In einer dramatischen Schlussphase verlor Köln sein Auftaktspiel der Rückrunde gegen Borussia Dortmund - und verpasste es damit, sich Richtung Tabellenmittelfeld abzusetzen.von Felix Meininghaus

Jubel beim 0:2: der Dortmunder Mats Hummels. Bild: dpa
KÖLN taz | Wer sich schon mal ein wenig mit der rheinischen Seele beschäftigt hat, der weiß, dass hier das Glas immer halb voll ist – selbst dann, wenn nur ein kleines Schlückchen drin ist. Und deshalb haben sie sich mit der desaströsen Ausbeute von zehn Toren in der gesamten Vorrunde auch gar nicht lange aufgehalten, sondern lieber die folgende Theorie aufgestellt: Die Abwehr habe jetzt schon Champions-League-Qualität, nun müssten nur noch die offensiven Qualitäten stimmen, dann werde den FC niemand mehr stoppen.
So viel zur kölschen Dialektik. Die Realität sieht anders aus: Grau wie ein Sonntagabend im Januar. Der FC verlor sein Auftaktspiel der Rückrunde gegen Borussia Dortmund vor 50.000 Zuschauern im ausverkauften Kölner Stadion mit 2:3 (0:2) und verpasste es damit, sich Richtung Tabellenmittelfeld abzusetzen. Dagegen gelang es dem BVB, sich endgültig in der Spitze zu etablieren. Der Abstand auf den Sechsten Werder Bremen ist auf komfortable fünf Punkte gewachsen.
Es war ein Spiel, das über weite Strecken eine äußerst bescheidenen Unterhaltungswert bot und dann in der Schlussphase eine Dramatik entwickelte, dass es den Besuchern über den Tag hinaus in Erinnerung bleiben wird. Bis zur 82. Minute führten die Gäste aus Westfalen scheinbar sicher mit 2:0, ließen sich dann den Vorsprung innerhalb kürzester Zeit aus der Hand nehmen, um dann noch einmal zuzuschlagen und die drei Punkte mit nach Hause zu nehmen.
Doch bis sich die Ereignisse überschlugen, benötigten die Zuschauer viel Geduld mit 22 Akteuren, die sich auf tiefem Geläuf unheimlich schwer taten. Wobei die Kölner in der ersten Halbzeit noch wesentlich mehr für das Spiel taten. Doch sie machten aus einem Chancenverhältnis von sieben zu zwei viel zu wenig und waren dazu auch noch indisponiert bei gegnerischen Standards: Ecke Sahin, Kopfball Hummels und dann auch noch Freistoß Sahin und Kopfball Hummels. Es stand 2:0 für die Dortmunder, die ihr Glück kaum fassen mochten. Sie verloren zwar nach 20 Minuten ihren Torhüter Roman Weidenfeller, der sich nach einem Zusammenprall mit Novakovic eine Fleischwunde am linken Knie zugezogen hatte, kontrollierten dennoch scheinbar mühelos das Geschehen.
Nichts lief bei den Gastgebern, bei denen Trainer Soldo nach einer Stunde den völlig indisponierten Podolski vom Platz holte. Der Nationalspieler schäumte vor Wut, schleuderte Handschuhe und Trainingsjacke von sich, um wort- und grußlos in den Katakomben zu verschwinden. Vielleicht hat er unter der Dusche gestanden, als der Kölner Showdown begann: Als sich alle mit dem Dortmunder Sieg abgefunden hatten, schlugen die Gastgeber zu: Mc Kenna (82.) und Mohamad (87.). Zwei Tore aus dem Nichts, das Spiel war gedreht, das Stadion bebte, Karneval wurde kurzerhand vorgezogen. Dortmunds Trainer Jürgen Klopp, der 90 Minuten reklamiert hatte, wurde auf die Tribüne geschickt, wo er miterlebte, wie seine Spieler eiskalt zurückschlugen: Kevin Großkreuz zog von 16 Metern ab, der Schuss wurde abgefälscht und landete im Netz. Unglaublich aber wahr: Ein Spiel, das als echter Langeweiler begonnen hatte, war innerhalb von zehn Minuten zum zweiten Mal gekippt.
Im Prinzip war es gar nicht so schlimm. Doch nach der Niederlage gegen Barcelona erklärt der Filigranpädagoge Robin Dutt seinen Spielern, wo sie wirklich stehen. von Bernd Müllender

Egal ob in Ost-, West-, Südeuropa oder in Kaschmir – überall ist es kalt. Verdammt kalt. Für viele Menschen ist das dramatisch und sogar lebensgefährlich. Aber die Kälte bringt auch Schönes und Erfreuliches.

77.000 Deutsche reisen jährlich auf die Malediven. Gerade herrschen Turbulenzen im Inselparadies: Soldaten schlagen Polizisten und die schlagen den Präsidenten. Am Ende geht nicht die Insel, sondern der Präsident unter.

Ob Ei, Mehl, Schuh oder Torte, schon so mancher Politiker wurde in der Vergangenheit Opfer einer Zuschauerattacke. Wer hat was abbekommen?

Einfach nur gebrauchte Computer verkaufen ist ja wohl langweilig. In diesem Laden in Österreich gibt es außerdem Palatschinken, einen schnelldrehenden Flohmarkt und seeeeehr viele Hinweisschilder. Irre!

Leserkommentare
20.01.2010 15:48 | Wilhelm Westerkamp
Die Kölner haben wieder einmal zu Hause verloren und ...
18.01.2010 10:57 | Hans Welder
Wenn einem als Journalist gar nicht anderes mehr einfällt, dann schreibt man zu einem beliebigen Spiel des 1. FC Köln einfa ...