Kommentar von LUISE STROTHMANN
Dass Unternehmen nicht mehr nur an Gesetzen, sondern an ethischen Maßstäben gemessen werden - gerade christliche Sozialverbände müssten sich darüber eigentlich freuen, auch die Caritas Seniorendienste Hannover.
Die Caritas Seniorendienste Hannover haben im letzten Geschäftsjahr keinen Verlust gemacht, weil MitarbeiterInnen auf Gehalt in Höhe von 1,3 Millionen Euro verzichteten. Nun hatte man einer Hilfspflegerin fristlos gekündigt, weil sie Teewurst auf ein selbst mitgebrachtes Brötchen geschmiert hat. Arbeitsrechtlich wäre das zulässig.
Erschreckend ist, dass den Beteiligten offenbar egal war, welche Schlagzeile der Fall hätte auslösen können: "Caritas kündigt Mitarbeiterin wegen Teewurst-Diebstahl" - kündigt Schwerbehinderter, könnte man ergänzen, obwohl die Körperbehinderung der Pflegerin irrelevant ist.
Auch wenn der Pflegedienst seit August nur noch zu 10 Prozent zur Caritas gehört und zu 90 Prozent einem evangelischen Träger, streitet er momentan weiter darum, den Namen behalten zu dürfen: Caritas. Nächstenliebe. Dass der katholische Dachverband sich innerhalb weniger Stunden distanzierte, spricht für einen öffentlichen Druck, den es noch vor einem Jahr so nicht gab.
Bagatellkündigungen waren lange kein Thema. Bisherige Urteile sagen: Es gehe nicht um den Sachwert, sondern um das Vertrauen, auf dem das Arbeitsverhältnis basiere. Und das könne durch jeden Diebstahl "irreparabel zerstört" werden. An dieser Rechtslage hat sich nichts geändert, auch nicht durch den Fall "Emmely". Was sich aber verändert hat, ist die öffentliche Aufmerksamkeit.
Und die hat nun zum ersten Mal den Ausschlag gegeben. Der evangelische Träger will die Kündigung zurückziehen und im Verband eine neue Stelle für die Hilfspflegerin suchen. Emmelys erster Erfolg.
Die Serben im Norden des Kosovo akzeptieren die Regierung nicht. Die Abstimmung nützt allein der Opposition in Serbien. von Ruth Reichstein
Egal ob in Ost-, West-, Südeuropa oder in Kaschmir – überall ist es kalt. Verdammt kalt. Für viele Menschen ist das dramatisch und sogar lebensgefährlich. Aber die Kälte bringt auch Schönes und Erfreuliches.

77.000 Deutsche reisen jährlich auf die Malediven. Gerade herrschen Turbulenzen im Inselparadies: Soldaten schlagen Polizisten und die schlagen den Präsidenten. Am Ende geht nicht die Insel, sondern der Präsident unter.

Ob Ei, Mehl, Schuh oder Torte, schon so mancher Politiker wurde in der Vergangenheit Opfer einer Zuschauerattacke. Wer hat was abbekommen?

Einfach nur gebrauchte Computer verkaufen ist ja wohl langweilig. In diesem Laden in Österreich gibt es außerdem Palatschinken, einen schnelldrehenden Flohmarkt und seeeeehr viele Hinweisschilder. Irre!

Leserkommentare
23.11.2009 15:12 | Piggeldy
Ich kenne einige Altenpflegerinnen , die mir glaubhaft versicherten , sie hätten so ein straffes Arbeitspensum dass es gar ...
22.11.2009 19:37 | Ihr Name H. Poggel
Zu den Urteilen ist ja schon alles gesagt, vom Vergleich mit der NS Zeit bishin zur Ungeheuerlichkeit eben dieses Vergleich ...
22.11.2009 16:42 | Jann
Fragen Sie mal den Rechtsanwalt für Arbeitsrecht Ihres Vertrauens: die schlimmsten Arbeitgeber sind Gewerkschaften und die ...