Eine Werbeaktion der britischen Museen freut Wikipedia-Nutzer. Innerhalb eines Monats sollen so viele Kunstschätze wie möglich für das Lexikon digitalisiert werden - durch Freiwillige.von Ben Schwan

In britischen Museen darf fotografiert werden, wenn es danach bei Wikipedia veröffentlicht wird. Bild: dpa
BERLIN taz | Wenn es nach einem neuen Wikipedia-Projekt geht, dann wird in wenigen Monaten der Bestand digitalisierter Kunstwerke und Naturbilder in dem Online-Lexikon deutlich zunehmen. Denn im Februar startet in Großbritanien das Projekt "Britain Loves Wikipedia" (BLW).
Freiwillige sollen in 20 großen und kleinen Museen des Landes Kunstschätze dokumentieren und digitalisieren. Dabei öffnen Häuser wie das Royal Air Force Museum in London oder das Manchester Museum in Greater Manchester ihre Räume für Wikipedia-Fotografen. Oft dürfen sie sogar mit Blitz und Stativ arbeiten - was sonst rigoros verboten ist.
Das Projekt scheint eine Reaktion auf den Streit zwischen der National Portrait Gallery (NPG) und Wikipedia aus dem vergangenen Sommer zu sein. Die NPG drohte den Verantwortlichen des Online-Lexikons rechtliche Schritte an, nachdem ein Wikipedia-Nutzer hochauflösende Bilder der Sammlung ins Netz gestellt hatte, ohne vorher eine Genehmigung einzuholen. Der Streit ist noch ungelöst, doch NPG und Wikipedia reden wieder miteinander, um sich gütlich zu einigen.
Die Initiatoren des BLW-Projekts sehen die Aktion auch als Event und natürlich als Werbung für die Museen. So sind an verschiedenen Tagen kostenlose Touren durch die Museen oder der ein oder andere Wikipedia-Kaffeeklatsch geplant. "Ziel ist es, die Anzahl der Bilder zu erhöhen, mit denen sich Wikipedia-Artikel illustrieren lassen. Außerdem wollen wir zur Erstellung neuer Artikel inspirieren", heißt es in der Projektbeschreibung.
Das Projekt "Britain Loves Wikipedia" läuft den ganzen Februar. Die Wikipedia-Freiwilligen können übrigens auch außerhalb der geplanten Events einfach ganz privat in eines der beteiligten Museen gehen und fotografieren. Die Bilder sollten dann nur in der zentralen Mediendatenbank der Wikipedia, der Wikimedia Commons, hochgeladen und gespeichert werden.
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Einfach nur gebrauchte Computer verkaufen ist ja wohl langweilig. In diesem Laden in Österreich gibt es außerdem Palatschinken, einen schnelldrehenden Flohmarkt und seeeeehr viele Hinweisschilder. Irre!

Leserkommentare
05.02.2010 11:53 | Michael
Wann ist es endlich in Deutschland soweit? ...