Kommentar von REINER METZGER
Es gibt Streit bei den Protesten in Kopenhagen. Die einen protestieren vor den Toren der Klimakonferenz, um die Delegierten zu besserer Arbeit an zu spornen. Die anderen, um die Veranstaltung möglichst zu sprengen. Diese Verweigerungshaltung klingt nach der üblichen linksradikalen Dummheit. Das ist sie wohl auch bei vielen Radikalen, zumindest wenn man manche ihrer zweifelhaften Statements hört.
Trotzdem: Der routinierte Protest der Mainstream-NGOs geht auch an der Wirklichkeit vorbei. Selbst wenn alle Länder der Erde das gewünschte Reduktionsziel von 80 Prozent aller Treibhausgase vereinbaren und auch noch ratifizieren, ist noch keine Tonne Kohlendioxid verhindert. Wer will denn Kanada, Saudi-Arabien oder gar die USA zwingen, ein solches Protokoll dann auch einzuhalten? Soll Obama mit seiner US-Army im eigenen widerspenstigen Senat einmarschieren? Der Vorgängervertrag von Kioto hat Regierungen wie Wähler an den Gedanken des CO2-Reduzierens gewöhnt - mehr aber auch nicht. Sein Effekt auf die Konzentration der Treibhausgase war minimal.
Industrie und Verbraucher können und werden nur ihren Energieverbrauch ändern, wenn sie von ihren nationalen Gesetzgebern etwas vorgeschrieben bekommen - mit Verordnungen, Grenzwerten und Steuern. Über der ganzen Show rund um Kopenhagen droht das in Vergessenheit zu geraten.

Reiner Metzger ist stellvertretender Chefredakteur der taz. Foto: taz
Da kann konstruktive Militanz nicht schaden. Der Protest muss die widerstrebenden Interessen schärfer aufzeigen als das bisher passiert. Und die Regierungschefs müssen konkrete Paragrafen präsentieren und nicht auf 40 Jahre gestreckte Reduzierungsziele. Das Vorschützen von Friede, Freude, Eierkuchen dient nur den Verschleppern wirksamer Maßnahmen.
Der Refrain, die Griechen seien Schuld, erlaubt es, Griechenland neue Zugeständnisse abzuverlangen. Auch wird die Schuldfrage geklärt, falls das Land pleite geht. von Eric Bonse
Egal ob in Ost-, West-, Südeuropa oder in Kaschmir – überall ist es kalt. Verdammt kalt. Für viele Menschen ist das dramatisch und sogar lebensgefährlich. Aber die Kälte bringt auch Schönes und Erfreuliches.

77.000 Deutsche reisen jährlich auf die Malediven. Gerade herrschen Turbulenzen im Inselparadies: Soldaten schlagen Polizisten und die schlagen den Präsidenten. Am Ende geht nicht die Insel, sondern der Präsident unter.

Ob Ei, Mehl, Schuh oder Torte, schon so mancher Politiker wurde in der Vergangenheit Opfer einer Zuschauerattacke. Wer hat was abbekommen?

Einfach nur gebrauchte Computer verkaufen ist ja wohl langweilig. In diesem Laden in Österreich gibt es außerdem Palatschinken, einen schnelldrehenden Flohmarkt und seeeeehr viele Hinweisschilder. Irre!

Leserkommentare
11.12.2009 16:30 | Uticensis
"Klimaschutz" geht nur mit Gewalt - mit Staatsgewalt. Das ist eine richtige und wichtige Erkenntnis. Deswegen bedeutet Klim ...