Mit einem Tag Verzögerung ist die Endeavour als fünftletztes Space-Shuttle der Nasa gestartet. Ab September werden russische Kapseln den Transport der restlichen Module übernehmen.

Mit dem Modul "Tranquility" an Bord der Endeavour werden 90 Prozent der ISS komplett sein. Bild: dpa
WASHINGTON/MOSKAU dpa | Das Space-Shuttle "Endeavour" ist mit sechs Astronauten an Bord zur Internationalen Raumstation ISS gestartet. Die Raumfähre hob am Montag um 4.14 Uhr Ortszeit (10.14 Uhr MEZ) vom Weltraumbahnhof Cape Canaveral in Florida ab. Es sei ein brillanter Nachtflug, sagte ein Sprecher der US-Raumfahrtbehörde NASA. Es war der letzte Nachtstart und die fünftletzte Reise eines Shuttle insgesamt.
Die "Endeavour" bringt ein neues Modul mit dem Namen "Tranquility" (Ruhe) zur ISS. Es bietet den Langzeitbewohnern zusätzlichen Platz und verfügt über hochmoderne Systeme zur Aufbereitung von Wasser sowie zur Herstellung von Sauerstoff. Für die Montage des Moduls, mit dem die Raumstation dann zu rund 90 Prozent komplett ist, sind insgesamt drei Außenbordeinsätze von Astronauten geplant.
Schlechtes Wetter hatte zuvor den am Sonntag geplanten Start der "Endeavour" mit sechs Astronauten an Bord verhindert. Die Wolkendecke über dem Weltraumbahnhof Cape Canaveral in Florida war dicker als für die Mission erlaubt, sagte ein Sprecher des NASA-Fernsehens im Internet.
Der letzte Flug einer Raumfähre ist voraussichtlich für September geplant. Danach ist die ISS für mehrere Jahre nur mit russischen Sojus-Kapseln zu erreichen - so lange, bis die USA über einen Shuttle-Nachfolger verfügen. Präsident Barack Obama setzt dabei nicht auf die NASA, sondern auf die Privatindustrie: Sie soll ein neues Transportmittel entwickeln und bauen. Die ISS soll nach Obamas Willen noch bis mindestens 2020 in Betrieb bleiben - das wäre fünf Jahre länger als ursprünglich geplant.
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Weltraumtouristen, Satelliten und Versorgungsflüge zur ISS – die Raumfahrt wird privatisiert und kommerzialisiert.

Es ist ein echtes großes Drama, das sich da in Griechenland abspielt. Ein Drama über die Demokratie, die Unregierbarkeit. Dieses Wort muss man sich auf der Zunge zergehen lassen. Und das Drama genießen.

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