Kommentar von KATRIN BETTINA MÜLLER
Ein wenig gehofft, dass die Sache anders ausgeht, hatte man als Verächter von großen und nationalen Gesten schon, aber nicht wirklich dran geglaubt. Nun ist es raus: Das Berliner Stadtschloss kann gebaut werden. Das Düsseldorfer Oberlandesgericht hat den Vertrag mit dem italienischen Architekten Franco Stella zwar für rechtsunwirksam erklärt, weil die Vorinformationspflicht verletzt wurde. Aber mit einer Nachbesserung des Vertrags kann das Verfahren weitergehen. Die Mitte Berlins, um deren symbolische Besetzung so lange ideologisch gestritten wurde, soll bis 2016 ihr rekonstruiertes Schloss erhalten.
Möglicherweise knallen zur Feier des Richterspruchs die Sektkorken im Bundesbauministerium - eine Sorge weniger. Die allerdings ein wenig davon abgelenkt hat, dass es auch so an Sorgen nicht mangelt. Denn finanziert gesichert ist allem politischem Bekundungswillen zum Trotz noch längst nicht, was gerade durch die historische Hülle zur identitätsstiftenden Chiffre werden soll. In der Bausumme von 552 Millionen, die Bundesbauminister Peter Ramsauer erst Ende letzter Woche als Limit bestätigte, sind weder die barocken Fassaden außen und innen noch die säulengerahmten Portale inbegriffen, die der nüchternen Kubatur erst den feierlichen Charakter geben würden. Um das Geld für das historische Kostüm zu sammeln, wurde im April 2009 die Stiftung Stadtschloss von der Bundesregierung gegründet. Ungeklärt ist zudem, welchen historischen Horizont die so viel zitierte "barocke Fassade" denn meint, bauten doch mehrere Architekten am Schloss.
Hält man an der historischen Hülle fest, werden die Kosten steigen. Ob sich die Bundesrepublik dann hier tatsächlich das teuerste ethnologische Museum leistet, wie es der Plan Humboldt-Forum vorsieht? Dieses Fass wird sicher noch einmal aufgemacht.
Egal ob in Ost-, West-, Südeuropa oder in Kaschmir – überall ist es kalt. Verdammt kalt. Für viele Menschen ist das dramatisch und sogar lebensgefährlich. Aber die Kälte bringt auch Schönes und Erfreuliches.

77.000 Deutsche reisen jährlich auf die Malediven. Gerade herrschen Turbulenzen im Inselparadies: Soldaten schlagen Polizisten und die schlagen den Präsidenten. Am Ende geht nicht die Insel, sondern der Präsident unter.

Ob Ei, Mehl, Schuh oder Torte, schon so mancher Politiker wurde in der Vergangenheit Opfer einer Zuschauerattacke. Wer hat was abbekommen?

Einfach nur gebrauchte Computer verkaufen ist ja wohl langweilig. In diesem Laden in Österreich gibt es außerdem Palatschinken, einen schnelldrehenden Flohmarkt und seeeeehr viele Hinweisschilder. Irre!

Leserkommentare
03.12.2009 09:29 | tomlong
Gähn,mein Gott, wenn die Finanzierung nicht sicher ist, gibts ne Lösung. ...