Kommentar von RUDOLF BALMER
Mit dem Verfassungsgebot der Gleichheit lässt sich in Frankreich gut argumentieren. Wer traut sich schon einem Entscheid zu widersprechen, der sich auf die Menschenrechte und den kompromisslosen Kampf für Frauenrechte beruft? Geschickt wird von der Pariser Regierung eine Front aufgebaut: Feminismus gegen Islamismus. Wer so archaische, frauenfeindliche Symbole wie die afghanische Burka nach Frankreich importieren will, muss nach Meinung von Immigrationsminister Eric Besson draußen bleiben.
Leider beruft sich Nicolas Sarkozys Regierung nur dann auf die Frauenrechte, wenn es ihr gerade in den Kram passt. Ohne Gewissensbisse toleriert sie, dass Frauen rund 20 Prozent weniger verdienen als erwerbstätige Männer. Oder dass das Recht auf Verhütung und vor allem auf den Schwangerschaftsabbruch ernsthaft infrage gestellt wird, weil aufgrund gekürzter Subventionen viele Frauenberatungszentren schließen müssen. Sie ist darum kaum berechtigt, anderen feministische Lektionen zu erteilen.
Keine Frage, die afghanische Burka ist ein Symbol der Frauenverachtung. Fast wäre man geneigt, einem Verbot zuzustimmen, wenn es dem Kampf gegen Unterwerfung und Gewalt in der Familie dienen würde. Doch hinter der fortschrittlichen Rhetorik gegen Burka und Nikab wird eine zusehends unverschleiert daherkommende Islamfeindlichkeit sichtbar. Nicht zufällig applaudiert Marine Le Pen vom Front National so begeistert, wenn der Schleier zum Hindernis für die Erlangung der französischen Staatsbürgerschaft erklärt wird.
ist Frankreich-Korrespondent der taz in Paris.
Die Pariser Regierung greift Ängste vor einer "Islamisierung der Gesellschaft" auf, die von rechten Demagogen geschürt werden. Es geht ihr nicht wirklich um die Grundwerte der weltlichen Republik, sondern um fremdenfeindliche Phobien. Immigrationsminister Eric Besson hat deshalb eine landesweite Debatte über die nationale Identität ins Leben gerufen. Der eigentliche Zweck dieser Nabelschau ist es, einzugrenzen, was französisch ist, und auszuschließen, was nicht Teil dieser nationalen Gemeinschaft sein soll oder darf.
Von dieser Debatte werden nur Klischees und Vorurteile bleiben. Patriotismus wird zur Bürgerpflicht erklärt, und Einwanderer sollen kuschen statt auffallen. Die Botschaft lautet: Uniformität durch Assimilation statt Reichtum und Vielfalt dank "Métissage".
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Egal ob in Ost-, West-, Südeuropa oder in Kaschmir – überall ist es kalt. Verdammt kalt. Für viele Menschen ist das dramatisch und sogar lebensgefährlich. Aber die Kälte bringt auch Schönes und Erfreuliches.

77.000 Deutsche reisen jährlich auf die Malediven. Gerade herrschen Turbulenzen im Inselparadies: Soldaten schlagen Polizisten und die schlagen den Präsidenten. Am Ende geht nicht die Insel, sondern der Präsident unter.

Ob Ei, Mehl, Schuh oder Torte, schon so mancher Politiker wurde in der Vergangenheit Opfer einer Zuschauerattacke. Wer hat was abbekommen?

Einfach nur gebrauchte Computer verkaufen ist ja wohl langweilig. In diesem Laden in Österreich gibt es außerdem Palatschinken, einen schnelldrehenden Flohmarkt und seeeeehr viele Hinweisschilder. Irre!

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