Kommentar von MICHAEL QUASTHOFF
Die "Clever-Fahren"-Kampagne geht in die nächste Runde: In Zusammenarbeit mit dem Naturschutzbund Deutschland (NABU) bietet Volkswagen auch im 2. Halbjahr 2009 unentgeltliche Spritspartrainings an. In Rietschen in der Lausitz ist derweil die Dauerausstellung "Wölfe in der Lausitz" zu sehen, unterstützt vom NABU - und Volkswagen. Ein durch und durch grüner Konzern? Nicht wirklich.
Mit der Startbahn am Flughafen Braunschweig-Wolfsburg ist es so: VW kann Geschäftsfreunde aus China oder Arabien zwar einschweben lassen. Für das Abheben mit vollem Tank ist die Piste zu kurz. Das ist den Herren Winterkorn und Piëch ein bisschen peinlich. Also muss die Startbahn verlängert werden. Dazu bedarf es nur einiger Anrufe. So ging das immer in Niedersachsen.
Man kann das anrüchig finden und schlimm für die Natur. Weil wieder mal die Ökonomie über den Naturschutz triumphiert und 60.000 Bäume dran glauben müssen. So funktioniert halt der Kapitalismus.
Aber es steht nirgends geschrieben, dass sich der bewusste Autokäufer obendrein veräppeln lassen muss: VW geht damit hausieren, in Emden 40.000 Quadratmeter "Energiewald" zu pflanzen, um die CO2-Emissionen zu verbessern. Gleichzeitig sorgt man dafür, dass anderswo 900.000 Quadratmeter abgeholzt werden. Das ist schlichte Rosstäuscherei.
Nach der Verhinderung einer Anti-Repressions-Demo im Jahr 2007 wird nun gegen die Polizei verhandelt. Damals war der Protestzug vorzeitig gestoppt worden. von Kai Von Appen

Eine Falschmeldung über ein totes Frühchen sorgte gestern für Online-Schlagzeilen. Tatsächlich geht es um ein Kleinkind, das an Meningokokken starb von Eiken Bruhn

Pop-Archäologie im Bremer Umland: Eine CD-Box über die Anfänge der Country-Musik könnte dem Plattenlabel Bear Family Records aus Holste-Oldendorf nun zwei Grammy Awards einbringen. von Andreas Schnell

77.000 Deutsche reisen jährlich auf die Malediven. Gerade herrschen Turbulenzen im Inselparadies: Soldaten schlagen Polizisten und die schlagen den Präsidenten. Am Ende geht nicht die Insel, sondern der Präsident unter.

Ob Ei, Mehl, Schuh oder Torte, schon so mancher Politiker wurde in der Vergangenheit Opfer einer Zuschauerattacke. Wer hat was abbekommen?

Einfach nur gebrauchte Computer verkaufen ist ja wohl langweilig. In diesem Laden in Österreich gibt es außerdem Palatschinken, einen schnelldrehenden Flohmarkt und seeeeehr viele Hinweisschilder. Irre!

Disney erlaubt seinen Mitarbeitern endlich offiziell das Tragen von Gesichtsbehaarung. Anlass für ein taz-Bartquiz.

Leserkommentare
12.01.2010 14:47 | Stefan
Von wegen Forschungsflughafen. Was für eine durchsichtige Ausrede. Es geht in erster Linie um VW. Und wenn die lange Startb ...
31.12.2009 19:06 | Reinhard Hoffer
Ihren Kommentar hier eingeben ...
30.12.2009 00:46 | Silke
ein perfektes Beispiel für "greenwashing". Die Initiative in Emden wird an die große Glocke gehängt, bei der Mega-Abhackere ...