Nur drei der von Wilders angefragten 18 Zeugen und Sachverständigen will der Amsterdamer Gerichtshof hören. Außerdem wird der Prozess nicht von Amsterdam nach Den Haag verlegt. von GUNDA SCHWANTJE

Wilders steht vor Gericht, weil er gegen Muslime gehetzt hat. Bild: dpa
ARNHEM taz | Der Strafprozess gegen Geert Wilders beginnt mit einer Niederlage für den Rechtspopulisten. Nur drei der von Wilders angefragten 18 Zeugen und Sachverständigen will der Amsterdamer Gerichtshof hören. Die übrigen 15 Islamkenner, Rechtsgelehrten, Imame und sogenannten Erfahrungszeugen, die Wilders aufrufen lassen wollte, wurden abgewiesen. Auch der Mörder des Filmemachers Theo van Gogh, Mohammed B., ist darunter. Ebenso wird der Imam Fawaz Jneid nicht geladen, der die Islamkritikerin Ayaan Hirsi Ali und Theo van Gogh einige Wochen vor dessen Ermordung in einer Predigt in einer Haager Moschee verflucht hatte. Der Versuch von Wilders Rechtsanwalt, Bram Moskowicz, den Prozess vor das Oberste Gericht nach Den Haag verlegen zu lassen, schlug ebenfalls fehl. Geert Wilders reagierte enttäuscht. Er warf dem Gericht vor, nicht an der Wahrheit und an einem ehrlichen Prozess interessiert zu sein.
Der Fraktionsvorsitzende der Freiheitspartei (Partij voor de Vrijheid, PVV) muss sich wegen Beleidigung, Anstiftung zum Hass und zur Diskriminierung von Muslimen als Gruppe, nicht-westlichen Ausländern und Marokkanern verantworten. Die ihm zur Last gelegten Äußerungen hat Wilders in diversen Radio-, Fernseh- und Zeitungsinterviews gemacht, andere Zitate stammen aus seinem Anti-Koran-Film "Fitna". In der Anklageschrift stehen dutzende Zitate. Unter anderem wird der Koran als faschistisches Buch, vergleichbar mit Hitlers "Mein Kampf", bezeichnet.
Die drei Zeugen, die das Gericht hören will, sind die Arabisten Hans Jansen und Simon Admiraal sowie die Anti-Islam-Aktivistin Wafa Sultan. Fünf vorgeschlagene Rechtsgelehrte hat das Gericht abgewiesen, weil es davon ausgeht, selber über die nötigen Sachkenntnisse zu verfügen. Auch die fünf "Erfahrungszeugen" - neben Mohammed B. stehen auch zwei iranische Ajatollahs auf der Wunschliste - wurden abgewiesen. Es sei allgemein bekannt, dass es Personen gebe, die eine radikale Auslegung des Islam vertreten, führte das Gericht zur Begründung aus.
Entgegen Wilders Wunsch werden die zu ladenden Zeugen nicht in einer öffentlichen Sitzung gehört. Der Gerichtssaal wird damit nicht zu einem Podium für eine spektakuläre Debatte über den Wilders Ansicht nach gefährlichen Islam werden. In drei bis vier Monaten wird der Strafprozess fortgesetzt und soll dann etwa eine Woche dauern.
Während Finanzminister Schäuble keine Alternative zum rigiden Spardiktakt für Griechenland sieht, zweifelt Bundestagspräsident Lammert am engen Zeitplan für das Milliardenparket für Athen.

Egal ob in Ost-, West-, Südeuropa oder in Kaschmir – überall ist es kalt. Verdammt kalt. Für viele Menschen ist das dramatisch und sogar lebensgefährlich. Aber die Kälte bringt auch Schönes und Erfreuliches.

77.000 Deutsche reisen jährlich auf die Malediven. Gerade herrschen Turbulenzen im Inselparadies: Soldaten schlagen Polizisten und die schlagen den Präsidenten. Am Ende geht nicht die Insel, sondern der Präsident unter.

Ob Ei, Mehl, Schuh oder Torte, schon so mancher Politiker wurde in der Vergangenheit Opfer einer Zuschauerattacke. Wer hat was abbekommen?

Einfach nur gebrauchte Computer verkaufen ist ja wohl langweilig. In diesem Laden in Österreich gibt es außerdem Palatschinken, einen schnelldrehenden Flohmarkt und seeeeehr viele Hinweisschilder. Irre!

Leserkommentare
19.02.2010 09:09 | Jacob P.
Geert Wilders ist ein Held! Dieser Prozess ist eine Schande für die westliche Zivilisation.
09.02.2010 08:15 | mehrdad beiramzadeh
das ist in der tat ein showprozess der linken multi-kulti eliten und hat weder etwas mit einem rechtsstaat zutun, noch hat ...
08.02.2010 14:30 | noevil
Nach meiner Meinung ist Wilders nicht nur Provokateur, sondern in hohem Maße geistiger Brandstifter. Als solchem tut das ho ...