Kommentar von GEREON ASMUTH
Fast auf den Tag genau vor zwei Jahren ist Matti Z. freigesprochen worden. Dem jungen Antifaschisten war vorgeworfen worden, zwei Neonazis schwer verletzt zu haben. Drei Monate saß er in Untersuchungshaft, bis die Zweifel an der Anklage nicht mehr zu übersehen waren. Anfang November dann wurde Alexandra R. vom Vorwurf, Autos angesteckt zu haben, freigesprochen. Sie hatte zuvor fünfeinhalb Monate hinter Gittern gesessen. Nun stehen auch die beiden Schüler Yunus K. und Rigo B. vor einer Absolution - nach sieben Monaten im Knast. Drei Pleiten für die Ankläger bei Prozessen gegen vermeintliche Täter aus dem linken Spektrum. Das klingt nach einem strukturellem Problem.
Selbstverständlich darf es bei der Schwere der Vorwürfe zu einem Prozess kommen - wenn sie sich denn annähernd belegen lassen. Nicht einmal ein Freispruch am Ende kann die Notwendigkeit eines Verfahrens in Frage stellen. Hinterfragen aber muss man schon, ob die Länge der U-Haft bei solch jungen Tätern, zumal bei wachsenden Zweifeln, angemessen ist. Und völlig unakzeptabel ist, wenn die Ermittler den Eindruck hinterlassen, sie stünden so sehr Druck, dass sie auch mal einen Falschen vor Gericht bringen.
Dieser Druck kommt nicht nur von manchen Medien. Selbst der von den Konservativen angefeuerte Innensenator Ehrhart Körting (SPD) setzt auf abschreckende Urteile. Tatsächlich können sie potenzielle Nachahmer abhalten - wenn sie gerecht sind. Doch ein offensichtlich überhartes Vorgehen wird das in der linken Szene eh schon erschütterte Vertrauen in den Staat nur weiter untergraben. Ein Rechtsstaat muss eine Attraktion für alle sein, kein Monster.
Plötzlich teilt auch der Senat die Forderung des Volksbegehrens, den S-Bahn-Vertrag zu veröffentlichen. Eine Fassung steht schon im Netz - allerdings teils geschwärzt. von Stefan Alberti

Egal ob in Ost-, West-, Südeuropa oder in Kaschmir – überall ist es kalt. Verdammt kalt. Für viele Menschen ist das dramatisch und sogar lebensgefährlich. Aber die Kälte bringt auch Schönes und Erfreuliches.

77.000 Deutsche reisen jährlich auf die Malediven. Gerade herrschen Turbulenzen im Inselparadies: Soldaten schlagen Polizisten und die schlagen den Präsidenten. Am Ende geht nicht die Insel, sondern der Präsident unter.

Ob Ei, Mehl, Schuh oder Torte, schon so mancher Politiker wurde in der Vergangenheit Opfer einer Zuschauerattacke. Wer hat was abbekommen?

Einfach nur gebrauchte Computer verkaufen ist ja wohl langweilig. In diesem Laden in Österreich gibt es außerdem Palatschinken, einen schnelldrehenden Flohmarkt und seeeeehr viele Hinweisschilder. Irre!

Leserkommentare
20.12.2009 02:18 | bürger
der fall christoph T, fiel mir auch beim lesen ihres artikels gleich ein,aber mein vorkommentator hat bereits alles dazu ge ...
18.12.2009 15:20 | Mensch
Die Aufzählung ist unvollständig. ...