekommen?

Einfach nur gebrauchte Computer verkaufen ist ja wohl langweilig. In diesem Laden in Österreich gibt es außerdem Palatschinken, einen schnelldrehenden Flohmarkt und seeeeehr viele Hinweisschilder. Irre!

Leserkommentare
10.02.2010 17:16 | Tuatara
Zeichnet sich da etwa eine Abkehr von der Zensur ab? Die Meldung stimmt vorsicht optimistisch, doch bei der Vernunft ist di ...
09.02.2010 23:51 | FMH
Ich wette das neue Gesetz enthält einen Passus in welchem beiläufig darauf hingewiesen wird, dass nicht löschbare Seiten - ...
09.02.2010 22:07 | Edelweiß
Wozu ein neues Löschgesetz? Kipo ist doch verboten und die bereits bestehenden Gesetze werden schon nicht konsequent angewe ...