Kommentar von MATTHIAS LOHRE
Das Abwägen, Abwarten und Aussitzen hat Angela Merkel bislang viel Erfolg eingebracht. Nach sieben Jahren des Basta-Kanzlers Gerhard Schröder empfanden viele ihre unaufgeregte Art des Regierens als angenehm, effizient und präsidial. Mit diesem Nimbus aber ist es seit der vergangenen Bundestagswahl vorbei: Das zeigt die offene Kritik aus den CDU-Landesverbänden.
Merkel steckt in einem Dilemma: Ihr moderierender Führungsstil brachte ihr weit über die Unionswählerschaft hinaus Sympathien ein. Diese Popularität braucht sie als Gegengewicht zur Machtbasis in der Union, die ihr immer noch fehlt. Im Bündnis mit der SPD konnte sich Merkel als überparteiliche Instanz profilieren, als Königin der Kompromisse. In der "Wunschkoalition" mit der FDP aber stößt die Methode Merkel an ihre Grenzen. Denn legt sich Merkel bei einem Thema fest - sei es in Sachen Steuersenkungen oder der Causa Steinbach -, riskiert sie Widerstand - entweder in der Bevölkerung oder in ihrer eigenen Partei.
Freundlich ausgedrückt, wählt die Kanzlerin ihre Schlachten daher genau. Weniger freundlich gesagt, drückt sie sich vor Auseinandersetzungen, wo immer sie kann.
Jetzt geht das nicht mehr, denn die unrealistischen Steuerversprechen der FDP gefährden auch die Glaubwürdigkeit der Union. Die Kritik aus vier CDU-Landesverbänden dient auch dazu, sich abzusichern: Geht in Nordrhein-Westfalen im Mai die schwarz-gelbe Mehrheit verloren, können sie sagen, sie hätten noch rechtzeitig gewarnt.
Merkel muss in den Konflikten um Steuern, Steinbach & Co jetzt endlich sagen, was sie will. Sonst steht sie am Ende da als Kanzlerin der FDP, der Vertriebenen und der Hoteliers.
Christian Wulff ist immun gegen das Empfinden von Schuld und Scham. Nun wird er über die Aufhebung seiner Immunität als Bundespräsident stürzen. von Ines Pohl
Egal ob in Ost-, West-, Südeuropa oder in Kaschmir – überall ist es kalt. Verdammt kalt. Für viele Menschen ist das dramatisch und sogar lebensgefährlich. Aber die Kälte bringt auch Schönes und Erfreuliches.

77.000 Deutsche reisen jährlich auf die Malediven. Gerade herrschen Turbulenzen im Inselparadies: Soldaten schlagen Polizisten und die schlagen den Präsidenten. Am Ende geht nicht die Insel, sondern der Präsident unter.

Ob Ei, Mehl, Schuh oder Torte, schon so mancher Politiker wurde in der Vergangenheit Opfer einer Zuschauerattacke. Wer hat was abbekommen?

Einfach nur gebrauchte Computer verkaufen ist ja wohl langweilig. In diesem Laden in Österreich gibt es außerdem Palatschinken, einen schnelldrehenden Flohmarkt und seeeeehr viele Hinweisschilder. Irre!

Leserkommentare
12.01.2010 13:10 | Amos
Wer ist Merkel? Ich kenn' nur "Kohls Mädchen"-, und etwas, was sich "hochgebuckelt" hat. Jetzt braucht Deutschland nur noch ...