Auch der neue Vertrag zwischen Google und Verlagen sowie Autoren in den USA wird von Washington kritisiert. Google hätte weiterhin zu viel Macht und der Vertrag würde den Wettbewerb verzerren.

Google digitalisert seit Jahren Bücher für seinen Dienst "Google Books". Bild: ap
SAN FRANCISCO afp | Die US-Regierung hat auch die neue Vereinbarung von Google mit Verlagen und Autoren zum Bücherdienst des Internetriesen kritisiert. Gegenüber der ersten Version gebe es zwar "substanzielle Fortschritte", es seien aber nicht alle Zweifel ausgeräumt, erklärte das US-Justizministerium am Donnerstag (Ortszeit) vor einem Gericht in New York. "Die überarbeitete Vereinbarung gesteht Google noch immer deutliche und womöglich den Wettbewerb verzerrende Vorteile zu", begründete das Ministerium seine Kritik.
Google digitalisiert für seinen Internetdienst Google Books seit Jahren Millionen Bücher, um sie dann im Internet kostenlos zur Verfügung zu stellen. Geld will der Internetriese auch bei diesem Dienst über Werbung verdienen. Die Zustimmung der Verlage und Autoren hatte sich der Konzern im Vorfeld nicht eingeholt. Dies sollte nachträglich über eine Vereinbarung mit den Verleger- und Autorenverbänden in den USA geschehen. Eine erste Fassung dieses Vertrages sah vor, dass Google 125 Millionen Dollar (90 Millionen Euro) in einen Fonds einzahlt. Damit wären die Autoren- und Publikationsrechte abgegolten, Google müsste sich nicht für jedes Buch einzeln die Genehmigung holen.
Das US-Justizministerium hatte diese Vereinbarung kritisiert, genauso wie die Regierungen von Deutschland und Frankreich sowie Verbraucherschützer. Auf Kritik stieß insbesondere, dass Google mit der Vereinbarung alleiniger Inhaber der Rechte für sogenannte verwaiste Bücher geworden wäre - vergriffene Werke, deren Autoren oder andere Rechteinhaber sich nicht mehr ermitteln lassen. Ähnlich wäre dies für Bücher von Autoren außerhalb der USA gewesen.
Die neue Vereinbarung von Google mit den US-Verbänden legte nun Ausnahmen für nicht englischsprachige Bücher fest, durch die ein großer Teil der deutschen Autoren und Verlage nicht mehr oder weniger stark betroffen gewesen wäre. Allerdings hätte Google weiterhin die Rechte verwaister Bücher erhalten. Das US-Justizministerium erklärte nun, auch die neue Vereinbarung würde "dem Unternehmen erlauben, der einzige Akteur auf dem Markt digitaler Bücher zu sein, mit den Nutzungs- und Verbreitungsrechten für eine große Zahl von Inhalten in verschiedenen Formaten".
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Ob Ei, Mehl, Schuh oder Torte, schon so mancher Politiker wurde in der Vergangenheit Opfer einer Zuschauerattacke. Wer hat was abbekommen?

Einfach nur gebrauchte Computer verkaufen ist ja wohl langweilig. In diesem Laden in Österreich gibt es außerdem Palatschinken, einen schnelldrehenden Flohmarkt und seeeeehr viele Hinweisschilder. Irre!

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