Kommentar von KAIJA KUTTER
Das ist harter Tobak. Plopp, von einem Tag auf den anderen hat die Hamburger Uni ein neues Oberhaupt. Fast 40.000 Studierende und mehrere tausend Wissenschaftler haben einen neuen Chef, an dem sie sich sechs Jahre lang abarbeiten müssen.
Man kann über Lenzen streiten. Sein Verdienst ist, dass er die Berliner FU im Exzellenzwettbewerb nach vorn brachte. Er gilt als autoritär, wirtschaftsnah und wortgewandt, aber auch als Gegner von Studiengebühren.
Man kann streiten - die Mitglieder der Hamburger Uni durften aber nicht. Und das ist der Punkt. Nur damit es den Kandidaten so angenehm wie möglich gemacht wird, wird die Suche bis zur letzten Sekunde geheim gehalten. Damit kein Abgelehnter Schaden nimmt. So aber nimmt die Uni Schaden. Lenzens Vorgängerin hatte ein Klima der Angst geschaffen. Die Art, wie die Wahl durchgeführt wurde, knüpft daran an.
Dass es auch anders geht, zeigt zum Beispiel Berlin. Das dortige Hochschulgesetz lässt eine viel offenere Wahl von Uni-Leitungen zu. Dort werden Kandidatennamen sogar öffentlich diskutiert, ein Verfahren, das ja offenbar vor sechs Jahren auch einen Dieter Lenzen nicht abschreckte. Er war übrigens über 20 Jahre Professor an seiner Uni, bevor er dort Rektor wurde. Auch an der Hamburger Uni schlummern Talente. Nur so geheim, wie hier gesucht wurde, wird das keiner erfahren.
Der SPD-Senat plant zehn Prozent Kürzung bei Kinder- und Jugendarbeit ab 2013. Betroffene Träger können sich für umstrittene Sozialraumangebote bewerben. von Kaija Kutter

Die Geschäftsführung des Klinikums Bremen-Mitte verteidigt die Zentralisierung der Frühgeborenenstation, hüllt sich sonst aber in Schweigen von Simone Schnase

Was tut man, wenn sich der Übervater eines politischen Gemeinwesens als entschiedener Anti-Demokrat und vehementer Judenhasser erweist? Bremen diskutiert über einen adäquaten Umgang mit Johann Smidt, dem legendären Gründer Bremerhavens von Henning Bleyl

Egal ob in Ost-, West-, Südeuropa oder in Kaschmir – überall ist es kalt. Verdammt kalt. Für viele Menschen ist das dramatisch und sogar lebensgefährlich. Aber die Kälte bringt auch Schönes und Erfreuliches.

77.000 Deutsche reisen jährlich auf die Malediven. Gerade herrschen Turbulenzen im Inselparadies: Soldaten schlagen Polizisten und die schlagen den Präsidenten. Am Ende geht nicht die Insel, sondern der Präsident unter.

Ob Ei, Mehl, Schuh oder Torte, schon so mancher Politiker wurde in der Vergangenheit Opfer einer Zuschauerattacke. Wer hat was abbekommen?

Einfach nur gebrauchte Computer verkaufen ist ja wohl langweilig. In diesem Laden in Österreich gibt es außerdem Palatschinken, einen schnelldrehenden Flohmarkt und seeeeehr viele Hinweisschilder. Irre!

Leserkommentare