Kommentar von RALPH BOLLMANN
Die Reaktionsgeschwindigkeit des politischen Systems kann sehr unterschiedlich ausfallen, sogar auf demselben Politikfeld. Nur wenige Wochen nach den Studentenprotesten gegen die Bologna-Reformen haben Bund und Länder am Mittwoch ein Sofortprogramm in dreistelliger Millionenhöhe beschlossen. Es soll die gröbsten Mängel binnen Jahresfrist beheben, zumindest kosmetisch. Dabei wissen die meisten der Beteiligten, dass die Probleme mit den neuen Bachelor- und Masterstudiengängen in erster Linie organisatorischer Natur sind. Mit weniger Bürokratie und Besitzstandsdenken hätten Bürokraten und Professoren das Desaster abwenden können, das sie jetzt opportunistisch beklagen.
Während die Politik auf die Proteste der Studierenden binnen Wochenfrist reagiert, lassen Antworten auf weitaus größere Probleme des deutschen Bildungssystems jahrzehntelang auf sich warten. Zwar gibt der Bund jetzt auch Geld für vorschulische Sprachkurse, aber das war ein harter und langer Kampf. Auch der Umbau des deutschen Schulsystems zu mehr Chancengleichheit steckt erst in den Anfängen.
Bei einem Migranten ohne Hauptschulabschluss oder einem Lehrling auf dem Bau bewegt die Frage, ob das Curriculum die freie Entfaltung seiner Persönlichkeit zulässt, die Öffentlichkeit weit weniger. Wenn angehende Akademiker hingegen unbezahlte Praktika absolvieren, entspinnt sich sofort eine politische Debatte.

Ralph Bollmann ist Leiter des taz-Parlamentsbüros in Berlin. Foto: taz
Der Fehler der Studentenbewegung alten Stils war es, die Universität mit der Welt zu verwechseln. Es ist ein zivilisatorischer Fortschritt, dass sich die Bildungsdebatte für andere Probleme geöffnet hat, dass intellektuelle Debatten auch außerhalb Universitäten geführt werden. Dahinter sollte die Politik nicht zurückfallen. Es ist richtig, dass sie den Studenten hilft. Mit noch größerer Energie sollte sie sich aber um jene kümmern, die nicht in gleichem Maße die Zuwendung der Medienöffentlichkeit genießen.
Der Refrain, die Griechen seien Schuld, erlaubt es, Griechenland neue Zugeständnisse abzuverlangen. Auch wird die Schuldfrage geklärt, falls das Land pleite geht. von Eric Bonse
Egal ob in Ost-, West-, Südeuropa oder in Kaschmir – überall ist es kalt. Verdammt kalt. Für viele Menschen ist das dramatisch und sogar lebensgefährlich. Aber die Kälte bringt auch Schönes und Erfreuliches.

77.000 Deutsche reisen jährlich auf die Malediven. Gerade herrschen Turbulenzen im Inselparadies: Soldaten schlagen Polizisten und die schlagen den Präsidenten. Am Ende geht nicht die Insel, sondern der Präsident unter.

Ob Ei, Mehl, Schuh oder Torte, schon so mancher Politiker wurde in der Vergangenheit Opfer einer Zuschauerattacke. Wer hat was abbekommen?

Einfach nur gebrauchte Computer verkaufen ist ja wohl langweilig. In diesem Laden in Österreich gibt es außerdem Palatschinken, einen schnelldrehenden Flohmarkt und seeeeehr viele Hinweisschilder. Irre!

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